Dieser bezaubernde Roman entführt uns in den 1820er Jahren in die kleine Stadt Ivy Hill, England. Richard Brockwell ist ein Playboy, der vom Geld seiner Familie in London lebt. Seine Mutter hat ihn gerufen. Er soll zu Weihnachten nach Hause kommen oder die finanzielle Unterstützung wird eingestellt. Richard hat keine Wahl und begibt sich auf die Heimreise, die sich so ganz anders entwickelt als das, was er dachte. Vor, während und nach seiner Reise drohen ein Hund, ein Junge und eine schöne Frau, sein verschlossenes Herz zu öffnen. Wird Gott den Rest erledigen?
Die Charaktere sind gut geschrieben und einprägsam. Ich fand es spannend, die Entwicklung von Richard zu verfolgen, während er mit seiner Familie zusammen ist, sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und seine Zukunft neu ordnet. Natürlich kommen auch die unschuldigen Romanzen nicht zu kurz, aber besonders gefreut habe ich mich über witzige Dialoge, die mich manches Mal zum Schmunzeln gebracht haben.
Die Geschichte ist eine Geschichte von Wohltätigkeit und zweiten Chancen, Enttäuschung, Vergebung und Liebe. Es ist eine gute Geschichte, unterhaltsam, nicht zu banal, mit gerade genug Konflikten, um das Interesse zu wecken. Diese wundervolle Novelle wird jeden ansprechen, der mit Vergebung zu kämpfen hat, und jeden, der sich nach einer Chance sehnt, altes Unrecht zu berichtigen.
Einige der Charaktere sind bekannte Freunde, wie sie in früheren Büchern der Serie um Ivy Hill erschienen sind. In diesem Buch bekommt der Leser zudem einen Blick darauf, wie eine Weihnachtsfeier vor 200 Jahren ausgesehen hat. Es war interessant, über verschiedene Bräuche zu lesen. Am Ende gibt es sogar ein Keks-Rezept!
Von Ingrid Bendel
