Wie glaubt ...?

Alexander Garth: Lukas-Evangelium ist „spannend geschriebene Recherche“

Pfarrer Alexander Garth lebt, um das Leben zu feiern. Wenn Jesus zu Besuch käme, würde er versuchen, ihn zu überraschen.

1. Was ist Ihr Lieblingsbuch aus der Bibel? Warum? 

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Das Lukas-Evangelium: gute und spannend geschriebene Recherche.

2. Wenn Jesus bei Ihnen zum Essen vorbeikommen würde, was würden Sie kochen? Und worüber würden Sie sich mit ihm unterhalten? 

Was ich kochen würde: Rinderbraten in Schokosoße. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Jesus als antiker Jude Schokolade kennt und das dann auch noch als leckere Soße mit Rinderfilet (Rezept).

Das will ich fragen: Die Schöpfung funktioniert nach „fressen und gefressen werden“. Kein Wunder, dass der Mensch auch nach diesem Betriebssystem funktioniert. Die Schöpfung spiegelt einen großen, herrlichen Gott wider, aber nicht unbedingt einen guten. Kannst du mir das erklären?

3. Was ist Ihr Zugang zu Gott? 

Deshalb, liebe Geschwister, können wir jetzt zuversichtlich in das Allerheiligste des Himmels hineingehen, denn das Blut von Jesus hat uns den Weg geöffnet. (Hebräer 10,19)

4. Welches Glaubensthema beschäftigt Sie in letzter Zeit? Warum? 

Warum boomt der christliche Glaube weltweit, während sich das Christentum in Europa und speziell in Deutschland im Niedergang befindet? Europa ist eine säkulare Insel im religiösen Meer. Warum ist das so und wie kann das müde und schwächelnde Christentum bei uns revitalisiert werden und zu missionarischer Dynamik finden?

5. Wofür leben Sie? 

Gott anbeten, Jesus verkünden, das Leben feiern.


Dieses Interview ist Teil unserer Serie „Wie glaubt … ? 5 Fragen, 5 Antworten“. Wir haben bekannten Christinnen und Christen Fragen zum Glauben gestellt. Unter anderem Ulrich Parzany und Margot Käßmann.

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4 Kommentare

  1. „Die Schöpfung spiegelt einen großen, herrlichen Gott wider, aber nicht unbedingt einen guten.“ Ach nee, der coole Herr Pfarrer (wahrscheinlich ist ihm die Bezeichnung Buddy lieber?) hat Kritik an Gottes Einstellung von gut und böse. Ja, wir können vieles nicht verstehen, weil es unserem subjektiven Gerechtigkeitsempfinden widerspricht, aber es wird doch eindeutig in der Schrift gesagt, dass wir in einer gefallenen Schöpfung leben. Hat er das geflissentlich überlesen?
    Und Herr Hehner glaubt, dass er immer Mensch bleibt. Nein, in der Ewigkeit haben wir einen verwandelten Leib und sehen Gott von Angesicht zu Angesicht, da stellen sich keine Fragen mehr. Ist völlig unnötig.
    Ja, wenn wir ernsthaft die Heilige Schrift lesen und nicht nur einzelne Passagen wie ich hier vermute, können wir das Handeln Gottes immer noch nicht begreifen, aber vertrauen, dass er es gut mit uns meint.

    • Sehr geehrte Bea, womöglich sorgt die Kürze hier für einen falschen Eindruck. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist Alexander Garth theologisch eher konservativ einzuordnen. Er sagte einmal über seine Gemeinde: „Wenn es um das Evangelium von der Rettung des Menschen geht, sind wir ziemlich konservativ.“
      Und als landeskirchlicher Pfarrer über die ev. Kirche: „Die Demokratisierung einer Volkskirche mache diese banaler und profilloser, so Garth. Das sei bei der evangelischen Kirche gut zu beobachten. Deren „geistlicher und physischer Zustand“ sei „noch schlimmer und die Auswirkungen der Säkularisierung noch verheerender als in der katholischen Kirche.“

      MfG, das Jesus.de-Team

    • Nachdenken über die Ewigkeit

      Nein, liebe Bea. Ich gebe Ihnen gerne recht, dass wir einen verwandelten Leib haben im Ewigen Leben. Aber jede/r bleibt ein Individium. Auch wie es in der Ewigkeit – vor allem – n i c h t zugeht, nämlich nicht in Form eines unendlich verlängerten irdischem Leben, darüber war mir wichtig zu schreiben. Natürlich glaube ich, dass es Gott gut mit uns meint. Sonst wäre nicht Jesus (ausdrücklich !!!) für alle Menschen gestorben, also für die Erlösung aller und die Erneuerung der gesamten Schöpfung. Im Übrigen glaube ich an die Realität von Nahtoderfahrungen. Menschen die dies erlebt haben, hatten das große Problem, dass sie das Großartige dieses Erlebnis auch in bildlicher Form kaum beschreiben konnten. Allerdings ist es ganz menschlich und auch uns immer erlaubt, sich über den Neuen Himmel und die Neue Erde Gedanken zu machen. Die Bibel schildert diese Neuschöpfung in ganz bunten Bildern. Was die Bibel sich erlaubt, ist auch uns genehmigt. Aber bildhafte Vorstellungen sind eben bildhaft. Und ich habe ja selbst in meinem Kommentar geschrieben, dass sich mit der Bildhaftigkeit auch Widersprüche erzeugen. Zum Schluss noch: Ich lese nicht einzelne Teile/Texte der Bibel, sondern sie ist große Bibliothek der Gotteserkenntnis und Glaubenserfahrung von Abraham bis Jesus. Die Berichte sind von Menschen, der Inhalt kommt aber von Gott. Ergo: Ich habe ein geistliches Verständnis des Glaubens. Gott befohlen, liebe Bea.

  2. Im Himmel wird anders gefeiert

    Alexander Garth würde Jesus leckeres zum Essen servieren. Ich würde Jesus fragen, der doch auch genauso Gott ist, ob er Humor hat. Außerdem liegt mir auf der Seele, dass alle Geschöpfe nach dem Prinzip „fressen und gefressen werden“ funktionieren. Sollten wir dies bereits auf Erden anfangen zu ändern ? Denn heute ist es fast schon möglich Fleisch zu züchten, welches kein Gehirn hat, also nicht leiden muss. Dies zum Thema Ethik. Aber vielleicht würde ich den Spieß umdrehen und bei meiner Einladung Jesus fragen, was er denn gerne essen würde ? Das wäre sehr spannend.

    Aber ich merke jetzt schon beim Schreiben, dass ich innere Widersprüche vermehre. Denn auch Jesus ist wirklich Gott und den kann niemand mit menschlichen Maßstäben messen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es im Himmel – wie ein Pfarrer humorvoll behauptete – für die Erlösten nur gesunde Schmalkost gibt, und in der Hölle jeden Tag ein wunderbaren Büffet. Eine solche Vorstellung vom Ewigen Leben wäre zudem absurd und nur eine von niemand auszuhaltende unendliche Verlängerung irdischer Existenz. Niemand kann von Ewigkeit zu Ewigkeit jeden Tag ein herrlicher Mahl einnehmen, oder auch nur vegetarisches verkosten. In Gottes Neuer Welt wird das Festmahl anders gefeiert und was auf Erden klein, unterdrückt und sehr gelitten hat, wird groß sein. Wenn die ganze Schöpfung erlöst wird, gehören auch die Tiere und Pflanzen dazu, so wie sie vielleicht im Paradies existierten. Möglicherweise gibt es in diesem Neuen Himmel und der Neuen Erde (einem anderen Universum) gar keine Zeit. Es kann damit auch niemand langweilig werden. Dann ist ein Augenblick die ganze Ewigkeit. Ich hätte allerdings Gott viel zu fragen. Aber kann ich dann wenigstens das jetzige Universum und die Unendlichkeit wirklich verstehen ? Denn ich bleibe immer Mensch und Gott bleibt Gott.

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