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Wunder à la carte: Das Miracle-Café serviert Burger, Gebet und Segen

Aliss Cresswell hat schon zwei Miracle-Cafés in Großbritannien gegründet. Im ersten Jahr geschahen 365 Wunder, wie sie sagt. Ihr Ziel: In jedem Land der Erde eine Filiale.

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Von Kerstin Hack

Das Außergewöhnliche im Miracle-Café: Auf der Speisekarte gibt es neben den Sektionen für Getränke und Speisen auch ein Menü für geistliche Erfahrungen. Da kann man unter anderem Gebet um Heilung, prophetische Impulse oder Segen bestellen. „Geliefert“ wird das dann von einem der festangestellten oder ehrenamtlichen Mitarbeiter des Cafés.

365 Wunder in einem Jahr

Gestartet hat die Idee in Chester, im Norden Englands. Die quirlige Aliss Cresswell mit ihren leuchtend roten Haaren hatte über viele Jahre hinweg gebetet, dass Gott sie gebrauchen würde, um Menschen zu heilen – fast ohne je greifbare Resultate ihrer Gebete zu sehen. Dann eröffneten sie und ihr Mann Rob ein Café in einem heruntergekommenen Stadtteil von Chester. Und vom ersten Tag an geschahen Wunder – praktisch jeden Tag. Genau 365 im ersten Jahr. Aliss hatte ein Tagebuch geschrieben, in dem sie alles festhielt und später publiziert.

In ihrem Buch „Übernatürlich natürlich“ erzählt sie einige der Geschichten. Die, die mich besonders beeindruckt hat, war, dass die Glassplitter, die in die Hand eines Mannes eingewachsen waren, nach Gebet an die Oberfläche kamen und mit einer Pinzette entfernt werden konnten. Sogar ein größeres Stück Scherbe, das aus dem Fuß des Mannes an die Oberfläche kam.

Wie bitte? Ja! „Jesus ist in uns. Er handelt in uns und durch uns“, sagt Aliss. Es mag sein, dass Aliss außergewöhnlich viele übernatürliche Dinge erlebt und besonders große Freude daran hat, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen. Doch es ist ihr Wunsch, dass alle Christen erleben, wie Gott durch sie handelt. Deshalb begann sie mit Trainingskursen online und vor Ort.

Gott spricht: „Beendet dieses Café“

Aliss sind besonders die Menschen wichtig, die Sehnsucht nach geistlichen Erfahrungen haben, aber diese besonderen Erfahrungen oft mithilfe okkulter Praktiken erleben. „Wenn diese Menschen die echte, übernatürliche Kraft von Jesus erleben, sind sie sehr offen dafür, ihm nachzufolgen. Ich erkläre ihnen immer, dass Jesus der einzige sichere Weg ist, um Zugang zum Übernatürlichen zu finden!“

Das erste Café in Chester musste geschlossen werden, weil die Behörden das Gebäude abrissen, in dem es sich befand. Ein zweites lief gut, Menschen fanden zu Jesus. Gott veränderte Leben. Doch dann sprach Gott: „Beendet dieses Café. Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Doch wenn es stirbt, bringt es viel Frucht.“

Aliss und ihr Mann Rob gehorchten dem Reden Gottes, auch wenn sie es nicht wirklich verstanden. Sie investierten fünf Jahre lang nur in die Schulung und das Training von Hunderten von Menschen, denen sie beibrachten, wie man für Kranke betet, geistliche Impulse weitergibt und Menschen wirkungsvoll dient.

In jedem Land der Erde ein Miracle-Café

Dann empfanden sie von Gott das Okay, wieder ein Café zu eröffnen. Diesmal in der alten Bischofs- und Universitätsstadt Bangor in Wales. Und nicht nur eins. „Es ist unser Ziel, in jedem Land der Erde mindestens ein Miracle-Café zu eröffnen. Wie viele Länder gibt es eigentlich? Keine Ahnung. Ah, Google sagt 195! Also, viele, viele Cafés überall auf der Welt.“

Das Konzept ist einfach. Sie wollen einen schönen, offenen Ort schaffen, an dem Menschen sich wohlfühlen und gutes Essen und leckeren Kaffee genießen können. Das Besondere ist, wie schon erwähnt, das geistliche Menü. Neben der normalen Speisekarte gibt es eine geistliche Speisekarte, von der man aus einer Auswahl „geistlicher Speisen“ bestellen kann.

Nicht gewinnorientiert

Eine der Mitarbeiterinnen, Claire, erklärt mir: „Was ich am Café liebe, ist, dass es eine Atmosphäre hat, in der sich Menschen wohlfühlen. Auch viele von denjenigen, die kein Gebet wünschen, spüren, dass hier etwas anders ist.“

Ryan, ein junger Mann in den 20ern, ergänzt: „Ich habe Kriminologie und Polizeiwesen studiert. Vor knapp einem Jahr wurde ich gebeten, ob ich auf einer Konferenz, bei der Aliss Cresswell sprach, Security machen würde. Ich hatte auf der Konferenz nicht viel zu tun, hörte zu, und als die Frage kam, ob ich mein Leben Jesus geben wollte, war mir klar: Das will ich. Was ich liebe, ist, dass es mit dem Glauben nicht so ist wie in der Schule, wo man irgendwann seinen Abschluss macht. Man wächst immer weiter. Jeden Tag.“

Heute arbeitet er mit seiner Frau Lauren als Manager für Neuentwicklung – der Plan ist, dass überall in Großbritannien und darüber hinaus solche Cafés entstehen. Die Finanzierung erfolgt über einen Verein, die Cafés müssen die harten Kosten erwirtschaften und die angestellten Mitarbeiter bezahlen, aber sie sind nicht gewinnorientiert. So können sie sich etwas günstigere Preise leisten – und vor allem die Zeit, für Menschen zu beten und mit ihnen zu reden. Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten, unterstützen die fest angestellten Mitarbeiter.

Ryan selbst hat ein dramatisches Wunder erlebt. Er brach sich beim Skateboardfahren den Arm, war im Krankenhaus und konnte den Arm nicht mehr bewegen. Nach Gebet in der Trainingsgruppe für geistliches Leben, die einmal wöchentlich abends im Café stattfindet, erlebte er sofortige, vollständige Heilung und Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Doch es sind nicht die dramatischen Ereignisse, die Ryan besonders liebt, sondern die kleinen Momente: „Viele Menschen, die hierherkommen, haben ein negatives Bild von Christen und von dem, was Glauben bedeutet. Hier erleben sie oft zum ersten Mal eine von Christen geprägte Atmosphäre – angefangen von der Musik bis hin zu den Angeboten für Gebet und Gespräch. Das hilft ihnen, Vorurteile abzubauen. Meine Mutter und meine ganze Verwandtschaft bezeichnen sich selbst als Atheisten. Aber sie kommen regelmäßig ins Café, weil sie die Atmosphäre lieben.“

„Mir liegen besonders die jungen Menschen am Herzen. Unsere Generation ist hungrig nach Gott.“

Claire erklärt: „Das ‚geistliche Menü‘ mit den Angeboten für Gebet, Prophetie und Heilung gibt uns ja viele Anknüpfungspunkte zum Gespräch – Leute fragen oft nach, was das genau ist. Ich habe die Ohren gespitzt und aufmerksam zugehört, als Todd, ein anderer Mitarbeiter, einer Frau ganz entspannt erklärte, was Leben mit Gott bedeutet.“

„Mir liegen besonders die jungen Menschen am Herzen“, ergänzt die Mittzwanzigerin Lauren. „Unsere Generation ist hungrig nach Gott. Sie probiert alles Mögliche aus. Ich wünsche mir, dass mehr Orte wie dieses Café entstehen. Wir werden noch ein paar Monate hier in Bangor das Team aufbauen und dann in England das nächste Café starten.“

Kerstin Hack arbeitet als Verlegerin, Autorin und Coach und lebt auf einem Hausboot an der Spree.

Bei amen.de kannst du deine Sorgen Menschen anvertrauen, die dafür zu Gott beten.


Ausgabe 4/22

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift JOYCE erschienen. JOYCE ist Teil des SCM Bundes-Verlags, zu dem auch Jesus.de gehört.

1 Kommentar

  1. Ich habe einige Wunder Gottes bereits erlebt, aber eins war ganz besonders. Ich hatte 1996 auf der Spitze eines Berges in Österreich einen epileptischen Anfall (ich hatte zu der Zeit Epilepsie), aber als ich aufwachte, lag ich nicht unten im Tall und war auch noch nicht im Himmel, sondern stand auf meinen beiden Beinen. Das war übernatürlich, denn man fällt schon runter, wenn man bewusstlos wird. Ich hatte aber schwere epileptischen Anfälle mit Krämpfen. So hat sich Gott mir als mein Beschützer offenbart und seitdem Tag habe ich keine Angst mehr, dass mir was Schlimmes passieren kann.

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