Beim Männeraktionstag der Liebenzeller Mission erlebten 750 Teilnehmer Action, Gemeinschaft und Impulse zum Glauben. Initiator Steffen Cramer betonte: „Wahre Männlichkeit hängt nicht am Status.“
Rund 750 Männer kamen zum siebten Männeraktionstag der Liebenzeller Mission ins Monbachtal im Nordschwarzwald. Über 40 Aktionen sorgten für Abwechslung: vom Pfannenschmieden über Motorsägen-Frisbee bis zum Flying Fox quer über das Tal, heißt es in einer Pressemitteilung. Neu dabei war „Air Jump“ – ein Sprung aus sechs Metern Höhe auf ein XXL-Kissen.
„Auch wenn wir hier Kraft, Maschinen und Action feiern, ist das nicht zwingend ein Ausdruck für wahre Männlichkeit“, sagte Steffen Cramer. „Sie ist unabhängig davon, ob mir bei einem saftigen Steak das Wasser im Mund zusammenläuft oder ob ich glänzende Augen beim Anblick eines Porsche bekomme.“ Wahre Männlichkeit zeige sich, „wenn Äußerlichkeiten und Status wegbrechen“. Männer nach Gottes Willen wüssten, „dass sie nicht perfekt sein müssen, weil es mit Jesus Christus jemanden gibt, der Schuld vergibt und Leben neu machen kann“.
Das Format richtet sich laut Veranstalter an Männer, die offen für Glaubensfragen sind, aber keinen Zugang zu traditionellen Gemeinden finden. „Viele können sich nicht vorstellen, in einer Kirchenbank zu sitzen, nur zuzuhören und zu singen“, so Cramer. Deshalb sei der Aktionstag bewusst locker gehalten: „Man kann einfach vorbeikommen und jemanden mitbringen – ganz ohne Druck.“ Der nächste Männeraktionstag findet am 26. September 2026 statt.
Veranstalter des Männertags war die Liebenzeller Mission gemeinsam mit den Christlichen Gästehäusern Monbachtal.
Homepage: Stronger-Festival

Wir Christen können Gottes buntes Biotop sein
Es ist ja gut gemeint (und auch ehrlich), wenn auch Männer sich nicht vorstellen können, auf einer auch ganz normalen Kirchenbank zu sitzen (und traditionell zu glauben). Aber mein vorgeschlagener Weg ist hier ein ganz ideeller. Ich möchte grundsätzlich, was unsere Christlichkeit betrifft, nicht vorschlagen Menschen in ihr Alter, oder ihr Geschlecht und traditionelle und fortschrittliche Denkschubladen einzusortigen. Nie in Christinnen und Christen selektieren die (jeweils richtig oder mit falsch gekennzeichnet) evangelikal, charismatisch, modern – oder wie auch immer – ticken. Leider haben wir im Prinzip bereits ein gerüttelest Maß an sehr vielfältiger Trennung in Noch-Volkskirchen, Freikirchen, Konfessionen, sowie theologische Auffassungen. Ich träume von der ökumenisch orientierten Gemeinde, einer sehr großen Einheit in bunter Vielfalt, in der alle dazu gehören. Wo die gottesdienstlichen Sonntagsfeiern noch eine Wochenhauptversammlung aller sind, jeder dazu gehören kann und es hier keine tiefen Gräben gibt. Jeder Christ darf seine eigenen Ziele haben, Gemeinden unterschiedliche Konzeptionen, aber Grundziel bleibt das Reich Gottes der Liebe (Agape).
Auch bringt die Urgemeinde fast schon als erfrischend andere geistliche Gene mit. Urgemeindlich gab es im spirituellen Raum (als dealvorstellung) keinerlei gewollten Standesunterschiede, als die Freien, oder Sklaven, nicht nur alt, oder auch nur jung, es waren die Unterschiedlichen immer auch gleicher. Die Gemeinde also zudem heiliger Ort und auch große Möglichkeit, dass Jesus geistlich immer mit anwesend war, wo möglichst mehr als die zwei oder drei in seinem Namen versammelt waren. Dieser gedachte Entwurf berücksichtigt, daß hier das Reich Gottes also keinerlei bewusst gewollte Unterschiede kennt – oder NUR Unterschiede kennt – daß jede/jeder gleich ist an Wert und Liebenswürdigkeit. Aber natürlich wird man auch heute Neigungsgruppen haben, etwa Männer, Frauen, Teenager/innen und z. B. Chöre: Aber im Grundsinn sind sie alle gefühlt (oder auch in der Realität) gleich, oder gleich auch viel wert. Die christliche Gemeinde ist daher immer eine Zielvorstellung mit der Bitte, sich jner sehr sanft auch anzunähern, (daraus keine Ideologie zu machen). Sie ist genauso konservativ und auch ebenso progressiv. Jeder ist sein eigenes göttliches Original und in dieser Kombination reproduziert sich sanft eine Gemeinschaft, die das Licht der Welt, Salz der Erde und Antrieb für sozialen und ethischen Fortschritt wäre. Fromme Sanftheit fühlt sich gut an. Wir sehen die Wahrheit (Gottes) immer nur wie in einem dunklen Spiegel. Absolute Wahrheit zu haben, erzeugt leider große Konflikte. Ganz praktisch dann, wenn wir Bibeltexte nicht mehr am neuen Testament auslegen (Verbalinspiration).
Wenn wir wieder Tankstellen für Seelen sind, haben wir begriffen um was es dort vorallem geht.Wenn wir Gottes und des Heiligen Geistes (und hier Jesu) buntes Biotop sind, dann sind wir richtig. Wobei ich jeden so achten sollte wie er „tickt“ und wie der Himmel ihn erschuf. Deshalb beten im Reich Gottes und auch bereits in dieser Welt auch Homosexuelle, Intersexuelle, Moralisten, Konservative, die politisch Linken und die demokratisch Rechten im Ideal gemeinsam. Sie haben Gräben zugeschüttet(??!), weil Anderssein neugierig macht und es darf jeder so bleiben wie er ist. Deshalb ist der Männertag der Liebenzeller Mission auch eine sehr gute Idee und ein bunter Farbtupfen in der Christlichkeit. Ich beschreibe hier nur Ideale, Annäherungsideen und keine Ideologisierung. Christsein ist vielfältig wie Gottes wunderbare Natur, auch Bäume sind gleich nicht wie Zwillinge.
Übrigens: Das erste urgemeindliche Apostelkonzil ist eine Meisterleistung auch durch die Erfindung der Toleranz von uns Christinnen und Christen: Judenchristen durften so ihre jüdischen Speisevorschriften und Rituale behalten. Für Heidenchristen war es richtig, dies nicht zu müssen und weil jede/r sich an das halten darf, was ihm sein Gewissen auch ganz persönlich vorschlägt. Deshalb steht das Gewissen auch bei unseren katholischen Mitchristen in Glaubensfragen noch höher jener des Papstes. Problematisch ist nur die Annahme, es gäbe ein irrendes Gewissen. Ich schreibe dies, weil es immer noch harsche Kritik der Christen an anderen Christen gibt, die Gottes bundes Biotop infrage stellt. In christlichen Foren kann man zu fromm, zu wenig fromm, falsch fromm oder gar ketzerisch eingestuft werden. Konstruktiver Streit ist schön, er macht Spaß, aber Intolleranz macht die Gräber zwischen uns breit. Ist dieser Anspruch zu hoch? Nein, dies glaube ich nicht. Wie gut Taize funktioniert weiss jeder der diesen Ort kennt. Da kommen junge Menschen zusammen, die sich nie begegneten und es dauert kaum 24 Stunden, bis sie das sind was wir wollen: „Gemeinschaft“