- Werbung -

Über 80-jährige Nonnen besetzen ehemaliges Kloster

Seit Wochen sorgen drei Nonnen in Österreich für Aufsehen: Sie halten ihr früheres Kloster bei Salzburg besetzt – gegen den Widerstand der Kirche.

Im österreichischen Elsbethen (Salzburg) haben mehrere Nonnen im Alter zwischen 80 und 86 Jahren das Seniorenheim verlassen und ihr ehemaliges Kloster Schloss Goldenstein besetzt.

Wie der Spiegel berichtet, wollten die Frauen nicht länger im Altersheim leben. Stattdessen entschieden sie sich für die Rückkehr ins Kloster und verschafften sich Zutritt zum leer stehenden Gebäude. Demnach widersetzen sich die drei Augustiner-Chorfrauen Bernadette, Regina und Rita kirchlichen Anordnungen. Sie berufen sich auf ihr Lebensrecht und ihre spirituelle Verbundenheit mit dem Ort.

- Werbung -

Laut Tagesspiegel forderte der für die Nonnen zuständige Leiter des Stifts Reichersberg, Propst Markus Grasl, vergeblich die Rückkehr ins Pflegeheim. „Es gibt eine gewisse Ratlosigkeit“, sagte Grasls Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Unterstützer und Unterstützerinnen kümmern sich um die über 80-jährigen Frauen – von der Pflege bis zu den Lebenshaltungskosten.

Die Nonnen lebten jahrzehntelang in dem Kloster nahe der bayerischen Grenze und arbeiteten in der angeschlossenen Mittelschule. Doch die Klostergemeinschaft schrumpfte. Anfang 2024 wurde sie offiziell aufgelöst. Die Aktion hat in Österreich für mediales Aufsehen gesorgt. Die Behörden wurden informiert, doch bislang verläuft die Situation ruhig.

In einem eingerichteten Instagram-Kanal sieht man den Alltag der drei Nonnen. Inzwischen folgen dem Kanal über 37.000 Menschen.

Hier klicken, um den Inhalt von Instagram anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Instagram.

Quellen: spiegel.de, tagesspiegel.de, ORF, katholisch.de

NEWS & Themen

NEWSLETTER

BLICKPUNKT – unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.
Wir liefern dir die interessantesten NEWS,
Interviews und Geschichten aus der christlichen Welt.
Kompakt, relevant, inspirierend.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?

10 Kommentare

  1. Ich empfinde die Wahrnehmung als etwas einseitig. Was wohl auch an den etwas ’niedlichen‘ Bildern und der erzählten Geschichte liegt, die natürlich den 3 Nonnen alle Sympathien zufliegen lässt.

    Bezüglich der finanziellen und anderen Vorwürfe sollte man zumindest eine Stellungnahme der Gegenseite hören, bevor man sich ein Urteil bildet. Sollte das stimmen, geht das natürlich gar nicht aus weltlicher Sicht.

    Aus Kirchensicht unterliegen die 3 Nonnen aber auch einem Gehorsamsgelübde. Und die kath. Kirche kennt meines Wissens grundsätzlich keine so kleinen Klöstergemeinschaften mehr. Es ist ja nicht nur die Versorgung der 3 Nonnen, auch das Gebäude muss unterhalten werden.

    Wer Eltern in dem Alter hat, kennt oft die Problematik. Man liebt die Eltern, will das Beste, hat aber genauso zu respektieren, dass diese natürlich über ihr Leben selbst entscheiden können, aber oft sehr stur an unvernünftigen Vorstellungen festhalten. Kurz: Es ist oft zum verzweifeln und alles andere als leicht.

    Das scheint auch hier reichlich mitzuspielen.

    Ich hoffe, dass man hier eine gute Lösung für alle findet.

    • “ Ich empfinde die Wahrnehmung als etwas einseitig. “
      Welche Wahrnehmung ?

      “ Was wohl auch an den etwas ’niedlichen‘ Bildern und der erzählten Geschichte liegt, die natürlich den 3 Nonnen alle Sympathien zufliegen lässt. “
      Deine Wahrnehmung ist gefärbt von einer einseitigen Sichtweise.

      DU ÜBERSIEHST DIE FAKTEN, die im Instagram Post aufgeführt wurden, die deutlich zeigen, wie mit den drei Bewohnerinnen des Klosters verfahren wurde.

      Und “ niedlich “ ?
      Deine Wahrnehmung ist wirklich etwas merkwürdig.

      “ Bezüglich der finanziellen und anderen Vorwürfe sollte man zumindest eine Stellungnahme der Gegenseite hören, bevor man sich ein Urteil bildet. „Die „ Gegenseite „ hat durch ihr Verhalten doch ihre Sichtweise schon längst dargelegt. Diese Sichtweise führte die Nonnen zu ihrer Klage.

      “ bevor man sich ein Urteil bildet „:
      Grundsätzlich sollte man immer, vorher auf Nummer sicher gehen, bevor man jemand beurteilt, verurteilt , etc.
      Wir stehen hier nicht vor Gericht, und dürfen unseren gesunden Menschenverstand bemühen, ohne anderen zu schaden. So sehe ich es.
      Im Falle der Nonnen urteilt das Gericht. Sympathien zu bekunden, oder Kraft und Mut jemand, der ungerecht behandelt wird, zuzusprechen, ist menschlich und auch eine Forderung der Nächstenliebe.

      “ Sollte das stimmen, geht das natürlich gar nicht aus weltlicher Sicht. “
      Aus “ weltlicher “ ?
      Aus welcher noch ?
      Mut ist mehr wert als Schweigen aus Furcht, oder Schweigen aus Opportunität.

      “ Aus Kirchensicht unterliegen die 3 Nonnen aber auch einem Gehorsamsgelübde. “
      Genau deshalb habe ich geschrieben, dass solche Autorität heute nicht mehr so ad hock hingenommen werden darf, schon gar nicht, wenn es um solche alten Gemeinschaften geht.

      “ Und die kath. Kirche kennt meines Wissens grundsätzlich keine so kleinen Klöstergemeinschaften mehr. “
      “ Deines Wissens “ ?
      [gestrichen – MfG, das JDE-Team]

      „. Es ist ja nicht nur die Versorgung der 3 Nonnen, auch das Gebäude muss unterhalten werden. “
      Darüber muss die Kirche nachdenken, und vieles geht auch über Spenden.

      Als Beispiel ein Zitat aus der Taz :
      „Das Geld der Reichsten tummelt sich an wenigen Orten in Deutschland, und das ist auch hier am Wannsee“, sagt Christoph Trautvetter.
      Er ist Referent beim Netzwerk Steuergerechtigkeit und beschäftigt sich dort mit Superreichen und deren Eigentumsverhältnissen. Von rund 20 Billionen Euro Privatvermögen in Deutschland stecken 11,2 Billionen Euro in Immobilien, erklärt er. Insbesondere bei Luxusimmobilien sei über die tatsächlichen Besitzverhältnisse und Immobilienwerte aber wenig bekannt. „

      Das ist nur ein Beispiel, wie es hier in unserem Land aussieht. Ich meine auch, dass Spenden auch der ganz normale Bürger zahlen kann. Ein kleinliches Denken führt dazu , dass wenige viel haben, und viele wenig.
      Gemeinsam aber …:-) )

      So ungefähr könnte es gehen. Manchmal hilft ein Appell an die Nächstenliebe, um etwas zu bewirken.
      Die vielen Promis, die Jesus so glücklich gemacht hat, oder andere…
      Ich will nur zeigen, dass es bessere Lösungen gibt als Verkauf aus / und Gewinnmaximierung !

      “ Wer Eltern in dem Alter hat, kennt oft die Problematik. Man liebt die Eltern, will das Beste, hat aber genauso zu respektieren, dass diese natürlich über ihr Leben selbst entscheiden können, aber oft sehr stur an unvernünftigen Vorstellungen festhalten. “

      Und oft genug wird über sie entschieden, mit der Rechtfertigung, es sei nicht anders möglich.
      In der Tat , die Sache ist bekannt, wobei nicht immer Liebe und Respekt entscheiden, sondern der egoistische Wunsch.

      “ Kurz: Es ist oft zum verzweifeln und alles andere als leicht. “
      Du hast da offenbar sehr viel Ahnung.

      “ Das scheint auch hier reichlich mitzuspielen. “
      Und noch mehr Mitgefühl
      Aber du irrst dich in der Sache.

      “ Ich hoffe, dass man hier eine gute Lösung für alle findet.“
      Floskel oder echte Anteilnahme ?

      “ Eine gute Lösung für alle “
      Lies den ganzen Text noch mal und überdenke deinen Kommentar. Er enthält nicht die leiseste Spur von Empathie.

      • „Grundsätzlich sollte man immer, vorher auf Nummer sicher gehen, bevor man jemand beurteilt, verurteilt , etc. Wir stehen hier nicht vor Gericht, und dürfen unseren gesunden Menschenverstand bemühen, ohne anderen zu schaden. So sehe ich es.“

        Gut geschrieben, könnte glatt Teil unserer Nutzungsbedingungen sein. Das wünschen wir uns für alle, die hier schreiben – und noch einen Schritt weiter: tatsächlich keine „Verurteilungen“. Es wäre spannend, Sie beide einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit für eine Stunde in einem Raum diskutieren zu lassen. Das Ergebnis könnte überraschend sein. MfG, das JDE-Team

      • >“ Und die kath. Kirche kennt meines Wissens grundsätzlich keine so kleinen Klöstergemeinschaften mehr. “
        >“ Deines Wissens “ ?
        > Du weißt eben nicht alles.

        Gemäß der Apostolische Konstitution Vultum Dei quaerere von Papst Franziskus im Jahr 2016 sind Nonnenklöster mit weniger als 5 Nonnen aufzulösen
        https://de.catholicnewsagency.com/news/18949/klarissin-kritisiert-anordnung-des-papstes-kloster-mit-weniger-als-5-nonnen-aufzulosen

        [gestrichen – MfG, das JDE-Team]

  2. Meine Güte, kann man die Situation nicht mit ein bißchen Menschlichkeit entspannen? Könnte nicht ein Pflegedienst die Nonnen im Kloster betreuen oder ein paar Unterstützer? Irgendwie kann ich verstehen, dass so viele Menschen nicht im Altersheim verbleiben wollen. Den Vorgesetzten sollte man vielleicht an Jesu Wort, dass man nur so mit anderen umgehen sollte, wie man selbst behandelt werden möchte, erinnern. Teils habe ich echt das Gefühl, dass oft ein Altersheim gar nicht unbedingt notwendig wäre, sondern Unterstützung auch anders stattfinden könnte.

  3. STARKE FRAUEN

    Jedenfalls die drei Nonnen sind „STARKE FRAUEN“ -jenseits von den Buchstaben staatlicher Gesetze und kirchlichem Recht. Vielleicht sollte man mit ihnen selbstbestimmter umgehen. Sozial ist es nicht, jemand gegen seine Willen in einer erzwungenen Weise zu helfen, die keine ist. Jeder Mensch, ob Christ oder Atheist, ob Nonne oder Kirchenchrist, ob evangelisch, katholisch oder freikirchlich – ist von Gott mit Freiheit beschenkt. Wir sind sogar so frei, dass wir auch das Böse tun können und der Himmel verhindert es nicht. Aber die Rückseite dieser Freiheit ist allerdings auch die Verantwortung, die wir alle für unsere Gedanken, Pläne und Taten – oder Nichttaten – immerzu haben. Eine Freiheit ist nur dann keine echte und akzeptable, solange meine Ausübung der Freiheit die Freiheit anderer einschränkt. Ich halte Jesus Wort für so wunderbar, daß wir erlöst sind und Gott am Kreuz von Golgatha alle unsere Defizite und Gottestrennung (von seiner Liebe) vergeben und damit straffrei gestellt hat (Gott straft dann nie). Nur allerdings mit einer Voraussetzung versehen – eher eine großen Bitte Jesu – nämlich gerne (nachhaltig) für seinen Willen einzutreten. Dann beispielsweise aus purer Dankbarkeit wie von Menschen, die völlig unverdient begnadigt wurden und erkannten, im Himmel sitzt kein Buchhalter, der die Pluspunkte mit den Minuspunkten aufrechnet. Und was ist der Wille Gott: Gott zu lieben, den Nächsten und sich selbst. Wenn es mir gut geht, wenn es anderen gutgeht, dann geht es allen gut. Also warum sollen die drei Nonnen nicht einfach zusammen bleiben und ihre Freiheit sowie den Dienst einer kleinen christlichen Kommunität zu leben. Eine Frage zum Nachdenken. Wir können nicht alles im Leben nach dem Schema F regeln, sondern am besten mit Liebe. Diese Liebe (Agapa) tut das, was wir vom Anderen umgekehrt auch erwarten würden. Diese Goldene Regel war zur Zeit Jesus bereits bekannt, er hat sie nur mit erwähnt, wenn auch eher indirekt.

  4. Lieber Conrad,

    [gestrichen – keine persönlichen Verurteilungen, bitte. Vor allem ohne Kenntnis der Situation und der betroffenen Personen NfG, das JDE-Team]

    Was den Kampf der Nonnen angeht, so bete ich für Gerechtigkeit, denn was Ihnen widerfährt, grenzt an Bevormundung und Entmündigung, was heute nicht einmal mehr hingenommen werden darf.
    Ich bewundere diese Frauen, ihren Mut und ihre Kraft.

  5. Mal wieder ein klassischer Fall von Machtmißbrauch in der römischen Kirche … zur Abwechslung nicht gegen Kinder. Und wie immer auf Seiten der Verantwortlichen – sture Rechtfertigung, statt Einsicht. Beharren auf der Macht. Demut und Gehorsam wird immer nur von den andern gefordert – die Mächtigen entscheiden in schwer erträglicher Arroganz und Selbstgerechtigkeit.

    Ich habe vor wenigen Wochen für meine Mutter, die 90 Jahre alt und in körperlich weitaus schlechterem Zustand ist, zudem in den letzten Monaten deutliche Zeichen einer schweren Demenz entwickelte, einen Platz in einem Pflegeheim organisiert. Aber ich hätte nie gewagt, sie so zu demütigen und zu entmündigen.

    Demütigung, Entmündigung und Enteignung unter dem Deckmantel des Schutzes – das erinnert mich an die Inquisition. Da hat die Kirche sogar gefoltert und gemordet – und das als Akt der Liebe deklariert. Schließlich ging es darum die armen Seelen vor der ewigen Verdamnis zu retten …

WAS KANNST DU ZUM GESPRÄCH BEITRAGEN?

Bitte gib hier deinen Kommentar ein
Bitte gib hier deinen Namen ein