Eine ganz besondere – spannend zu lesende – Romanbiografie, die auf Basis von einer Recherche aus John Newtons Schriften geschrieben wurde.
Der junge John Newton lebte im Jahr 1725 in England. Es war eine Zeit, wie wir uns sie heute nicht mehr vorstellen können. Deshalb ist es spannend, in das Denken von damals einzutauchen – ein uns total fremdes Leben. Es ist spannend, den jungen John kennenzulernen, der früh seine Mutter verlor und in einem Internat aufwuchs. Bei seinem Vater, einem erfahrenen Kapitän, doch harten Mann, konnte er nie genügen. So traf der junge rebellische John immer wieder Entscheidungen, die ihn in heftige Bedrängnisse und Schwierigkeiten, ja sogar in Lebensgefahr brachten.
Fesselnd, doch zugleich schwer zu lesen sind die Berichte über den Sklavenhandel, der damals betrieben wurde und in welchem auch John aktiv war. Die Qualen der Sklaven auf den Schiffen und die menschenunwürdige Behandlung dieser Menschen sind brutal. Unvorstellbar, wie die Sklavenhändler ohne Skrupel Menschen fesselten und mitnahmen, Familien auseinanderrissen, Kinder verkauften. Unverständlicherweise war dies für die Händler, auch für John, ein ganz normales, legales Geschäftsmodell.
Man fiebert und ängstigt sich mit, als John immer wieder in gefährliche Bedrängnisse mit ungewissem Ausgang gerät. John findet dadurch zu Gott. Er erlebt Gottes vergebende Gnade und ist davon so berührt, dass er sein Leben grundlegend ändert. Das Lied „Amazing Grace“, welches aus John Newtons Feder stammt, zeugt von diesem tiefen Erkennen von Gottes barmherziger, liebender, überfließender Gnade.
Dieses Buch ist zwar sehr krass zum Lesen, doch genauso spannend und informativ über die damaligen Zeiten des Sklavenhandels und macht tief betroffen wie dies möglich war. Es ist berührend, wie John Newton Gottes Gnade erlebt und das Lied „Amazing Grace“ entsteht.
Von Christa Keip
