Die britische Historikerin und Journalistin Catherine Nixey hat das Buch „Heiliger Zorn. Wie die frühen Christen die Antike zerstörten“ geschrieben. In England war es das Buch des Jahres, nun ist es auf deutsch erschienen. Der Focus beschreibt die Ausführungen in einem Artikel dazu als polemisch. In dem Buch schildert Nixey die Geschehnisse im Jahr 385 nach Christus. Sie beschreibt die Jesus-Anhänger als religiöse Fanatiker, die eine liberale, hochentwickelte Kultur zum Einsturz brachten.

Als Beispiel führt sie unter anderem eine Szene auf, in welchen „bärtige, schwarz gekleidete Fanatiker aus der Wüste stürmen“ und einen Athene-Tempel, dessen Statue und den Altar voller Begeisterung mit Eisenstangen zertrümmern. Damit unterschieden sie sich, so die Autorin, kaum von Anhängern des islamischen Staates, die 2015 das UNESCO Weltkulturerbe von Palmyra zerstört haben.

Sie wolle jedoch mit ihrer Publikation keine ausgewogene historische Darstellung bieten. Stattdessen habe sie vor, das Bild der friedliebenden Anhänger des „wahren Glaubens, die in einer barbarisch-heidnischen Welt verfolgt und oft grausam zu Tode gemartert wurden“, zu korrigieren, das sich bis heute „in vielen Köpfen festgesetzt“ habe.

LINK: Historikerin sicher: Frühe Christen und Jesu-Anhänger zerstörten die antike Hochkultur

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein