Was trägt in unsicheren Zeiten? In Magdeburg wollen Christen zeigen, dass christliche Hoffnung mehr ist als ein Wort – sie kann heilen, verbinden und neu ausrichten.
Vom 23. bis 26. August findet in der Festung Mark in Magdeburg das Hoffnungsfestival statt – ein viertägiges, kostenfreies Event, das von 16 christlichen Gemeinden und Organisationen gemeinsam mit proChrist (Kassel) getragen wird. Ziel ist es, in bewegten Zeiten Hoffnung zu vermitteln, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Christen sind Hoffnungsmenschen, die sich für andere einsetzen“, sagt proChrist-Geschäftsführer Jürgen Schmidt. Gäste wie Schauspieler Samuel Koch, Sängerin Diana Ezerex und der Theologe Yassir Eric werden erzählen, wie ihr Glaube ihnen Orientierung und Kraft gibt. Alltagsrelevante Themen sollen mit persönlichen Lebensgeschichten und christlicher Botschaft verbunden werden. Die Impulsgeber Jana Kontermann und Matthias Clausen laden dazu ein, sich für eine Hoffnung zu öffnen, die über das eigene Leben hinausweist.
Neben den Impulsen und Talks gibt es Kreativangebote und Konzerte. Mit dabei sind Sängerin Judy Bailey, der Rapper Lorenzo Di Martino, der Illusionskünstler Mr. Joy, die frühere Miss Germany Kira Geiss und der Tänzer Nico Hilger. Dazu gibt es Angeboten für Kinder und Jugendliche. Bibel-TV überträgt das Hauptprogramm jeweils ab 18.30 Uhr live, dazu Sonntag ab 10 Uhr.
Das Hoffnungsfestival findet zeitgleich in rund einem Dutzend weiterer Städte deutschlandweit statt. Die Veranstalter vor Ort übernehmen dazu das Bühnen-Event aus Magdeburg via Livestream und gestalten drumherum ihr eigenes Fest.
Link: die Homepage des Hoffnungsfestivals in Magdeburg mit dem kompletten Programm

Wie in Ninive braucht es einen Jona und Umkehr
Hoffnungsveranstaltungen sind in einer Zeit, in der Hoffnung und Zuversicht defizitär sind, eine immerzu positive Angelegenheit. Wenn wir alle ein wenig mehr an Zuversicht mitbringen würden, wäre bereits die Hälfte des Problemes gelöst. Aber fehlende Hoffnung ist ein Teufelskreis. Ich nenne erst jene zwei Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine. Oder die Situation im Sudan, möglicherweise die größte humanitäre Katastrophe aller Zeiten, aber wenig bis kaum wahrgenommen. Dass die israelische Regierung jetzt Gaza-Stadt erobern will, im Häuserkampf mitten in bewohnten Häusern oder Ruinen, müsste eigentlich jeden entsetzen. Daß die Hamas dafür Ursache war, bestreitet niemand, aber die israelische Regierung in die Falle dieser Terroristen tappt, ist das allergrößte Unglück. Denn diese Absicht war sehr durchsichtig. Wenn die Hamas die Frauen, Männer und Kinder als menschliche Schutzschilde benutzt, also ihre Terrorkommandos unter ihnen ansiedelt, dann werden noch mehr Zivilisten brutal zu Tode kommen, Gaza-Stadt eine blutgetränke Wüste und so wird jeder Hass auf Israel noch gesteigert. Keiner scheint dies irgendwie begriffen zu haben, am wenigsten dabei die Rechtsradikalen in der Knesset. Es fehlt zu unser aller Unglück nur noch, daß der seltsame Mensch Donald Trump sich wie ein Elefant im Porzellanladen in dieses Debakel einmischt. Ich verehre diejenigen Friedensaktivisten der Israelis, die ihren Wehrdienst verweigern und dafür die Strafe absitzen. Sie sind nicht einsam, sondern hinter den Gitterstäben in guter Gesellschaft. Jesus wird sich darüber auch sehr freuen
Dazu kommt die Klimakrise, wobei in Bundestag und Bundesregierung die allergrößte Bedrohung unserer irdischen Existenz dazu ein absolutes Nischenthema geworden ist, möglicherweise soll eher in den Bemühungen eingespart werden, als das Gegenteil. Rechtsradikalisierte bedrohen sehr offen beständig die Demokratie in Deutschland. Aber leider ist nicht abwegig, daß der US-Präsident Trump die dortige Demokratie und den menschlichen und fortschrittlichen US-Staat abschaffen möchte und eher alles wie ein Wirtschaftsunternehmen regieren. Auch die alternativen Wahrheiten, Verschwörungstheorien, Rassismus und Antisemitismus feiern bei uns Urstände. Höchstrichterliche Urteile werden auch von unseren Politiker:innen oft ignoriert. Das Wort Flüchtling und Asyl hat den bitteren Beigeschmack, daß in Not geratene Menschen eigentlich unerwünscht sind und nur jene kommen sollen, die zu unserem Brutto-Sozialprodukt beitragen können, nicht Arme und in Not geratene Personen Mir sind beim Schreiben dieser Zeilen die (gut gemeinten und) frommen Worte und Sätze fast abhanden gekommen. Wir müssen selbstverständlich auch mehr hoffen, mehr lieben, mehr beten, mehr Hoffnung und auch mehr Frömmigkeit praktizieren. Aber wäre Jesu hier, wenn auch nur auf Stippvisite, er hätte die Finger in die Ursachen gelegt, die alles hervorrufen: Es sind unsere kollektiven Haltungen, die Bereitschaft von 30% der Bevölkerung hier eine doch rechtsradikale Partei zu wählen und nicht auch untergehakt mit vielen guten Christinnen und Christen dann lieber gegen die Strom von Unchristlichkeit zu schwimmen. Wir sollten also durchaus alle umkehren, in dem was wir praktisch tun, oder eben auch nicht tun. So sehr ich gerne Superchrist bin, ich würde auch gerne gegen die sehr irdischen und menschlichen Umstände, damit die sich ändern, auch etwas leisten. Aber hier unter diesem Thema, mit dieser Überschrift wird wohl geistlich-geistig-theologisch meines Wissens nichts angeboten. Spannende Geschichten und schöne Musik, was ich alles sehr liebe, reichen aber leider nicht. Wenn ich hier irre, nehme ich all dies zurück und wünsche hier Gottes reichen Erfolg. Warum schreibe ich das: Zur Lösung eines (soziologischen) Problemes muss man zuerst eine Analyse betreiben, was hier die wesentlichen Ursachen sind, dann erreicht man auch eine gute Praxis. Zudem kann der Heilige Geist auch nur wirken, wenn wir ihn dies auch tun lassen und dazu muss man von den Ursachen her auf die Auswirkungen eingehen, aber da braucht es zumindest auch mehr als nur diese Hoffnungsfesivals. Aber da sie in mehreren Städten stattfinden, hoffe ich, daß da gute Gespräche und Diskussionen stattfinden. Aber in dieser Welt sind es unsere Hausaufgaben, unsere Schöpfung, die Demokratien sowie die Humanität zu bewahren. Gott wählt nicht die richtigen Parteien, das müssen wir tun. In der Zwischenzeit glauben ich auch nicht, daß die AfD sich wieder auflöst, wenn sich Wahlbürger verstandener fühlen. Futter für sie gibs immer. Ich weiß, daß die Bergpredigt sich nicht in Wahlprogramme schreiben lässt, aber ihre Haltungen und Hoffnungen sollen mehr die unseren werden.
Etwas müsste da von dieser Idee in dieses Hoffnungsfestival hoffentlich nicht nur im Nebenton erklingen. Ich denke eher an Ninive, aber uns fehlt der Jona, der zwar unwillig war etwas zu sagen, aber der immerhin dorthin von Gott geschickt wurde. Wenn dann Donald Trump auch noch den Friedensnobelpreis erhält, weil er jeden Tag das Komitee anruft, dann hat meine Hoffnung auf Änderung und christliche Umkehr sich noch mehr reduziert. Dann sollte man das Nobelpreis-Komitee in Rente schicken.Arbeiten und beten hatten Mönche zum Motto. Ich glaube das Arbeiten und Tun ist hier unterrepräsentiert. Wenn es mir gesundheitlich möglich gewesen wäre, hätte ich aber an einem Hoffnungsfestival gern teilgenommen.