Was gibt Halt, wenn das Leben unruhig wird? Beim SPRING-Festival in Willingen ging es um inneren Frieden – und um die Haltung, mit der Christen der Welt begegnen.
Beim SPRING-Festival in Willingen stand am zweiten Tag das Thema innerer Friede im Mittelpunkt. In einer Talkrunde zum Thema „Das Geheimnis des inneren Friedens“ sprach die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Dr. Verena Hammes, über die Bedeutung von Ruhezeiten. Gott selbst habe bei der Schöpfung geruht. „Für inneren Frieden braucht es innere Ruhepunkte“, sagte Hammes. Sie berichtete von der Erfahrung, dass Gott Menschen auch in schwierigen Lebensphasen sehe und auffange.
Coach und Paralympics-Sieger Matthias Berg betonte, dass Stress nicht grundsätzlich negativ sei: „Unsere besten Phasen haben wir, wenn wir herausgefordert sind.“ Dauerstress jedoch erschöpfe. Matthias Berg sprach auch darüber, wie er aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen mit kurzen Armen immer wieder ausgegrenzt oder beleidigt wurde. Er beherzige den Tipp eines Freundes: „Wenn mich heute jemand anschaut, antworte ich mit einem Lächeln. Fast immer kommt ein Lächeln zurück.“ Innerer Friede sei eine Haltungsfrage. „Dauerbeschallung mit Negativem belastet meine Seele.“
In einer gemeinsamen Bibelarbeit sprachen Ana Hoffmeister, Fadi Krikor und Luwai Vargos über „verkörperten Frieden“ anhand von Epheser 2. Christen hätten ihre Identität in Jesus Christus, betonte Hoffmeister. Er habe die Mauern aller Vorurteile nedergerissen – deshalb sei für Christen jegliche Form von kulturellem Hass ausgeschlossen. Krikor sagte, echter Friede beginne im eigenen Umfeld. Vargos, in Syrien geborener aramäischer Christ, berichtete, dass er gelernt habe, Bitterkeit loszulassen: „Das Kreuz Jesu ist die einzige Lösung für die eigene Bitterkeit.“
SPRING ist ein christliches Festival für alle Altersgruppen. Es findet seit 1998 immer in der Woche nach Ostern und seit 2010 in Willingen (Nordhessen) statt. Veranstalter ist die Evangelische Allianz in Deutschland.
