Giuseppe „Pino“ Fusaro: Pellegrino – Vom Playboy zum Pilger

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Giuseppe Pino Fusaro – kurz Pino genannt – wird im Oktober 1962 als Sohn italienischer Gastarbeiter in Deutschland geboren. Allerdings verbringt er immer wieder auch Jahre in Italien und verliert dadurch den Anschluss in Deutschland. Er beginnt zu rebellieren, die Schule zu schwänzen und ist heilfroh, als er diese mit 14 Jahren verlassen darf.

Er beginnt zunächst eine Lehre, doch lieber hilft er in einer Pizzeria und konzentriert sich ver-stärkt darauf, erfolgreicher Gastronom zu werden. Mit Fleiß und Ausdauer arbeitet er sich langsam hoch und so hat er bereits als junger Man sein erstes eigenes Lokal.

Nun ist Pino in seinem Element, kann er Gas geben. Er hat Geld, schöne Frauen und Autos. Um sein rastloses Leben durchzustehen, nimmt er Drogen und Alkohol. Häufig ist er in Schlägereien verwickelt, gilt als gewalttätig und gefährlich. Als Kleinkrimineller ist er an Waffenverkauf, Diebstahl, Urkundenfälschung und Förderung der Prostitution beteiligt. Schließlich landet er im Knast.

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Trotz dieser Vergangenheit avanciert er später zum Promi-Wirt, arbeitet als Model und hat beste Kontakte. Doch irgendwann kommen Fragen in ihm hoch: Sollte das alles gewesen sein? Glücklich und zufrieden ist er immer noch nicht. Je mehr Geld und Anerkennung er bekommt, umso deutlicher spürt er, dass das seine innere Leere nicht ausfüllen kann.

Auf seiner Suche nach Ruhe und Frieden begegnet er auf einer Veranstaltung dem Dalai Lama. Er fängt an, sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen und zu meditieren. Von Nürnberg aus pilgert er auf dem Jakobsweg nach Nordspanien. Zu diesem Zeitpunkt ist er Buddhist, setzt sich aber auch mit dem Christentum auseinander. Schritt für Schritt lässt er sein altes Leben hinter sich, doch Zuhause holt ihn sein Getriebensein wieder ein. Er fällt in eine heftige Depression und will sich das Leben nehmen. Doch dann stößt er auf die Wahrheiten der Bibel und findet endlich das, was ihn hält und trägt. Heute weiß er: ohne seinen Glauben würde er nicht mehr leben.

Die erste Häfte des Buches beschreibt die unglaubliche Lebensgeschihcte dieses erstaunlichen Mannes. Manches Mal dachte ich, das ist aber doch ein bisschen dick aufgetragen. Aber im zweiten Teil kommt die Person „Pino“ zum Vorschein. Über diese Zeit schreibt er selbst, dass er zum ersten Mal mit seinem Herzen in Berührung kam. Gerade diese Ausführungen haben für mich das Buch interessant und wertvoll gemacht. Es ist spannend und spritzig geschrieben und verleitet dazu, es in einem Rutsch durchzulesen. Viele Bilder ergänzen die einzelnen Kapitel und illustrieren seinen Lebenslauf.

Von Ingrid Bendel

Leseprobe (PDF)

 

Verlag: adeo
ISBN: 978-3-86334-222-7
Seitenzahl: 224
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Liebes Team,
    korrigiert doch bitte bitte den Namen des Autors 😉
    Herzliche Grüße, Karin

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