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ICF München startet Podcast-Reihe über Vertuschungskultur in Kirchen

Mit einer zweiteiligen Sonderreihe des „Leadership Podcasts“ greift ICF München das Thema Machtmissbrauch und Vertuschungskultur in Kirchen auf. Pastor Tobias Teichen spricht über Ursachen, Risiken und die Verantwortung christlicher Leiterschaft.

Wie ICF München mitteilt, startet die Freikirche eine zweiteilige Sonderreihe ihres „Leadership Podcasts“ zum Thema „Cover-Up-Culture“. Darin geht es um Machtmissbrauch, sexuelles Fehlverhalten, geistlichen Missbrauch und den Umgang mit Vorwürfen der Vertuschung in kirchlichen Kontexten. Der Podcast ist auf dem YouTube-Kanal von ICF München sowie auf Spotify abrufbar.

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Der Begriff „Cover-Up Culture“ beschreibt eine Kultur, in der Fehlverhalten verschwiegen, relativiert oder nicht konsequent aufgearbeitet wird, um Personen, Leitungsstrukturen oder den Ruf einer Organisation zu schützen. Auslöser für die Reihe sind internationale Fälle aus den vergangenen Jahren, darunter Vorwürfe gegen Kirchenleiter, Berichte über geistlichen und sexuellen Missbrauch sowie Debatten über problematische prophetische Praktiken.

Tobias Teichen, der gemeinsam mit seiner Frau Frauke seit 2004 das ICF München leitet, fordert, nicht das Image einer Kirche zu schützen, sondern Menschen. Die Mini-Serie verstehe sich als Einladung zu mehr Transparenz, Rechenschaft und gesunder Leiterschaft, heißt es. Die erste Folge ist bereits veröffentlicht, die zweite soll am 23. Juni erscheinen.

Spiegel TV hatte in einem Beitrag am 12. Januar freikirchliche Gemeinden und Christfluencer sehr kritisch dargestellt darunter auch ICF München. „Auch in der Freikirche ICF Church in München wird gegen Abtreibung gehetzt“, hieß es ursprünglich in dem Beitrag. Nach einer Beschwerde der Gemeinde entfernte Spiegel TV den betreffenden Abschnitt nach redaktioneller Überprüfung aus der Reportage.

In der Stellungnahme der Gemeinde hieß es: „Es ist unerträglich, dass eine theologisch fundierte, renommierte und international vernetzte Kirche wie ICF in einen Topf geworfen wird mit einer kleinen Gruppierung in Pforzheim, die mit einem biblischen Anstrich ein radikal verzerrtes Glaubensverständnis propagiert und tatsächlich Hass predigt.“ Die ICF-Position zur Abtreibung werde „falsch und pauschal“ dargestellt. Die ICF München distanziere sich „unmissverständlich und in aller Deutlichkeit von allen Positionen und Aussagen, die zu Hass, Diskriminierung oder Gewalt gegen Andersdenkende oder Personen anderer sexueller Orientierung aufrufen.“

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