Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel schließen 2024 mit einem Plus von 11,25 Millionen Euro ab. Vorstand Ulrich Pohl mahnt dennoch: Einsparungen im Sozialbereich gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat Bethel 2024 ein positives Jahresergebnis erzielt: 11,25 Millionen Euro Überschuss, ein Plus von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gesamterträge aller Stiftungsbereiche und Tochtergesellschaften der Stiftungen Bethels stiegen demnach auf 1,98 Milliarden Euro. Das Werk verbuchte Spenden und Nachlässe in Höhe von 75,68 Millionen Euro. „Bethel steht stabil da“, sagte Vorstandschef Ulrich Pohl bei der Vorstellung des Jahresberichts. Das Geld werde vollständig in die Arbeit Bethels reinvestiert.
Doch Pohl warnte in seinem Jahresbericht auch eindringlich vor den Folgen knapper öffentlicher Mittel: „Die Verteilungskämpfe im Bundeshaushalt sind durch neue Prioritäten im Militär- und Infrastrukturbereich nicht geringer geworden. Die schwierige Lage der Finanzmittelgeber betrifft das Sozial- und Gesundheitswesen.“ Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt wolle, müsse das Soziale stärken, betonte er. Besonders in Krisenzeiten sei soziale Arbeit wichtig.
Werbung für das „Betheljahr“
Rund 500 junge Menschen absolvierten auch 2024 ein Freiwilliges Soziales Jahr in Bethel. Weil es in Nordrhein-Westfalen durch die Umstellung in den Schulen von G8 auf G9 keinen Abiturjahrgang im Jahr 2026 geben wird, rechnet das Werk mit weniger Freiwilligen. „Wir ermutigen alle Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und laden sie ein, sich bei uns zum Betheljahr zu informieren“, heißt es in der Pressemitteilung. „Das Freiwillige Soziale Jahr ist im Lebenslauf kein verlorenes Jahr, sondern ein gewonnenes.“
Bethel beschäftigt nach eigenen Angaben rund 24.900 Mitarbeitende.
