- Werbung -

Umfrage: Freikirchler engagieren sich am häufigsten ehrenamtlich

Fast 60 Prozent der evangelisch-freikirchlichen Befragten bringen sich freiwillig ein. Verantwortlich dafür ist unter anderem die hohe kirchliche Verbundenheit.

- Werbung -

Zugehörige einer evangelisch-freikirchlichen Kirche sind überdurchschnittlich häufig freiwillig tätig. Der Anteil ehrenamtlich Engagierter liegt dort laut einer Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts (SI) der EKD von 2019 bei 57,5 Prozent. Die Quote aller Befragter liegt hingegen lediglich bei 40 Prozent. Auf Platz zwei folgen die evangelischen Befragten mit 46 Prozent. Im Vergleich mit 2014 hat die Engagement-Quote der evangelisch-freikirchlichen Befragten um rund 8 Prozentpunkte abgenommen. Die Studie liefert keine Gründe für die Abnahme.

Wer sich stark mit seiner Kirche verbunden fühlt, engagiert sich häufiger, stellt das SI fest. Bei den evangelisch-freikirchlichen Befragten ist der Anteil der Hochverbundenen mit 88 Prozent deutlich höher als bei den evangelischen mit 59 Prozent. Als wichtigster Beweggrund für das Engagement wird „Spaß“ genannt. Weiter Gründe sind religiöse Motive wie das Gebot der Nächstenliebe, „anderen Menschen helfen“ und „etwas für das Gemeinwohl tun“.

Persönliche Ansprache führt zu Engagement

Leitende Personen aus der Kirche und dort aktive Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte gaben in den meisten Fällen den Anstoß für die Tätigkeit der Ehrenamtlichen. Im kirchlichen und religiösen Umfeld kommt es laut SI im Vergleich zu anderen Bereichen sehr stark auf die persönliche Ansprache an.

Nichts mehr verpassen – mit unserem
BLICKPUNKT-Newsletter
täglich von Montag – Freitag

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Die meisten evangelisch-freikirchlichen Ehrenamtlichen bringen sich im kirchlichen-religiösen Bereich ein. Darauf folgen die Bereiche „Kultur und Musik“ sowie „Sozialer Bereich“. Bei Katholiken und Evangelischen steht „Sport und Bewegung“ auf Platz eins. Die drei wichtigsten Zielgruppen der ehrenamtlichen Arbeit sind ältere Menschen, Familien mit Kindern und Jugendliche.

1 Kommentar

  1. Freikirchler engagieren sich am häufigsten ehrenamtlich

    Freikirchler engagieren sich am häufigsten ehrenamtlich. Allerdings sind landeskirchliche oder katholische Christen und solche aus Freikirchen im Nebeneinander wie Äpfel und Birnen. Beide Früchte gehören – um im Bilde zu bleiben – summarisch zum Obst. Mein diesbezüglicher Hinweis zeigt nachfolgend den formalen Unterschied auf, wie freikirchliche Menschen und solche aus unseren beiden großen Kirchen unterschiedlich zu ihrer Mitgliedschaft kommen. Evangelisch oder katholisch wird man dort, wesentlich häufiger als in einer Entscheidungstaufe, durch die Kleinkindertaufe. Die Taufe von Babys hat nach Meinung der Theologen insofern neben der Erwachsenentaufe eine gleichwertige Sinnhaftigkeit. Wenn ein kleiner Mensch durch die Kindertaufe, ohne sein eigenes Zutun, so in die christliche Kirche aufgenommen wird, bedeutet dies vor allem: Gott liebt dich und jede/n andere/n voraussetzungslos bzw. ohne eine Vorleistung. Denn wir sind seine Geschöpfe. Gottes Liebe kann man sich nicht erarbeiten, auch nicht durch einen festen Glauben bzw. durch eine eigenständige Entscheidung. Die Glaubensentscheidung ist aber die Antwort auf die Liebe Gottes.

    Selbstverständlich sind frühgetaufte Christinnen und Christen auch nur dann Jesusnachfolger*innen, wenn sie Jesus nachfolgen im späteren Leben. Es ist aber keine billige Gnade Gottes, wenn Gott in Jesus Mensch wurde und nicht zum Gericht kam, sondern zum Heil und Erlösung aller Menschen diese Erde, und sogar der gesamten Schöpfung. Man wird also landeskirchlich und katholisch nicht gläubig durch die Taufe, sondern es wird bereits über dem Kind die unverdiente Liebe seines Schöpfers zugesprochen: Der Schöpfer liebt jeden einzelnen Menschen, der je über diesen wunderschönen blauen Planeten geht, so als wäre er der Einzige. Konfirmation und Firmung sind später für als Babys getaufte Kirchenmitglieder der nachgeholte Taufunterricht: Mit anschließender Möglichkeit, sich für Glauben und Kirche zu entscheiden. Freikirchliche Gläubige werden Mitglied, weil sie selbst gerne Christen sein möchten.

    Die meisten Menschen als Mitglieder der beiden großen Kirchen sind seit ihrem Kleinkindalter daher automatisch bereits Kirchenmitglieder und damit später Kirchensteuerzahler. Im Gegensatz zu freikirchlichen Gemeinden werden nur 3 bis 5% diese Menschen für ein praktiziertes Christsein erreicht, also Teilnahme an Gottesdiensten, Einsatz für den Nächsten bei Diakonie und Caritas, als Mitglieder bzw. Mitarbeiter in Gruppen, Kreisen, Aktionen, Chören, in der Leitung der Ortsgemeinden sowie Stimmberechtigte in den Synoden. Man kann trefflich streiten, ob häufig genug die Chancen genutzt werden, auch beispielsweise durch kirchliche Einrichtungen wie Kindertagesstätten, durch die Einbindung in eine Mitarbeit oder in anderer Weise, Menschen wirklich und über die magische 5%-Quote hinaus zu erreichen. Eine Dunkelziffer sind die vielen Fernsehzuschauer und die Teilnehmer im Netz, die so an Gottesdiensten teilnehmen. Auch durch die Kasualien werden Menschen mit dem Evangelium erreicht. Etwa anlässlich von Begräbnissen, da hier Menschen teilnehmen die man ansonsten nie in Gottesdiensten sehen würde. Die Freikirchen haben bereits wegen ihrer personell begrenzten Mitgliederzahl nicht schon vorgegebenen Zugangsmöglichkeit zu Menschen wie die (Noch-)Volkskirchenglieder.

    Es gibt leider Bürger*innen, die auch die charmanteste Freikirche und die aktivste sowie frömmste evangelische und katholische Gemeinde nicht erreicht. Auch die Freiwilligentaufen sollte niemand als Königsweg und einzige perfektionistische Möglichkeit der Mission und Evangelisation betrachten. Nur Gott kann ins Herz sehen und auch ein sogenannter wiedergeborener Christ ist nur ein wiedergeborener Christ, wenn er wie der, welcher sich nicht so bezeichnet, im Prinzip jeden Tag aus der Vergebung Christi zu leben versucht. Mit den Augen unseres Schöpfers betrachtet sind wir alle zwar seine lieben Kinder und Erben des Himmelreiches, aber wir haben den Himmel so viel Mühe gekostet, dass Jesus dafür freiwillig ans Kreuz gegangen ist – auch für die bösesten Unholde in dieser Welt bzw. ebenso für Kain und Judas.

Die Kommentarspalte wurde geschlossen.

Zuletzt veröffentlicht