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100 Geistliche bei ICE-Protest in Minneapolis vorübergehend verhaftet

Rund 100 Geistliche wurden bei einem Protest gegen ICE-Verhaftungen am Flughafen Minneapolis festgenommen. Sie forderten ein Ende der Deportationen in Minnesota.

Am Minneapolis–St. Paul International Airport sind am Freitag rund 100 Geistliche festgenommen worden. Das berichten der US-Sender CBS Minnesota und weitere US-Medien übereinstimmend. Die Aktion richtete sich gegen Verhaftungen durch die Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota. Organisatoren erklärten, dass bereits etwa 2.000 Menschen über den Flughafen abgeschoben worden seien.

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Die Demonstrierenden beteten, sangen und erzählten öffentlich die Geschichten von Menschen, die von ICE festgenommen wurden. Auch zwölf Flughafenbeschäftigte seien betroffen, teilten Gewerkschaften mit. Unter den Festgenommenen war die Pastorin Mariah Tollgaard von der Hamline Church United Methodist in St. Paul. Sie sagte: „Dies ist ein extremer Moment in Minnesota. Ich fühle mich religiös verpflichtet, für meine Nachbarinnen und Nachbarn einzustehen. […] Wir haben immer wieder gesehen, dass sie US-Bürger verhaften, dass sie Menschen verhaften, die eine Aufenthaltsgenehmigung haben.“

Die Metropolitan Airports Commission hatte die Veranstaltung im Vorfeld genehmigt, jedoch mit einer Obergrenze für Teilnehmende. Diese wurde überschritten, teilte die MAC mit. Daraufhin nahm die Flughafenpolizei rund 100 Geistliche wegen Hausfriedensbruchs, Störung des Flugbetriebs und Nichtbefolgens von behördlichen Anweisungen fest. Anschließend seien die Geistlichen wieder freigelassen worden, heißt es.

Die Organisatoren kündigten an, ihre Forderung nach einem sofortigen Ende der ICE-Festnahmen weiterhin öffentlich zu vertreten. Die Proteste in Minnesota waren eskaliert, nachdem ein ICE-Beamter die US-Bürgerin und dreifache Mutter Renee Good am 7. Januar erschossen hatte.

Quellen: CBS, Deutsche Welle, AP, Irish Times.

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8 Kommentare

  1. Nun gibt es einen weiteren Toten bei einem Einsatz des ICE zu beklagen.

    @Seltsam,
    Ist es nicht offensichtlich, dass Markus Wolter die Geistlichen gemeint hat, und nicht den generellen Einsatz des ICE ?
    Zu diesem Thema rief übrigens B.Obama, der ehemalige Präsident der USA die Bürger zu Demonstratioen auf, zum Schutz der Bürgerrechte.

    Lesen

    • „Die Demonstrierenden beteten, sangen und erzählten öffentlich die Geschichten von Menschen, die von ICE festgenommen wurden.“ – Ist es nicht offensichtlich, dass diese Demonstrierenden genau das Bürgerrecht wahrgenommen haben, auf das Obama hinweist? Ein Vorgehen gegen diese Demonstrierenden gut zu finden, scheint ja doch dieses Grundrecht sehr außer acht zu lassen. Ist es zwingend erforderlich, jemanden, dessen Ansichten man nicht teil, als Gaga zu bezeichnen? Da stellen sich ja schon einige Fragen….

      • “ Ist es zwingend erforderlich, jemanden, dessen Ansichten man nicht teil, als Gaga zu bezeichnen? “
        Nein, aber es ist durchaus möglich, zwischen Sinn und Unsinn einer Aussage abzuwägen..
        “ Ein Vorgehen gegen diese Demonstrierenden gut zu finden, scheint ja doch dieses Grundrecht sehr außer acht zu lassen. “
        Genau, und wenn die Gewalt von den ICE ausgeht , heißt das in diesem Falle, dass die Bürgerrechte nicht geachtet werden, seitens des ICE. . Und deshalb finde ich es gut, dass selbst Obama sich hierzu äußert.
        Solche Gewalt gegen Demonstrierende gibt es normalerweise nur, wenn es sich um Terror handelt, doch hier sind Zivilisten getötet worden.

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