Archäologen haben auf der Insel Sir Bani Yas vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ein 1.400 Jahre altes christliches Kreuz entdeckt.
Wie das Abu Dhabi Department of Culture and Tourism (DCT Abu Dhabi) miteilte, gehört die Fundstelle des Kreuzes zu einem Kloster, das bereits in den 1990er-Jahren ausgegraben wurde. Jetzt liefere das kunstvoll gestaltete Stuckrelief neue Hinweise auf das einst „blühende Christentum“ in der Region, berichtet das italienische Onlineportal Finestre sull Arte. Das Kreuz zeigt einen gestuften Sockel, der Golgatha darstellen soll, sowie Blätter, die aus seiner Basis sprießen – Motive, die auch in Funden aus dem Irak und Kuwait vorkommen und der Kirche des Ostens zugeordnet werden.
Die Entdeckung sei ein starkes Zeugnis für die tief verwurzelten Werte von Koexistenz und kultureller Offenheit in der Region, erklärte Mohamed Khalifa Al Mubarak, Vorsitzender der Kulturbehörde Abu Dhabis.

„Die Entdeckung sei ein starkes Zeugnis für die tief verwurzelten Werte von Koexistenz und kultureller Offenheit in der Region, erklärte Mohamed Khalifa Al Mubarak, Vorsitzender der Kulturbehörde Abu Dhabis.“
Bis dann vor 1.400 Jahren eine neue Religion dort auftrat, ein Kalifat gründete und schrittweise das Christentum dort ausgelöscht hat.