Die Liebenzeller Mission feierte ihr Herbstmissionsfest gestern mit einem neuen Konzept – und zum ersten Mal nicht im Großzelt.
Stattdessen fand das Missionsfest in drei verschiedenen Formaten statt: Rund 800 Besucherinnen und Besucher kamen „on site“ nach Bad Liebenzell ins Missions- und Schulungszentrum, heißt es in der Pressemitteilung. „On tour“ trafen sich rund 2.500 Menschen in 17 Orten in Süddeutschland, Berlin und Österreich. Dort haben Missionare, Dozenten und Studierende aus Bad Liebenzell gemeinsam mit Gemeinden vor Ort ein eigenes Programm vorbereitet, Elemente aus Bad Liebenzell seien dazugeschaltet worden.
„On line“ konnte das Missionsfest im Livestream verfolgt werden. Weitere 22 Gemeinden mit etwa 2.000 Besucherinnen und Besuchern schauten sich den Gottesdienst laut Pressemitteilung an, außerdem Hauskreise und Einzelpersonen. Das Motto war in diesem Jahr „Let’s go!“.
Aufbrechen
Die Predigt hielten Missionsleiter Dave Jarsetz, Prof. Dr. Mihamm Kim-Rauchholz, theologische Referentin der Liebenzeller Mission, und Nik Ebert, Mitarbeiter der Männerarbeit „Stronger“, gemeinsam. Jarsetz blickte auf die Anfänge der Christenheit zurück: „Gott schenkte an Pfingsten seinen Geist und löste damit einen nie dagewesenen Aufbruch aus.“
Der Apostel Paulus sei nicht aus Abenteuerlust aufgebrochen, sondern aus Liebe. „Für Paulus sind Menschen keine Missionsobjekte, sondern geliebte Geschöpfe Gottes.“ Darum gehe es auch der Missionsgemeinschaft: „Let’s go – weil die Liebe uns antreibt.“ Er ermutigte die Besucherinnen und Besucher, selbst aufzubrechen und „fröhlich das Evangelium weiterzugeben“.
Mission und Eintopf
Gemeinsam an den verschiedenen Austragungsorten des Herbstmissionsfestes war die Verpflegung: „Der legendäre Missionseintopf wurde extra in die teilnehmenden Gemeinden gebracht“, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem hat Markus Heusser, Leiter von Adonia Deutschland, für das Missionsfest in diesem Jahr ein eigenes Lied komponiert.
Auch internationale Gäste waren auf dem Missionsfest, berichtet die Liebenzeller Mission: „Fredy und Dajana Javier berichteten aus Nordmazedonien, einem Land, in das die Liebenzeller Mission demnächst zum ersten Mal Missionare entsenden wird. Samuel Yawila von der Evangelical University in Sambia sagte, dass Mission eine Herzenssache Gottes sei.“ Verschiedene Missionare und Missionarinnen berichteten in einer Talkrunde von ihrer Arbeit.
Neuer Studiengang an Liebenzeller Hochschule
Im September 2026 beginnt die Internationale Hochschule Liebenzell (IHL) mit einer christlichen Lehrerausbildung, kündigte Rektor Prof. Dr. Volker Gäckle an. Die Gremien der Liebenzeller Mission hatten dies bereits 2024 beschlossen – unter der Bedingung, dass bis Ende Oktober 2025 mindestens 700.000 Euro an Spenden und Zusagen vorliegen: „Dieses Etappenziel wurde deutlich früher erreicht als erwartet.“ Trotzdem würden weitere Spenden für die Lehrerausbildung benötigt. Den endgültigen Akkreditierungsbescheid erwartet die IHL Ende September.
Die Liebenzeller Mission beschäftigt laut eigenen Angaben rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in etwa 30 Ländern. Das nächste Missionsfest soll am Pfingstsonntag 2026 stattfinden, dann wieder im Großzelt auf dem Missionsberg.

Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.
Epheser 2,10
Wer kennt überhaupt diese Aussage und kann erklären, welche Tätigkeiten er daher für Jesus Christus ausführt?