Hoffnung ist nicht einfach da, sie ist ein Prozess. Gegründet im Glauben an Gott, kann sie tragfähig sein – allen Krisen dieser Welt zum Trotz.
Von Johannes Schwarz
Die Frage, ob Hoffnung real ist, bewegt jeden Menschen. Die Antwort ist nicht leicht, auch weil ein hoffnungsvolles Leben unterschiedliche Dimensionen hat. Doch es lohnt sich, sich der Zuversicht anzunehmen. Ein Plädoyer.
Ich wär gerne voller Zuversicht. Jemand, der voll Hoffnung in die Zukunft blickt. Der es schafft, all das einfach zu ertragen. Ich würd dir eigentlich gern sagen: Alles wird gut.“ So lautet ein Ausschnitt des Liedes „Der letzte Song“ von Kummer und Fred Rabe. Dieses Lied und die Zeilen begleiten mich seit Monaten, gar Jahren. Immer wieder denke ich darüber nach, ob die Aussage des Liedes positiv oder negativ ist. Die Antwort bleibt mir offen. Am Ende liegt es wahrscheinlich an uns selbst: Wie stehe ich zur Zuversicht, zur Hoffnung – letztlich zum absoluten Willen einer guten Zukunft?
Die Antwort kann nur jeder für sich selbst geben – es gibt keine vorgegebene. Sicher ist die Antwort auch immer ein Produkt der gegenwärtigen Gefühlslage, also selten wirklich absolut. Möglicherweise gibt es auch zwei Antworten. Die gegenwärtige: Wie hoffnungsvoll bist du gerade jetzt? Und die Grundeinstellung: Worauf beruht meine und deine Zuversicht am Ende eigentlich?
Das gegenwärtige Gefühl lässt je nach Umständen viel zu. Manchmal ist alles schwierig und komplex, unklar und zum Verzweifeln. Ein anderes Mal aber auch positiv und ich fange an, eine klare und deutliche Hoffnung zu spüren. Ich beginne, das Gute zu umarmen.
Glaube trägt und prägt
Doch wenn es um den Kern der Zuversicht geht, bringen Gefühle wenig. Es geht um unsere Herzenseinstellung, eben um die Grundlage unseres Seins und das Verständnis für die Welt. Hier trägt und prägt der Glaube. Gottes gute Welt ist voller Wunder und voller Kraft für das Gute. Und durch Jesus und seinen Gang ans Kreuz dürfen wir begründete Hoffnung leben.
Im Glauben und im Leben berühren sich hier Welten. Die Göttliche und die Irdische. Das Grundsätzliche und das bewegliche Alltägliche. In dieser Spannung leben wir. Herz trifft auf Realität und in dieser gilt es zu fühlen, zu handeln, letztlich zu leben. Hier zeigt sich der Knackpunkt. Trotz der umfänglichen Zusage an das Leben und das Gute durch die Schöpfung bleibt Hoffnung immer Arbeit. Nie ist Hoffnung fertig. Immer ein Prozess. Immer im Werden. Ein Politiker sagte neulich: „Zuversicht ist Hoffnung an der Arbeit.“ Und ja, Hoffnung ist Arbeit. Doch wir dürfen uns immer wieder neu füllen lassen von dieser Zuversicht, die Jesus bedingungslos schenkt. Der Akt der Liebe ist nicht kleinzukriegen. Dieser Akt ist übermenschlich, weil er nicht in unseren Kategorien und Dimension zu verstehen ist.
Trotz dieser unendlichen Hoffnung wanken wir Menschen hin und her. Wir leben in einer Welt voll von Problemen, Krisen, Krieg, Hass und Schlimmem. Wir sind und bleiben Menschen – und das ist auch gut so. Wir dürfen auch mal hoffnungslos sein, doch wir sollten nicht aufgeben. So wie wir nicht im Paradies leben und dies immer wieder merken, dürfen wir aber an unserer Herzens-Hoffnung festhalten. Wir dürfen stets fürs Hoffen offen sein. Wir dürfen die grundgelegte Gnade und Liebe annehmen. Denn aus ihr können wir ein zuversichtliches Leben führen. Aus ihr können wir hinfallen und wieder aufstehen. Aus ihr können wir in die Welt sehen und aktiv werden. Aus ihr können wir leben.
Diese Kraft der unendlichen geistgetränkten Hoffnung ist nicht von dieser Welt und genau deswegen für diese Welt. Ich habe daher beschlossen, ich sage: Alles wird gut!
Johannes Schwarz leitet die andersLEBEN-Redaktion.
Dieser Artikel stammt aus der Zeitschrift andersLEBEN. das Magazin ist wie Jesus.de ein Angebot des Bundes-Verlags.


Ja es wird alles gut, aber leider nicht für alle! Claus-F. mag einen Schreibstil haben der jetzt nicht gerade als lieblich zu bezeichnen ist, aber eigentlich hat er ja recht, zur guten Nachricht gehört auch eine schlechte. Niemand hat so oft von der Hölle geredet wie Jesus. Himmel und Erlösung ist den Gläubigen vorbehalten, also mein Rat an alle: glaubt dem Evangelium !!! So zu tun als ob das Narrativ von Gericht und Hölle den Köpfen irgendwelcher schräger religiöser Fanatiker entsprungen ist, ist nicht haltbar. Selbst eine oberflächliche Beschäftigung mit der hl. Schrift ergibt ein anderes Bild. Nur ein Vers zur „Beweisführung“, Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden « Von Adam und Eva und der Verbannung aus dem Paradies, über die Sintflut zu Sodom und Gomorra, von Hananias und Saphira in der Apostelgeschichte bis zur Offenbarung und der „großen Trübsal“, mit Gott ist offensichtlich nicht zu spaßen!
Das nicht zu erkennen oder bewusst zu unterschlagen könnte gefährlich werden. Jeder darf natürlich glauben was er will, aber sich Christ nennen und diesen elementaren Aspekt unseres Glaubens zu negieren ist unredlich und schafft in gewisser Weise eine Karikatur des Originals . Ich nenne mich ja auch nicht Kommunist und befürworte Privateigentum und Monarchie. Jeder Glaube und jede Ideologie braucht gewisse Prinzipien die unverzichtbar sind. So muss ich Claus-F. recht geben, das „Wohlfühlevangelium“ ist zwar bestimmend heutzutage, hat aber nicht die Kraft zu retten!
Ich bete… und hoffe und warte….
Das ist für mich Hoffnung!
Das Gebet🙏
HFA Hoffnung für Alle! Und es ist Hoffnung-ein Anker in der Not!
Heilung, Zuspruch, Veränderung… Vor Allem Liebe! Das Wort Gottes schenkt Hoffnung g!
Jesus selbst ist die Hoffnung für mich.
Ohne Hoffnung… wie wäre das schlimm.
Ein Krebserkrankter hofft das seine Therapie anschlägt….
Eine Mutter hofft, dass sie ihre Kinder gut groß kriegt,
eine Frau hofft schwanger zu werden bei einem Kinderwunsch…
ein Schüler hofft seinen Abschluss zu schaffen… ein Lehrer hofft Gutes zu vermitteln fürs Leben.
Ein Arzt hofft helfen zu können…
Das Gebet selbst hofft… Es hofft das Gott eingreift und hilft!
Amen
Die Hoffnung ist das Letzte was wir Menschen haben außer unsere Würde.
(Angestellte hoffen auf eine Gehaltserhöhung)
Die Hoffnung auf eine Ehe oder Beziehung…. und so weiter.
Hoffnung hat viele Gesichter.
Welche Hoffnung hast du?
Und wie wäre es ohne Hoffnung für dich?
Ich brauche Gott und habe immer die Hoffnung, dass sich noch so Einige Dinge in meinem Leben verändern werden.
Also Hoffnung ist so wichtig!!!
Liebe Grüße
Meike
Ich bin Mitglied der Evangelischen Landeskirche (EKD). Leider kenne ich nur die Verkündigung eines Wohlfühlevangeliums. Gottesdienstbesucher sollen angenehm unterhalten werden, damit sie nicht aus der Kirche austreten und spenden. Dieses Wohlfühlevangelium ist aber kein volles Evangelium, das der Bibel entspricht.
Wer Jesus nachfolgen will, muss sein Kreuz auf sich nehmen (Matthäus 16, 24), Gebetserhörung erfolgt nicht ohne den Willen Gottes zu befolgen (1. Johannes 3, 22), Krankheit kann z. B. eine Folge von Sünde oder eine Glaubensprüfung sein, laue Christen wird Jesus Christus aus Seinem Mund ausspucken (Offenbarung 3, 14-22), Ermahnung im Hinblick auf das Weltgericht unterbleibt (Matthäus 25, 31-46 – wer spricht noch von der Hölle?), bei der Aufforderung zur Buße wird die Schadenswiedergutmachung nicht genannt (Lukas 19, 8.9), Sündenvergebung durch Jesus Christus nur, wenn Sünder auch ihren Schuldigern vergeben (Matthäus 6, 14.15) usw.
Aber das gibt es ja auch bei Fernsehpredigern und „christlichen“ Schriftenmissionen, die ein Wohlfühl- bzw. Wohlstandsevangelium verkünden. Da ist Jesus Christus nur ein Vorwand, das volle Evangelium ist bei diesen nicht entscheidend, sie verfolgen ihre eigenen Interessen, nämlich bequem Spenden zu kassieren (2. Korinther 2,17; Römer 16,18; 2.Timotheus 2,15; 4,3.4; Galater 1,8).
In Psalm 1 werden wir aufgefordert, täglich in der Bibel zu lesen! Wer nicht im Buch des Lebens steht (Offenbarung 20, 15), kann sich nicht darauf berufen, dass er den Weg zum ewigen Leben nicht gekannt hat und sich auf Wohlfühlprediger berufen. Es wird darüber keine Diskussion geben.
Hier muss doch die Frage aufgeworfen werden, ob ein Wohlfühlevangelium ein anderes Evangelium ist und der Verkünder nach Galater 1, 8 verflucht sein soll?
Achte auf dich selbst…
1. Timotheus 4,16
Es ist so bequem unmündig zu sein.
Immanuel Kant
Setzt euch unaufhörlich und mit ganzer Kraft für die Sache des Herrn ein.
1. Korinther 15, 58
Hast du eigentlichdeine private Werbung mit der Jesus.de abgestimmt, aus der du hier mit paste und copy zitierst und die du mit Link verknüpft hast?
Scheint ja hier nur eine Werbeplattform für dich zu sein.
Gott ist die vollkommene Liebe
Lieber Claus F. Dieterle: Sie haben Ihre Meinung als Theologe, ich habe meine Meinung als Christ. Aber ich meine, daß unsere Bibel und das Neue Testament nicht aus der Wahrheit einzelner Bibelstellen besteht, sondern aus dem roten Faden unserer Heiligen Schrift. Wenn man dies anders sieht, kann man m.E. dem Problem nicht mehr aus dem Weg gehen, daß uns – wenn wir die Bibel wirklich ernsthaft lesen – auf Schritt und Tritt auch Verse begegnen die sich inhaltlich katastrophal widersprechen. Deshalb gibt es unser Prinzip, dann die ganze Bibel an Jesus und am Neuen Testament insgesamt auszulegen. Ausserdem leugnen Sie auch völlig die uns heute bekannte Realität: Jesus als Jude kannte nur die damalige Welt und da war jeder Israelit, wenn auch nicht unbedingt immer ein guter oder frommer, aber doch ein Jude und seine Religion stand dort fest.
Menschen müssen sich durchaus darauf berufen können, daß sie das Evangelium nicht gekannt haben, dass sie nicht glauben konnten, daß sie Urmenschen und dann Steinzeitmenschen waren. Dass insgesamt viele Milliarden Menschen nicht mehr Gottes geliebte Geschöpfe (sogar Kinder) sind, sondern nach Ihrer Überzeugung einfach in einer Hölle landen, oder ausgelöscht werden wie Computerdateien, wie leider die Adventisten (hoffentlich nicht ernsthaft) glauben??? Wenn Gott nicht bester Vater und beste Mutter ist, dann kommen irdische sogar miserable Eltern nur extrem selten auf böse Ideen, ihre Kinder, wenn sie nichts taugen, zu quälen und zu ermorden. Dann muss ich mich fragen, wieso Jesus nicht nur für die Gesunden, die Frommen, die im Buch des Lebens stehen gestorben ist, sondern ausdrücklich für alle Menschen. Und wie Gott dann doch die größte Liebe sein kann. Dies ist ein großer eklatanter Widerspruch und stellt praktisch kathegorisch infrage, Gott könnte – wie von Jesus auch versprochen – nicht zum Gericht kommen sondern zur Erlösung aller. Sogar sein Kommen als sanftmütigen Herrscher wird sein, glauben wir dem Weihnachtsevangelium mutig.
Oder er könnte einfach scheitern mit seinem Erlösungswerk, weil seine Geschöpfe und seine Menschen nicht mitspielen???. Ich kann mir niemals vorstellen, Gott könnte mit seiner Liebe scheitern. Denn Sie wollen ja auch nicht infrage stellen – wie ich hoffe – daß Gott diese Liebe ist. Dann wäre aber der Himmel der einsamste Ort unserer Schöpfung. Nun wird man diese Widersprüche nicht auflösen können. In meiner sehr lange bereits zurückliegenden Jugendzeit haben wir solche immer noch aktuellen Fragen diskutiert und man wollte uns damit trösten, Gott sei auf jeden Fall immer sehr gerecht. Aber dies ist nur eine Scheinantwort. Nun will ich damit ja kein Evangelium befürworten, daß nur Zuckerguss über alle die menschlichen Sünden schüttet und damit meint, dies sei die Liebe Gottes.. Es geht nicht um billige Gnade, sondern nur um Gnade. Aber welche Hoffnung haben Sie überhaupt für die Menschheit, wenn Jesus die lauen Christen aus seinem Mund ausspeit???. Dies ist niemals jener Jesus, der gebietet 70×7 mal zu vergeben, aber selbst gewissermaßen entgegengesetzt handelt. Es ist nicht mein Jesus, der seine Feinde liebt, sondern sie vernichtet. Es ist nicht ein Jesus, der am Kreuz leidet, um alle Menschen zu verlösen, dem wir aber es keinesfalls abnehmen es wirklich zu tun und der nur alle Superfrommen erlöst. Leider bin ich nicht superfromm, aber wie der Papst, mein Kirchenpräsident und wie das unbekannte Lieschen Müller ein von Gott sehr geliebter Mensch, der dennoch auf Erden immer ein Sünder bleibt. Aber ich versuche aus der Vergebung Christi zu leben, was wir alle tun sollten.
Nun müssen und können wir nicht alles auflösen, es gibt über ganz viele Fragen keine Antworten, weder in philosophische Form, noch auch im theologischen Gewand. Ich muss da meine ganze Hoffnung auf Gott setzen daß er wusste, warum er Mensch wurde, am Kreuz starb und damit jeden Menschen völlig unverdient freigesprochen hat. Und natürlich schreibe ich dies nicht um den Glauben hier zu marginalisieren, sondern daß wenigstens wir die wir uns Christinnen und Christen nennen, wirklich die Liebe leben. Dann müssen wir auch Gott glauben, daß er Liebe ist. Denn die Kriege und die Hölle haben wir erfunden. Ich kann mir nicht vorstellen, Gott habe zur alttestamentarischen Zeit die Kriege der Israeliten geführt oder befürwortet. Dann müsste sich die Ev. Kirche des Nachkriegsdeutschland eines Irrtumes bezichtigen, hatte sie doch reumütig eingestanden, daß Krieg immer von Gott nicht erwünscht und wirkliche Sünde ist. Dies hatte zwar unmittelbar mit dem Dritten Reich zu tun, aber kann nicht nur für einen Sonderfall gültig sein. Niemals würde ich sagen, wir müssten keine Mission und keine Evangelisation betreiben, oder sollten auch eine sehr ernsthafte Frömmigkeit nicht für notwendig halten. Aber darum geht es ja nicht.
Leider habe ich – will ich noch etwas als versuchten Humor einfügen – den Verdacht, sie wollten den alten Drewermann-Witz kultivieren. Der hatte im Himmel eine lange Aussprache mit Gott, in dem er ihm alle seine Versäumnisse vorwarf. So trat der Schöpfer aller Dinge aus seiner Haustür und beklagte sich bitter, er habe auf der ganzen Strecke versagt. Will sagen: Gott kann sich nicht irren und er wird auch seine Liebe nicht ablegen.
Wenn wir Gott begegnen wird alles gut
Wenn die Hoffnung ein Prozess ist, dann muss ich mich hierauf einlassen. Aber ist dieses sich Einlassen nicht eindimensional, sondern doch sehr vielschichtig, gehört auch der Glauben als eine große Hoffnung auf diese Wegstrecke. Mehr haben wir oft nicht als diese Hoffnung. Denn wenn wir die Wirklichkeit wie in einem dunklen Spiegel sehen, sich unsere relative Wahrheit nur unvollkommen hier widerspiegelt, dann ergeht es uns wie Petrus. Vielleicht ist es manchmal eher ein Übel als gute Rechtgläubigkeit, biblische Wahrheit auch symbolisch eher tiefer und nie oberflächlicher wahrzunehmen. Denn Petrus geht voll Glauben sogar auf dem Wasser, aber mit dem Zweifel verliert er den Halt und sinkt. Ich denke, dass mir diese Geschichte nicht eine menschliche Unvollkommenheit erzählt, aber der Zweifel nicht zweckfrei ist. Da klärt eine alte Erinnerung an eine vor mehr als 50 Jahren stattgefundene Vertrauensübung über Vertrauen auf. Damals stand jeder einmal auf einem Bock, mit verbundenen Augen und wurde ermuntert, vertrauensvoll zu springen. Die Zumutung war, den Untenstehenden hier voll zu vertrauen und aufgefangen zu werden. In diesem Fall klärt das Wagnis des Sprunges darüber auf, daß sich das Vertrauen belohnt, aufgefangen und nicht auf dem harten Boden unserer Tatsachen aufgeschlagen zu sein.
Ich meine, nur so kann es auch mit Gott sein. Es kann Situationen geben, in denen ich mich – wie mit den verbundenen Augen – einfach in einen Existenziellen Akt – begeben muss. Mich also in die Arme Gottes zu werfen. Dann erlebe ich aufgefangen zu werden. Also bleiben eigentlich keine Zweifel, denn Begegnung mit Gott und seinem Geist sind durchaus sehr real. Sie waren für Saulus Realität, der vor Damaskus, eigentlich auf dem Weg die Christen zu verfolgen, plötzlich einem großen Licht begegnete. Es war Jesus und damit Gott selbst, an dessen Liebe er nicht vorbeigehen konnte und wollte. Aus Saulus wurde Paulus. Der Schock einer solchen Gottesbegegnung, Paulus erblindete kurzfristig, geht ins Allertiefste.
Manchmal müssen wir so tunneln. Und natürlich vermag dann nicht der Glaube alles, sondern die Realität Gottes. Es ist nicht unsere Kunst, so zu vertrauen, sondern die Wirkung des Heiligen Geistes. Daher glaube und hoffe ich zutiefst, daß Jesus völligen Erfolg hat damit, daß er auch für jeden Menschen ohne Ausnahme ans Kreuz ging und Erlösung bewirkte. Es kann sich zum Schluß beim Sterben niemand an Gott vorbeimogeln. Allerdings sitzt dann auf dem Thron des Universums kein großer Herrscher wie ein Antiker Machthaber, vor dem jeder aus Angst kuscht und der erbarmungslos die Abweichler einen Kopf kürzer macht. Wir begegnen dem Schöpfer aller Dinge, der in Jesus als sanftmütiger Herrscher kommt, die Kriege ächtet und einen Neuen Himmel und auch eine Neue Erde erschafft, in der nur noch Liebe herrscht. Während die Mächte und alle Herrscher:innen dieser Welt mit Macht, Gewalt und Angst regieren, egal ob in Demokratien oder in Diktaturen, genügt Gott seine Botschaft von Golgatha: Die Liebe hat gesiegt, Jesus ist auferstanden und im vollständigen Vertrauen sollte möglichst – am Ende eines Prozesses – keine große Angst mehr wabern. Die Liebe Gottes ist ausgegossen ohne jegliche Voraussetzungen wie im Idealfall jener Liebe von Eltern, die alle ihre Kinder und auch jene die ausgerissen oder sehr schwierig sind, dennoch einfach lieben. Unsere Schuld trennt uns nicht mehr vor Gott. Er hat vergeben. Es wird am Anfang alles gut. Aber man muss dann Wahrheit auch zulassen, nämlich dass die Liebe größer sein muss als Glaube und Vertrauen.