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Bayerische Landeskirche berät Jugendliche in Wehrdienstfragen

Zusätzlich zur Post der Bundeswehr sollen junge Menschen aus Bayern einen Brief von Landesbischof Christian Kopp bekommen. Darin enthalten: Möglichkeiten zur Beratung und Unterstützung.

Laut der Regelung zum neuen Wehrdienst, die am 1. Januar in Kraft getreten ist, müssen junge Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 einen Fragebogen zur Wehrwilligkeit ausfüllen und an einer Musterung teilnehmen. Der bayerische Landesbischof Christian Kopp will junge Menschen mit einem neutralen Beratungsangebot zu Wehrdienst, Freiwilligendienst und Gewissensfragen begleiten, heißt es auf der Webseite der Bayerischen Landeskirche.

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„Wie viele andere erhältst Du in diesen Tagen offizielle Post zu einem möglichen Wehrdienst. Das wirft Fragen auf. Du bist mit diesen Fragen nicht allein“, schreibt er. „Wir können Dir die Entscheidung nicht abnehmen, aber wir begleiten Dich gern dabei, Deine innere Stimme besser zu verstehen – respektvoll, ehrlich, ergebnisoffen und auf Augenhöhe.“

Briefe und Beratung

Rund 22.000 Briefe wird Kopp an Jugendliche in Bayern verschicken, heißt es. Diese enthalten Informationen über die Möglichkeit einer Wehrdienstverweigerung und damit verbundenen Rechtsschutz. Außerdem besucht er Schulen, um mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Kopp weist darauf hin, dass es unterschiedliche Wege gibt, der Gesellschaft zu dienen. Da Soldaten und Soldatinnen bereit seien, andere Menschen zu verletzen, sowie selbst physischen und seelischen Schaden zu erleiden, seien Gewissensfragen bei dieser Entscheidung aus evangelischer Sicht zentral, heißt es auf der Seite der Bayerischen Landeskirche.

Für eine „niederschwellige Kurzberatung“ stehen demnach mehr als 40 Pfarrerinnen und Pfarrer zur Verfügung. Sie unterstützen sowohl im persönlichen Gespräch als auch per Telefon und per Chat. Zudem gebe es Beratungsstellen und ein umfassendes Seelsorgeangebot.

Der neue Wehrdienst beruht der Bundeswehr zufolge auf Freiwilligkeit – verpflichtet jedoch Männer ab dem Geburtsjahr 2008 dazu, ihre generelle Bereitschaft zum Wehrdienst abfragen zu lassen und sich einer ärztlichen Musterung zu unterziehen. Das Ziel: Im Jahr 2035 soll die Zahl der Soldatinnen und Soldaten auf mindestens 255.000 erhöht werden. Laut Angaben der Bundeswehr könne im Falle einer zu niedrigen Freiwilligenzahl der gesetzlich verpflichtende Wehrdienst wieder eingeführt werden. Das stellt viele junge Männer vor eine schwierige Entscheidung.

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