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Südliche Baptisten: mehr Taufen, weniger Mitglieder

Die Southern Baptist Convention verzeichnet erneut einen Mitgliederrückgang. Gleichzeitig steigen Gottesdienstbesuche und Taufen deutlich.

Trotz wachsender Beteiligung an kirchlichen Angeboten setzt sich der Mitgliederrückgang in der Southern Baptist Convention (SBC) fort. Wie aus dem aktuellen Annual Church Profile 2025 von Lifeway Research hervorgeht, sank die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um mehr als drei Prozent auf rund 12,3 Millionen. Damit verzeichnet die größte protestantische Kirche in den USA das 19. Jahr in Folge rückläufige Mitgliederzahlen. 2006 zählten die SBC-Gemeinden noch 16,3 Millionen Mitglieder.

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Gleichzeitig wächst jedoch laut Report die aktive Beteiligung am Gemeindeleben. Im Jahr 2025 besuchten im Wochendurchschnitt 4,46 Millionen Menschen einen Southern-Baptist-Gottesdienst – ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Teilnahme an Kleingruppen und Bibelstunden stieg erneut: Rund 2,65 Millionen Menschen engagierten sich regelmäßig in Hauskreisen oder Sonntagsschulgruppen. Besonders deutlich fällt der Anstieg bei den Taufen aus. Mit 263.075 Taufen legten die SBC-Gemeinden fast fünf Prozent zu – und verzeichnen damit das fünfte Wachstumsjahr in Folge.

Vitalisierung der Kerngemeinde

Für die sinkenden Mitgliederzahlen gibt es laut Experten mehrere Gründe. Einerseits würden viele Gemeinden ihre Mitgliederlisten konsequenter als in früheren Jahren um „Karteileichen“ bereinigen, heißt es im Lifeway Report. Dann hätten technisch schlechter ausgestattete Gemeinden durch die Corona-Pandemie viele Mitglieder und Besucher verloren. Menschen mit „lockerer“ Bindung verlassen die Gemeinden. Das entspreche einem klassischen Kirchenentwicklungs-Muster: Schrumpfung in der „Breite“ bei gleichzeitiger Vitalisierung der „Kerngemeinde“.

Eine makrosoziologische Erklärung betrifft die Geburtenrate: Evangelikale Gemeinden in den USA wuchsen lange auch deshalb, weil die Zahl der Kinder häufig höher war als bei Mainstream‑Protestanten. Mit steigendem Wohlstand ist jedoch auch bei Evangelikalen die Zahl der Kinder gesunken. Diese Kinder wiederum sehen sich heute weit mehr als früher mit anderen Lebensweisen und Überzeugungen konfrontiert. Der gesellschaftliche Trend zur Säkularisierung gehe auch an den Evangelikalen nicht vorbei, heißt es.

>>> zum kompletten Artikel bei Lifeway (Englisch)

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