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Generalsekretärin Helmke verlässt Evangelischen Kirchentag

Julia Helmke legt aus familiären Gründen ihr Amt beim Evangelischen Kirchentag nieder.

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Die 52 Jahre alte promovierte Pastorin übernimmt im Oktober als Oberkirchenrätin die Leitung des Referats für Theologie, Gottesdienst und Kirchenmusik im Landeskirchenamt in Hannover, wie die Landeskirche und der Kirchentag am Montag mitteilten.

Die im bayerischen Freising geborene Helmke arbeitete seit Mai 2017 als Generalsekretärin des Kirchentags mit Sitz in Fulda. Sie war für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 und zusammen mit den katholischen Partnern für den 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) 2021 in Frankfurt am Main verantwortlich. Zuvor leitete sie das Referat „Gesellschaftliche Grundsatzfragen“ im Bundespräsidialamt in Berlin, wo sie für Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Kultur, Gedenken und Engagementpolitik zuständig war.

„Wichtige Innovationsprozesse angestoßen“

Über ihre Nachfolge soll laut Kirchentag in den kommenden Monaten entschieden werden. Ihren Wechsel begründete Helmke mit familiären Gründen. Der Kirchentag würdigte die Leistung von Helmke in den zurückliegenden vier Jahren: Sie habe das Christentreffen als Bewegung und „Zeitansage“ für Gesellschaft und Kirche positioniert. Gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlichen Leitungsgremien habe sie zudem wichtige Innovationsprozesse angestoßen.

Die Präsidentin des Kirchentages, Bettina Limperg, reagierte auf die Entscheidung mit Bedauern, aber auch mit Verständnis: „Julia Helmke war die vierte Frau, die den Kirchentag als Generalsekretärin in den letzten 25 Jahren maßgeblich geprägt hat. Gerade der 3. ÖKT war unter den Corona-Bedingungen ein enormer Kraftakt, der ohne ihr überwältigendes Engagement so nicht möglich gewesen wäre.“ Helmkes Vorgängerinnen waren die Theologinnen Margot Käßmann, Friederike von Kirchbach sowie Ellen Ueberschär.

Zurück zum alten Arbeitgeber

Helmke erklärte zu ihrem Wechsel, der Deutsche Evangelische Kirchentag lebe von „Vertrauen, Vergewisserung, aber auch von Veränderungen und Neuanfängen“. Mit diesen Voraussetzungen habe sie „täglich mit Leidenschaft für den Kirchentag gelebt.“ Aus familiären Gründen sei es für sie „nun an der Zeit, meinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt, anders als jetzt, an einem Ort zu gestalten“.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 als christliche Laienbewegung gegründet. Er findet in der Regel alle zwei Jahre statt und bringt Zehntausende vor allem junger Christen zusammen. Der 38. Kirchentag findet vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg statt.

Helmke arbeitete bereits von 2005 bis 2015 bei der hannoverschen Landeskirche, unter anderem als Beauftragte für Kunst und Kultur. In Hannover wird sie nun Nachfolgerin von Oberlandeskirchenrat Klaus Grünwaldt, der im kommenden Jahr in den Ruhestand geht.

Quelleepd

2 Kommentare

    • Was für eine unhöfliche und misanthrophe Bemerkung.
      Schon mal auf die Idee gekommen, dass sie einfach wirklich familiäre Gründe hat?

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