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Mit wildfremden Menschen Weihnachten feiern

Wer sagt denn, dass Weihnachten nur am 24. Dezember stattfindet? Drinnen in der warmen Stube? Und nur mit der Familie?

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Von Conny Gorenflo, Religionspädagogin und Autorin

Dieses Jahr feiern wir Waldweihnachten am Bauwagen. Einen Tag vor dem Heiligabend. Ich lade meine Kinder dazu ein und Menschen, die alleine sind, Verlassene, Menschen mit Herzwunden. Eine bunte Truppe aus der „Familie Mensch“.

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Ich koche einen Glühpunsch auf dem Feuer. Würstchen und Brötchen gibt es. Überall im Freien stelle ich Windlichter auf, hänge welche in die Bäume, es sieht zauberhaft aus. Lauter kleine Hoffnungslichter. Zauber einer Winternacht. Das Lagerfeuer wird bei großem Wind entzündet, es raucht gewaltig, lange wird der Geruch unserer Kleider noch an diesen Abend erinnern. Das Feuer lodert in die dunkle Nacht hinein, kraftvoll. Die Gesichter leuchten im Schein des Feuers, feierlich.

Tiefer Friede breitet sich aus

Wir lesen die Weihnachtsgeschichte, hören gemeinsam das große „Fürchte dich nicht“, die alte Botschaft der Engel, gültig bis in unsere Zeit der großen Schrecken, die die Welt erschüttern. Gültig für alle hier im Schein des Feuers, für die großen und kleinen Schrecken dieser Menschen. Ein tiefer Friede breitet sich aus. Wir singen ein paar Weihnachtslieder, schlicht, treffen auch nicht immer die richtigen Töne. Aber es klingt durch die Nacht. „Stille Nacht, heilige Nacht.“ Die Nacht, die alles ändert auf dieser Erde. Die Nacht, die unser Leben ändern will. Die Christnacht. Christ ist geboren, das ist die beste Nachricht aller Zeiten!

Meine ersten drei Gäste frieren und setzen sich zusammen in den warmen Bauwagen, das Feuer brennt – drinnen ist es kuschlig. Man erzählt sich Geschichten aus dem Leben, teilt das vergangene Jahr. Macht sich miteinander vertraut und lässt sich in die Karten des Lebens blicken. „So etwas habe ich noch nie erlebt, mit wildfremden Menschen Weihnachten feiern”, sagt mir eine Singlefrau zum Abschied. „Im Bauwagen habe ich Weihnachten erlebt. Danke euch allen!“ „Welt ging verloren, Christ ist geboren, freue dich, o Christenheit“, summe ich leise auf dem Heimweg in die dunkle Nacht hinein. Und die stille Herzensfreude macht mich ganz tief drinnen warm.


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Diese Geschichte erschien bei Gerth Medien im Buch „Im Dunkel scheint dein Licht“ von Andi Weiss. Gerth Medien gehört wie Jesus.de zur SCM Verlagsgruppe.

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