EKD: Ratsvorsitzender Schneider will deutsche Soldaten in Afghanistan besuchen
Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, will noch in diesem Jahr die deutschen Soldaten in Afghanistan besuchen.
Missbrauchsskandal: Bundesregierung will nur einen Runden Tisch
Die Bundesregierung will nach den Worten von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nun doch nur einen Runden Tisch zu den Missbrauchsfällen ins Leben rufen. Sie halte es für eine gute Idee, «die gesamte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zu bündeln», sagte die Ministerin der «Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Mittwoch. «Wir sind derzeit innerhalb der Bundesregierung im Gespräch, um möglichst schnell, vielleicht bereits am 23. April, mit einem breit aufgestellten Gremium starten zu können.»
Islamkonferenz: Uneinigkeit unter Muslimen über Teilnahme
Innerhalb der Muslime herrscht weiterhin große Uneinigkeit über eine Teilnahme an der Deutschen Islamkonferenz. Während die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) am Dienstag Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) schwere Vorwürfe machte, attackierte die türkischstämmige Soziologin Necla Kelek die muslimischen Verbände scharf.
Verwaltungsgericht Hannover: Evangelische Kirche bleibt «christlich»
Die evangelische Kirche darf sich weiter «christlich» nennen. Das Verwaltungsgericht Hannover lehnte eine dagegen gerichtete Klage der Glaubensgemeinschaft «Das Universelle Leben Aller Kulturen Weltweit» am Dienstag als unzulässig ab.
Insolvenz angemeldet: Syrisch-orthodoxe Kirche in Deutschland offenbar zahlungsunfähig
Die Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland mit Sitz im nordrhein-westfälischen Warburg ist laut einem Zeitungsbericht offenbar zahlungsunfähig. Ein Gemeindemitglied habe beim Amtsgericht Paderborn einen Insolvenzantrag gestellt, berichtet das in Bielefeld erscheinende «Westfalen-Blatt» (Dienstagsausgabe). Die Erzdiözese komme Zahlungsverpflichtungen für Energiekosten für ihr Kloster in Warburg nicht mehr nach.
Bischofskonferenz: Missbrauchs-Hotline startet am 30. März
Die katholische Deutsche Bischofskonferenz startet ihre bundesweite Hotline zur Information in Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich am 30. März.
Justizminister Hahn: Verjährungsfristen bei Missbrauch nicht verlängern
Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hat sich gegen eine Verlängerung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch ausgesprochen. Eine Ausweitung allein der Verjährungsfristen «widerspräche dem Rechtssystem», erklärte Hahn am Montag in Wiesbaden. Die Fristen für die Verjährung von Straftaten richteten sich laut Strafgesetzbuch (StGB) nach dem jeweiligen Höchstmaß der im Gesetz angedrohten Freiheitsstrafe.
Ägypten: Übergriffe auf koptische Minderheit
In der vergangenen Woche ist es im nordägyptischen Küstenort Mersa Matrouh, rund 260 km westlich von Alexandria, erneut zu pogromartigen Übergriffen gegen einheimische Kopten gekommen. Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), sollen 2.000 bis 3.000 extremistische Muslime nach dem Abendgebet „Allah ist größer“ und andere islamische Parolen skandiert und Steine geworfen haben. Insgesamt sollen 22 Geschäfte und Werkstätten von Kopten verwüstet, 18 Häuser und eine Reihe von Autos in Brand gesteckt worden sein.
Neutralitätspflicht: Kreuze in Düsseldorfer Gerichtssälen bleiben abgehängt
In den Düsseldorfer Gerichtssälen werden auch künftig keine Kreuze hängen. Die Neutralitätspflicht des Staates kann nach Ansicht der Gerichtspräsidenten am Besten dadurch verwirklicht werden, dass auf religiöse Symbole in den Sitzungssälen verzichtet wird. Hingegen sehen die Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche in dem Aufhängen von Kreuzen keinen Verstoß gegen die Neutralitätspflicht des Staates.
München: Ausrangierte Fahrräder für Kirchentag gesucht
Mit einem Fahrradverleih-Angebot für seine Besucher will der Ökumenische Kirchentag im Mai in München einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Am Montag forderten die Veranstalter dazu auf, ausrangierte Räder zu spenden. Die Münchner können ihre Fahrräder in gemeinnützige Werkstätten bringen, wo sie wieder auf Vordermann gebracht und anschließend den Kirchentagsbesuchern zur Verfügung gestellt werden.
