Wie auf dem Kirchentag: Wenn Margot Käßmann das Audimax füllt
Kirchentagsatmosphäre: Die Zuhörer drängeln, die Fotografen sorgen für ein Blitzlichtgewitter. Und mittendrin: Margot Käßmann. Deutschlands bekannteste Protestantin hält ihre Antrittsvorlesung als Gastprofessorin an der Ruhr-Universität in Bochum.
Migration: Europäische Kirchen beklagen Fremdenfeindlichkeit
Eine wachsende Fremdenfeindlichkeit registrieren protestantische Kirchen in Italien, Frankreich und den Niederlanden. So hätten etwa die drastische Gesetzgebung und die Roma-Abschiebungen in Frankreich zu einem negativen Bild aller Fremden geführt, sagte der französische Pfarrer Didier Crouzet am Mittwoch in Bad Neuenahr am Rande der Synode der rheinischen Landeskirche. In der Öffentlichkeit würden alle «Zigeuner» als Verbrecher wahrgenommen. Darauf habe die Reformierte Kirche von Frankreich auch die Regierung hingewiesen. Auch die Protestantische Kirche in den Niederlanden habe sich deutlich gegen fremdenfeindliche Tendenzen etwa des Rechtspopulisten Geert Wilders positioniert, sagte Generalsekretär Arjan Plaisier. In Italien gebe es eine regelrechte «Xenophobie», beklagte Pfarrer Emanuelle Fiume von der Evangelischen Kirche der Waldenser und Methodisten. Das zeige sich auch in der Flüchtlingspolitik von Regierungschef Silvio Berlusconi. Italien sei für viele Migranten die Tür nach Europa. «Diese Tür wird im Moment in Libyen geschlossen», sagte Fiume. Die Waldenser, eine protestantische Minderheitskirche in Italien, engagieren sich nach seinen Worten stark in der Flüchtings- und Menschenrechtsarbeit. Auch für andere protestantische Kirchen in Europa ist die Arbeit für und mit Migranten ein wichtiges Thema. Viele evangelische Gemeinden in den Niederlanden müssten sich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie protestantische Zuwanderer aus Afrika ins Gemeindleben integrieren könnten, sagte Plaisier. In manchen Gemeinden der kleinen Reformierten Kirche von Frankreich ist nach den Worten von Pfarrer Crouzet sogar die Hälfte der Mitglieder afrikanischer Abstammung. Manchmal gebe es auch Probleme zwischen alteingesessenen und zugewanderten Gemeindegliedern, berichtete Guy Liagre, Präsident der Vereinigten Protestantischen Kirche von Belgien.
Bonn: Pater Siebner wird neuer Rektor des Aloisiuskollegs
Der Jesuitenpater Johannes Siebner wird ab Sommer neuer Rektor des Bonner Aloisiuskollegs.
Evangelische Kirche: Konfi-Unterricht für Behinderte soll gefördert werden
Die Evangelische Kirche im Rheinland will geistig behinderte Jugendliche verstärkt in den Konfirmandenunterricht einbeziehen. Zwar kämen in den Konfirmandengruppen Gymnasiasten und Hauptschüler zusammen, doch fehlten bislang Jugendliche aus Förderschulen, heißt es im Textentwurf «Konfirmandenarbeit und Konfirmation», über den diese Woche die rheinische Landessynode in Bad Neuenahr berät. In der Konfirmandenarbeit sei die sogenannte Inklusion bereits seit rund 20 Jahren Thema, werde aber in den Gemeinden bislang nur sporadisch umgesetzt, sagte der evangelische Bildungsexperte Klaus Eberl, der auch Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Eberl sieht große Chancen im gemeinsamen Konfirmandenunterricht von behinderten und nicht behinderten Jugendlichen. «Jugendliche sollen voneinander lernen», sagte er dem epd. Vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention wolle die rheinische Kirche die gleichberechtigte Teilhabe von Jugendlichen unterschiedlicher Bildungs- und Förderniveaus weiterverfolgen und ausbauen, hieß es weiter. Nach evangelischem Verständnis werde kein Jugendlicher als bildungsfern oder bildungsunfähig betrachtet, sondern der Konfirmandenunterricht setze auf die volle und gleichberechtigte Teilhabe aller. Nach einer EKD-Studie lassen sich 90 Prozent der evangelischen Jugendlichen konfirmieren, rund 250.000 besuchen in jedem Jahr den Konfirmandenunterricht. Er sei damit «ein Erfolgsmodell und ein wesentlicher Teil kirchlicher Bildungsarbeit», heißt es. Damit die Bindung Jugendlicher an die Kirche nicht mit der Konfirmation ende, müssten Konfirmanden- und Jugendarbeit aber besser verzahnt werden.
Sudan-Referendum: Erforderliche Stimmenzahl für Gültigkeit erreicht
Das Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudans wird rechtsgültig.
„Il Giornale“: Baldige Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. immer wahrscheinlicher
Die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. steht offenbar unmittelbar bevor.
Zentralrat der Muslime: Verärgerung über islamkritische Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden
Der Zentralrat der Muslime (ZMD) ist verärgert über kritische Äußerungen des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, zum Islam.
Eingesperrt aber frei: Ekstatische Gebetszeiten im evangelikalen Gefängnis
"Unidad 25" ("Einheit 25") ist das weltweit einzige evangelikale Gefängnis. Der "Deutschlandfunk" hat die Arbeit der Einrichtung in Buenos Aires in einem Beitrag vorgestellt.
Besserer Schutz gefordert: Islamverband sorgt sich nach Anschlägen um Moscheen
Nach dem neuen Brandanschlag auf eine Berliner Moschee am vergangenen Wochenende fordert der Koordinationsrat der Muslime (KRM) mehr Schutz für islamische Gotteshäuser in Deutschland. «Die Serie von Übergriffen auf Moscheen muss endlich ein Ende finden», erklärte KRM-Sprecher Erol Pürlü am Dienstag in Köln. «Solche verbrecherischen Taten können auch Resultat eines angespannten gesellschaftlichen Klimas sein.» Deshalb sei auch die Politik gefragt, sich stärker für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag im Berliner Stadtteil Wilmersdorf versucht, die Eingangstür einer Moschee anzuzünden. In den zurückliegenden Monaten wurden in Berlin bereits mehrfach Brandanschläge auf islamische Einrichtungen verübt.
„Weder Amt noch Mandat“: Käßmann lehnt Guttenbergs Einladung nach Afghanistan ab
Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, wird nicht mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach Afghanistan fahren.
