Snapchat, Insta, TikTok – bald tabu für Kids? Eine Petition für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige hat bereits mehr als 100.000 Unterschriften.
Das Inkrafttreten eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 16 Jahren in Australien lässt die Debatte auch in Deutschland aufleben. «Wir brauchen jetzt eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren, verbindliche Schutzmechanismen und eine staatliche Kontrolle, die diesen Namen verdient», erklärte die Initiatorin einer entsprechenden Petition, Enam Obi, am Mittwoch über die Petitionsplattform «change.org». Die Mutter und Sozialarbeiterin hatte im Sommer die Petition für eine Social-Media-Beschränkung in Deutschland gestartet, die mittlerweile mehr als 100.000 Unterschriften hat.
Das an das Bundesjustizministerin gerichtete Begehren war im November Thema im Petitionsausschuss des Bundestags. Das Familienministerium stehe einer Altersregulierung bei Social Media positiv gegenüber, hieß es damals. Es benötige jedoch eine wirksame Altersverifikation. Eine Möglichkeit sei die voraussichtlich ab Ende 2026 verfügbare EUDI-Wallet. In der digitalen «Brieftasche» sollen offizielle Identitätsnachweise wie der Personalausweis gespeichert werden.
Weber: Kein Konto unter 13 Jahren
Auch der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, befürwortete am Mittwoch ein Verbot nach australischem Vorbild. In der «Augsburger Allgemeinen» sprach er sich für ein Zugangsverbot bei Kindern unter 13 Jahren aus. Zwischen 13 und 16 Jahren sollten die Eltern zustimmen müssen.
Mit dem am Mittwoch in Australien in Kraft getretenen Gesetz dürfen Kinder unter 16 Jahren nun keine eigenen Konten mehr auf Plattformen wie Instagram, Tiktok, Snapchat, Facebook und Youtube besitzen.
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