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„Wir möchten das tun, was Gott uns aufs Herz gelegt hat“

Amy und Patrick Jakucs sind Lobpreisleiter in der Urban Life Church. Im Interview erzählen sie von ihrem Familienleben, der Musik und ihrem ersten gemeinsamen Album.

Ihr habt beide bei „The Voice of Germany“ mitgemacht, aber unabhängig voneinander. Wie war das für euch?

Patrick: Bei mir war das 2014, es war eine wertvolle Erfahrung. Ich war 21 Jahre alt und wollte gar nicht unbedingt mitmachen. Dann habe ich mich doch angemeldet. Ich hatte keine großen Erwartungen, bin aber von Runde zu Runde weitergekommen. Das Produktionsteam war unheimlich professionell und wertschätzend. Die Erfahrung, im Fernsehen und im Format von The Voice zu sein, war echt spannend. Ich konnte an vielen Dingen arbeiten.

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Amy: Ich war vier Jahre später dran. Wir waren frisch verheiratet und Patrick hat mich angemeldet, ohne dass ich davon etwas wusste. Die Aufnahmen waren megaspannend. Man geht durch das Bühnenbild, schaut nach einem passenden Outfit, geht in die Maske, dann zur Probe. Das macht Spaß. Man lernt krasse Leute kennen, mit einigen habe ich immer noch Kontakt. Ich konnte viel mitnehmen.

Seid ihr auch zusammen im Musikdienst in der Urban Life Church?

Amy: Ja, wir sind beide Lobpreisleiter, aber eher unabhängig voneinander. Manchmal erinnern wir einander daran, wer als Nächstes dran ist. Wenn wir gemeinsam eingeteilt sind, freuen wir uns umso mehr.

Patrick: Im Moment ist das eher schwierig mit den Kindern. Aber wenn wir gemeinsam Lobpreis machen, ist es besonders, weil wir ein eingespieltes Team sind. Es steckt eine große Kraft in der Einheit, die wir als Ehepaar haben.

Ihr lebt zusammen, ihr dient zusammen, steht ihr euch da manchmal auf den Füßen?

Amy: Ja, auf jeden Fall. Wir arbeiten im Lobpreis sehr unterschiedlich, bereiten uns sehr unterschiedlich vor, und das ist schon spannend. Ich habe mal zu Patrick gesagt, dass es gut ist, dass wir uns so gut verstehen – wir schmeißen den Haushalt zusammen, wir arbeiten zusammen, wir dienen zusammen, da ist auch Fläche für Konfrontation. Die muss man aushalten können. Wir müssen lernen, die Stärken des anderen zu schätzen, mit den Schwächen umzugehen und einander zu ergänzen.

Patrick: Es hilft, uns vor Augen zu führen: Es ist nicht umsonst, dass wir verheiratet sind und auch im Dienst zusammen sind. Es hat Zeit gebraucht, das alles zu managen, aber es ist voll der Segen. Manchmal denke ich mir: Es wäre auch easy, wenn nur einer von uns Musik machen würde, dann wäre das mit Events kein Problem. Da müssen wir jetzt mehr aushandeln und organisieren.

Was hilft euch, nach einer Konfrontation wieder runterzukommen?

Amy: Da sind wir ganz unterschiedlich, das musste ich erst lernen. Patrick braucht immer Zeit und Raum, um etwas zu verarbeiten. Ich möchte am liebsten alles direkt klären. Wenn wir Zeit hatten, aus der Eskalation herauszugehen, können wir deutlicher und verständlicher miteinander reden, aufeinander hören und uns versöhnen.

Patrick: Dabei können wir auch unsere Konflikte reflektieren und überlegen, was wir tun können. Aktuell sanieren wir unser Haus, das ist viel Arbeit. Da ist man dünnhäutiger, und wir müssen darauf achten, gnädig miteinander zu sein.

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Ihr habt gemeinsam ein Album aufgenommen. Wie kam es dazu, und wie habt ihr das mit zwei Kindern hinbekommen?

Patrick: Die Idee kam von meinem Kollegen in der Musikabteilung im SCM Verlag. Er kam vor zwei Jahren auf mich zu und sagte, er sucht nach einem Worship-Duo. Da hatte er an uns gedacht. Uns hatte das auch schon einige Zeit vorgeschwebt, wir konnten es aber nie umsetzen. Als der Auftrag kam, haben wir das als offene Tür gesehen. Es wurde klar, dass Gott das will. Es hat einen gewissen Druck aufgebaut, der uns motiviert und vorangebracht hat. Dadurch mussten wir uns strukturieren und unseren Weg finden.

Amy: Dann konnten wir konkret planen, Oma und Opa für die Kids einspannen, den Aufnahmetag anpeilen, Lieder aussuchen und alles einspielen. Bis zur Woche vor der Geburt unseres zweiten Kindes haben wir jeden Abend geprobt, Stimmen eingesungen und so weiter. Das war echt herausfordernd. Kind ins Bett legen, loslegen, fertig werden. Aber es hat richtig Spaß gemacht, und am Ende hat alles gut geklappt.

Wie habt ihr die Auswahl für die Lieder getroffen?

Amy: Wir haben überlegt, welche Songs uns in den letzten Jahren bewegt und geprägt haben. Teilweise sind es Lieblingslieder von uns.

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Patrick: Genau, wir haben uns eine Auswahl aufgeschrieben und die fünf Lieder rausgesucht, die uns am meisten gefallen.

Welches Lied hat für euch eine besondere Bedeutung?

Amy: Für mich ist das „Güte von Gott“. Ein Lied, das in mir so eine Dankbarkeit auslöst. Immer, wenn ich es singe, bin ich unfassbar dankbar dafür, Gott zu kennen, ihn zu lieben und seine Treue erleben zu können.

Patrick: Für mich ist es „Heilig für immer“. Einerseits erinnert es mich an „alte“ Melodieläufe früherer Lobpreislieder. Zum anderen finde ich die Aussage stark, dass Gott auf dem Thron sitzt und niemand, weder im Himmel noch auf Erden, neben ihm regiert. Er ist der Höchste und der König und dabei für immer heilig. Das bewegt mich und ist so wichtig. Egal in welcher Zeit wir leben – der eine, über dem niemand anderes steht, ist bei uns und mit uns. Und er streckt sich danach aus, dass wir mit ihm wieder vereint sind und in Gemeinschaft leben.

Worauf möchtet ihr in 20 Jahren zurückschauen?

Patrick: Ich möchte, dass wir sagen können: Wir sind drangeblieben und haben die Dinge gemacht, die Gott uns aufs Herz gelegt hat. Wir haben nicht das Handtuch geworfen, weil etwas nicht geklappt hat. Ich hoffe, dass wir die Disziplin und die Kraft haben, durchzuhalten.

Amy: So geht es mir auch. Ich wünsche mir, dass wir weiter Songs geschrieben, Alben rausgebracht und Gott die Ehre gegeben haben. Ich möchte nichts verpassen und nicht sagen müssen, ich hätte nicht alles gegeben.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Marcus Beier. Die EP Akustik Worship mit Amy & Patrick ist bei Gerth Medien erschienen und kann hier gestreamt werden. Transparenzhinweis: Gerth Medien gehört wie Jesus.de zur SCM Verlagsgruppe.



Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift FamilyNEXT erschienen. Family und FamilyNEXT werden vom SCM Bundes-Verlag herausgegeben, zu dem auch Jesus.de gehört.

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