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China sperrt Onlinekonten wegen christlicher Inhalte

Seit dem 1. März gelten in China neue Gesetze, die das Veröffentlichen religiöser Inhalte unter strikte staatliche Kontrolle stellen. Die christliche Hilfsorganisation Open Doors hat mit betroffenen Christen über die Auswirkungen gesprochen.

Die neuen Gesetze schreiben eine staatliche Genehmigung vor, wenn religiöse Inhalte auf Webseiten oder in Sozialen Medien öffentlich gemacht werden sollen. Ein Beobachter schildert Open Doors, dass die Christen „kreative Wege“ entwickelt hätten, um sich weiterhin über „WeChat“, eine der populärsten Messenger-Apps in China, über ihren Glauben austauschen zu können. „Sie spielen mit kodierten Worten in verschlüsselter Sprache, um heikle Wörter zu vermeiden und so zu verhindern, dass sie wegen der Veröffentlichung ‚illegaler Inhalte‘ gesperrt oder gelöscht werden.“

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Eine lokale Kontaktperson von Open Doors berichtet, um der Zensur zu entgehen, würden für virtuelle Treffen verschiedene Kommunikationsplattformen abwechselnd genutzt. In Texten und mündlichen Gesprächen sei die Wortwahl vorsichtiger. Christliche öffentliche Konten in den Sozialen Medien würden gesperrt.

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In einigen Provinzen seien Online-Gottesdienste laut Open Doors mittendrin unterbrochen worden, ohne dass die Verbindung wiederhergestellt werden konnte. Die Kirchenmitglieder vermuten, dass bei den Treffen bestimmte Schlagwörter genannt wurden, auf die das System reagiert hat. Ähnliche Berichte hätte es schon teilweise vor der Einführung der neuen Verordnung gegeben, schreibt Open Doors.

Link: Hier findest du die Pressemitteilung von Open Doors.

17 Kommentare

    • Mir ist bei Dir auch einiges nicht klar. Vielleicht solltest Du das zuerst erklären:

      Bei einem Artikel zu Zensur in China kommst Du mit einem Artikel der TAZ zu Antisemitismus in Deutschland (nebenbei einem sehr guten Artikel).

      Dort greifst Du einen kleinen Abschnitt zu Bach heraus und nennst den unstrittige Fakt, dass seine Passionen auch Antisemitismus enthalten, eine Arroganz der Behauptung und meinst, da wäre der Teufel am Werk.

      Auf meine Nachfragen wechselst Du das Thema und willst wissen, wie ich zum heutigen Antisemitismus stehe. Du scheinst dabei zu unterstellen, dass dieser Vergangenheit ist, dennoch ich (und andere) auf den christlichen Antisemitismus herumreiten.

      Nach dem Nachweis, dass das mitnichten Vergangenheit ist sondern Antisemitismus in unserer Gesellschafft immer noch höchst aktuell ist, stellst Du Allgemeinwissen generell in Frage und ziehst auch noch eine Verbindung zum Atheismus.

      Und kommst dann plötzlich wieder mit einem radikalen Themenschwenk zum ‚Frieden‘

      Und jetzt fragst Du, was ich sagen will?

      Vielleicht solltest Du vorher erst mal klären, was Du hier sagen willst.

      • “ Und kommst dann plötzlich wieder mit einem radikalen Themenschwenk zum ‚Frieden‘ “
        Und Frieden kommt für dich nicht in Frage ?

  1. “ Das Thema ist umfangreich und schwer in wenigen Sätzen darstellbar. “

    Mich interssiert hauptsächlich deine Einstellung zu den Themen, nicht deine geschätzte Meinung über ein angelerntes Allegmeinwissen,
    Welches zudem atheistisch begründet ist.
    Darin liegt ewige Systemimmanenz. 🙂

    Reden wir über den Frieden

  2. Ich habe hier einen Artikel aus der Taz zum Thema `Christlicher Antisemitismus `gefunden, und wenn man die Leserkommentare darunter liest, es sind zwar nur wenige, kann man / kann ich da sehr deutlich erkennen, wie unkritisch Leser einfach die Meinung des Autors übernehmen. Mir sträuben sich die Nackenhaare beim Lesen.
    Mir geht es darum, wie leicht es heute ist , die Wahrheit zu verzerren. Wie leicht es ist Unfrieden zu stiften, und wie leicht es ist zu spalten.
    Die Leute sind einfach leicht zu überzeugen.

    Ein ZItat aus dem Text :
    „Zu Ostern werden traditionell die Bach-Passionen aufgeführt – wunderbare Musik, aber ein antisemitisch gefärbtes Narrativ,“
    Die Sprache ist suggestiv und selbstherrlich.
    Was mich stört ist die Arroganz der Behauptung. Nicht der Mensch zählt, sondern das Rechthaben.

    Fazit : Das Vorurteil blüht, die Wahrheit wird verzerrt.

    Der `Teufel `leistet Überzeugungsarbeit:-),
    Seien wir achtsam !

    • Nun enthalten aber die beiden Bach-Passionen relativ unstrittig antisemitische Anteile. Wobei Bach -im Gegensatz z.B. zu Luther- nicht als ausgesprochener Antisemit gilt sondern eher als diesbezüglich „normales Kind seiner Zeit“. Ähnlich wie Chopin.

      Wo siehst du da nun den Teufel? In der Benennung von vorhandenen Antisemitismus?

      • Benennung allein ? Nein.
        Mich interessiert es, wie du den christlichen Antisemitismus im Heute verortest.
        Welchen Sinn siehst du, z.B. darin, den Umstand des christlichen Antisemitismus bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu betonen ?
        Es ist richtig, der Antisemitismus war zu Zeiten Bachs und anderer geschichtlicher Größen nahezu normal.
        Und heute ? Ist es nicht Geschichte ?
        Wie stehst du dazu ?

        • Meines Erachtens gibt es in fast allen gesellschaftlichen Bereichen auch heute Antisemitismus, links, rechts, bürgerlich christlich, islamisch, atheistisch…
          Im christlichen war der Antisemitismus lange Zeit systemimmanent und fester Bestandteil der christlichen Lehre. Das hat sich nach der Shoah geändert, es gibt ihn aber immer noch. Ich denke, heute aber eher im fundamentaleren Christentum verortet.
          Das zeigt sich beim Umgang mit dem Begriff Pharisäer oder wenn immer noch behauptet wird, es gäbe ein jüdisches Rachegebot Auge um Auge.
          Für mich ist auch Judenmission in Teilen antisemitisch.
          Und dann ist da natürlich oft auch der unkritische Umgang mit dem Antisemiten Luther, Gründer und Namenspatron evangelischer Kirche.

          Das Thema ist umfangreich und schwer in wenigen Sätzen darstellbar.

          • Ergänzung: Du findest übrigens sehr gute sachliche Informationen zum früheren und heutigen Antisemitismus online und gratis bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich empfehle z.B Schriften von Prof Herzig.

  3. Jesus und Buddha sind zu politisch

    Vielleicht ist der Kommentar von Petra Durr der – dann gelungene – Versuch, etwas grundlegend christliches in profaner Sprache zu verschlüsseln. Etwa wenn ich statt Fett „Geist“ einsetze, oder Gott bzw. Jesus Christus. Der Schöpfer eine unendlichen Universums, der sogar als Baby in diese Welt kam und als Mensch am Kreuz endete, ist eine allesumfassende Wirklichkeit. Das flüssige Fett sind dann die schöpferischen Gedanken eines himmlischen liebenden und barmherzigen Gott, welcher hier zu den festen Formen der Wirklichkeit kondensiert. Vielleicht sind nicht nur die chinesischen Machthaber*innen kulturblind, weil sie nicht sehen, dass unsere Gedanken und Gefühle nicht (nur) bio-elektrische Vorgänge im Gehirn sind und daher die Realität größer ist als wir sie je auf Erden erkennen können. Sie sind so blind wie die Putzfrau, die ein Kunstwerk von Joseph Beuys, als Hinterlassenschaft eines Dreckfinken, kurzerhand mit Kehrblech und Besen entfernte. So wie es die Mächtigen in China der künstlichen Intelligenz eingegeben haben, damit sie Online-Gottesdienste mit den angeblich staatsfeindlichen Worten sofort sperren. Arme Menschen sind nicht nur die Opfer, sondern auch die Täter. Denn wenn wir an das Leben und unsere eigene Existenz nicht mehr als Wunder betrachten und es allenfalls darauf reduzieren dass wir Sternenstaub sind (was nicht völlig falsch ist), dann sollten wir die Perspektive ändern. Aber in China darf niemand die Perspektive ändern, weil dies furchtbar und gefährlich für das System wäre. Immerhin werden die Religionsdiener aller Religionen in China vom Staat alimentiert. Hier war bereits die ursprüngliche Annahme, dass Religiöse eher nicht aufmüpfig sondern angepasst sind. Also ursprünglich war etwas Opium fürs Volk in homöopathischen Dosen erlaubt, und heute ist es noch weniger. Derzeit erscheint Religion gefährlich, denn auch Jesus wollte die Welt nicht so lassen wie er sie antraf. Sie sollte mehr Charme und Liebe haben, sowie weniger Herrschaft und mehr Fußwaschung. Und das ist zu politisch. Ein Buddha, der Menschen zu Leidenschaftslosigkeit und Innerlichkeit verleitet, hat ebenso keinen Platz im Herzen Gottloser. Satanisch ist, wenn einzelne Menschen und damit zumeist ganze Staatssysteme gottgleich werden. Sie haben dann alle Deutungshoheit über sämtliche menschlichen Fragen. Im chinesischen Staat ist schon lange geregelt, dass jede/r bei Problemen sich an die „Einheit“ wendet, die kleinste Zelle des Staates. Er kümmert sich um alles. Wer heiraten will, muss einen Antrag stellen. Wenn eine Religion eine solche sein möchte, braucht sie eine Zulassung und erhält eine Zertifikat, dass sie nunmehr oberste Treue dem System zu schulden habe.

  4. Joseph Beuys setzte ab 1958 Fett in seiner Kunst ein. Der Stuhl mit Fett, 1963 ist eines von Beuys’ prominenten Werken. Dazu erklärte er später: „Das Fett nimmt den Weg von einer chaotisch zerstreuten, energieungerichteten Form zu einer Form. Dann tritt es auf in der berühmten Fettecke.“ Als Fotografie erhalten ist eine Fettecke mit Filter, 1963 in seiner Atelierwohnung am Drakeplatz. In Der Chef THE CHIEF (1964) und EURASIENSTAB (1967) präparierte Beuys Ecken der Räume, in denen die Aktionen stattfinden sollten, vorab mit Fett. Den ansonsten leeren Luzerner Fettraum 1969 versah er mit acht Fettecken.

    Fett war wichtiges Element auch in den Aktionen und in uns… unter uns … landunter (1965), MANRESA (1966), Vakuum Masse (1968) und Honigpumpe am Arbeitsplatz (1977). Die monumentale Skulptur Unschlitt/Tallow (1977) wurde aus großen Blöcken in flüssigem Zustand gegossenen Fetts geschnitten. Für Beuys hatte Fett Bedeutung als Wärme speicherndes Material, das „den Wärmecharakter [der Plastik] am besten demonstriere.“

    1982 erklärte Beuys: „(…) die Sachen mit Fett erheben einen großen Anspruch auf Theorie. Und diese Theorie ist natürlich vielleicht nicht immer da, wenn Menschen im Museum so eine experimentelle Anordnung sehen.“

    • Ich würde eher von Praxis sprechen, denn Fett und Wärme sind physisch erfahrbare Elemente. Aber diese Praxis erfordert erst einmal auch eine Theorie, und ohne Kenntnis der Theorie könnten seine Werke im Museum vielleicht nicht wirklich begriffen werden. Ich weiß es nicht.

    • Was bitte hat Beuys´Fett mit den Christen in China zu tun ?
      Mir ist der Zusammenhang nicht klar …

    • Was Kunst ist, liegt oft im Auge des Betrachters. So wurde ja eine Fettecke von Beuys 1986 durch die tatkräftigen Arbeit einer Reinigungskraft entfernt, die offensichtlich keine Kunst hierin vermutete.

      Aber den Zusammenhang Deines posts zu Chinas Unterdrückungsmaßnahmen gegenüber Christen verstehe ich trotzdem nicht.

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