Papst Franziskus hatte an Gründonnerstag Migranten und Strafgefangenen die Füße gewaschen. Sein Nachfolger kehrt zu einer früheren Auslegung des Brauchs zurück.
Papst Leo XIV. wäscht an Gründonnerstag zwölf römischen Priestern die Füße. Elf von ihnen sind Priester, die Leo im vergangenen Jahr selbst geweiht hat, wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte. Den traditionellen Ritus vollzieht Leo während der Chrisammesse am frühen Donnerstagabend in der Lateranbasilika in Rom.
So kehrt Leo an seinem ersten Osterfest als Papst zu einer früheren Auslegung des Brauchs zurück. Sein Vorgänger Papst Franziskus hatte die Waschung nicht wie bis zu seinem Pontifikat (2013-2025) üblich an Priestern vollzogen, sondern an Migranten und Strafgefangenen, darunter auch Frauen. Die Geste der Fußwaschung an Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, vor dem laut biblischen Berichten Jesus den Jüngern die Füße gewaschen hat.
Papst will das Kreuz selbst tragen
Mit der Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz hat das erste Osterfest im Pontifikat von Papst Leo XIV. begonnen. Am Karfreitag will der Papst das Kreuz an allen 14 Stationen des Kreuzwegs am Kolosseum selbst tragen – eine Neuheit. Der Papst sei «ein geistlicher Führer in der heutigen Welt, eine Stimme, die sagt, dass Christus auch heute noch leidet. Und auch ich trage all dieses Leid in meinen Gebeten mit», sagte Leo in Castel Gandolfo zu diesem unüblichen Vorhaben.
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