Die Logos Hope, die größte „schwimmende Buchhandlung“ der Welt, liegt derzeit im Hamburger Hafen vor Anker und ist für Besucher geöffnet. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.
Von Michael Gelen
Einst schipperte die Logos Hope unter dem Namen Norröna für die Smyril Line zwischen Dänemark, den Färöer-Inseln und Island über den Nordatlantik und beförderte Autos und Passagiere. 2004 kaufte die christliche Organisation Operation Mobilization (OM) das Schiff und ließ es umbauen. Seit 2009 ist die Logos Hope als „größte schwimmende Buchhandlung der Welt“ im Einsatz. Zurzeit gastiert das Schiff in Hamburg. Mein Sohn Jonathan und ich nutzten die Gelegenheit, um uns das Schiff anzuschauen.
Erster Eindruck: die Logos Hope ist groß. Sehr groß! Nicht irgendein kleiner Ausflugsdampfer, sondern stattliche 132 Meter lang und über 20 Meter breit. Auf dem einstigen Autodeck sind Aktionsflächen für Theater, Musik und kulturelle Begegnungen entstanden. An Bord leben und arbeiten rund 300 Menschen aus über 60 Ländern. Wenn das Schiff vor Anker liegt und kulturelle Veranstaltungen an Bord stattfinden, präsentieren sich die Crewmitglieder in ihren jeweiligen Landestrachten. „Dann trage ich ein Dirndl“, verrät uns die gebürtige Allgäuerin Franziska, die uns herumführt.
Die internationale Zusammensetzung der Crew macht den Besuch auf dem Schiff zu einem Erlebnis – und zu einer kleinen Reise um die Welt. Besonders beeindruckt haben uns die persönlichen Schilderungen von Besuchen in verschiedensten Häfen weltweit. Hunderttausende Menschen haben die Logos Hope schon besucht – darunter auch die jordanische Königin.

Die Gute Nachricht von Jesus weitergeben
Zurück nach Hamburg. Während des Aufenthalts in der Hansestadt finden zahlreiche Veranstaltungen an Bord und in Kooperation mit Kirchengemeinden der Region statt. „Ziel ist es, Christen zu ermutigen, ihren Glauben sichtbar zu leben und die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben“, erklärt Micha Prechtel, Abteilungsleiter PR bei OM Deutschland.
An Bord laden tausende Bücher für Kinder, Familien und Erwachsene zum Entdecken, Schmökern und Mitnehmen ein. Inspirierend war für meinen Sohn und mich auch die interaktive Ausstellung „Journey of Life“. Mit modernen Medien erzählt sie die bewegende Geschichte des verlorenen Sohnes und regt zum Nachdenken über Vergebung, Hoffnung und den Sinn des Lebens an. Apropos Hoffnung: Es ist ein Glücksfall – oder „Segensfall“ – für OM, dass die Hansestadt Hamburg auf die Liegegebühren für das Schiff verzichtet.
Fazit: Uns haben die internationale Atmosphäre, das Engagement der Mitarbeitenden und die spürbare Haltung, „Jesus in aller Welt bekanntmachen“ sehr beeindruckt. Wer inspirierende Begegnungen, interessante Bücher und neue Perspektiven sucht, für den ist die Logos Hope eine klare Ausflugsempfehlung!
Michael Gelen ist Leiter der Media Sales im SCM Bundes-Verlag
Die Logos Hope liegt noch bis zum 14. Juni an der Überseebrücke im Hamburger Hafen (direkt gegenüber dem Museumsschiff Cap San Diego) und ist täglich außer montags für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Mehr Informationen über die Logos Hope und ihren Besuch im Hamburger Hafen gibt es auf der Homepage von OM.
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