In Rheinland-Pfalz ist das bundesweit liberalste Bestattungsgesetz in Kraft getreten. Viele alternative Bestattungsformen sind ab sofort erlaubt. Auch der Friedhofszwang für Totenasche entfällt.
Die abschließende Prüfung und Veröffentlichung sei schneller erfolgt als erwartet, teilte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) mit. Das Land erhält damit das bundesweit liberalste Bestattungsrecht. In Rheinland-Pfalz werden viele alternative Bestattungsformen erlaubt und der Friedhofszwang für die Totenasche wird aufgehoben. Angehörige können die Asche künftig grundsätzlich auch privat aufbewahren.
Die verbreiteten Wünsche nach neuen Bestattungsformen könnten vom Wochenende an umgesetzt werden, kündigte Hoch am vergangenen Freitag an. Tatsächlich ist dies in vielen Fällen aber wohl noch nicht möglich. So fehlten für die gesetzlich erlaubten Flussbestattungen in Rhein, Mosel, Saar oder Lahn die wasserrechtlichen Durchführungsverordnungen, warnte der Bestatterverband Rheinland-Pfalz. «Es gibt da gerade einen gewissen Aktionismus», sagte Landesgeschäftsführer Christian Jäger dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Zwar würden bereits erste Schifffahrtsunternehmen entsprechende Angebote machen, doch vorerst bestehe während einer solchen Flussbestattung noch das Risiko, «dass die Wasserschutzpolizei beidreht». Für die unabhängig vom religiösen Bekenntnis erlaubten Tuchbestattungen wiederum müssten die Friedhöfe noch ihre Satzungen ändern. Die private Aufbewahrung der Asche sei nur bei Vorliegen einer zu Lebzeiten verfassten, schriftlichen Verfügung des Verstorbenen erlaubt.
Da viele Detailfragen noch unklar seien, kritisiert der Bestatterverband, dass das Gesetz in Kraft treten kann, bevor die Rechtsverordnungen vorliegen. Auch die kommunalen Ordnungsbehörden hätten sich noch nicht wirklich mit der neuen Rechtslage befasst, sagte Jäger.

Entscheidend ist doch, wo Sie in der Ewigkeit sein werden (Johannes 5, 24; Matthäus 25, 31-46; Offenbarung 3, 14-22)!
Gott ist immer Liebe und nicht der Rächer unserer Taten
Hallo Claus F. Dieterle. Aber ich glaube daran, dass Jesus nicht gekommen ist für eine Erlösung einer erlauchten Schar von 1% Erdenbürger(innen).
Die vielen Millionen (oder Milliarden) Menschen, seit unserem Abstieg von den Bäumen und unserer Menschwerdung, sind da nicht eingerechnet.
Er hat versprochen nicht als Richter zu kommen, sondern Erlöser. Sonst denke ich durchaus, dass auch unser Friedhof egal ist, wo ich liegen werde. Denn dort meinen ja manche, sie könnten sich mit den Nachbarn unterhalten und gesellig sein. Dies sind – auch wenn sie dies nur oberflächlich reflektieren – doch meist die Gleichen, die ansonsten an nichts glauben als dass ein Pfund Knochen eine gute Suppe ergibt (wie mein Schullehrer vor bereits unergründlich langer Zeit den Nihilismus zutreffend schwadronierte ). Immerhin blenden ja Atheisten die Frage nach Gott aus, weil aus dieser dann auch nichts hilfreiches zu erarbeiten ist: Wir können Gott nicht erklären. Bei Nihilisten ist Hoffen auf Gott schlicht nur mildeste Form einer Neurose, nicht schädlich, soweit es nicht schlimmer wird. Auch der Positivismus beschreibt, dass Naturgesetze nur letzte Fundamentale sind.
Bei allen Kosten, die für eine Bestattungskultur leider aufgewendet werden müssen, ist doch das Lagern von Toten in Gefäßen im Keller neben den Kartoffeln und Gartengeräten, geradezu ein Kulturbruch. Aber wer mag seine große Liebe, die fürsorgliche Oma, die gerne Konzert hörende Tante, oder den sorgenvollen Vater, gerne einfach in der Lahn oder im Rhein versenken? Wo soll es noch Orte und Gelegenheiten geben für gemeinsame Trauer? Ein mir gut bekannter Mensch, der an nichts glaubte außer an sich selbst, hat sich auch ein wunderschönes Grab mit Rheinblick erworben.
Ein Nichtphilosoph hat einmal in sehr einfachen Worten zusammengefasst, was auch hier bei der Marginalisierung der Kultur, mit unseren Toten umzugehen, durchaus zutreffend sein müsste: Die Urne füllen, Deckel zumachen und Thema vorbei.
Wenn dies so mit der Gottes Liebe wäre, wären wir ziemlich armselige Bewohner eines furchtbar kalten Universums. Wir hätten dann auch einen Gott, der sogar 100 Brötchen backt, aber hier die missratenen 99 Schrippen einfach in den Müll wirft und dies sind fast alle. So kann und muss man sich Erlösung nicht vorstellen. Im alten Israel zu Jesu Zeiten war so gut wie jeder religiös jüdisch. Selbst unter dem gottlosen Adolf Hitler waren fast 100% Deutscher (noch nominell) Christinnen und Christen. Aber nicht in Wirklichkeit, sie huldigten oft dem Antichristen Hitler. Weshalb sollte dann Jesus auch wirklich die Schuld der ganzen Welt in Golgatha auf seine eigenen Schultern geladen haben? Doch deshalb, weil wir meist nicht dies sind, zu dem wir ebenso geschaffen wurden: Zu Ebenbilder der Liebe Gottes. Aber Gott bleibt trotzdem Liebe, sowie auch fast alle irdischen Eltern immer ihre irdischen Kinder lieben, auch wenn sie auf schlimmste Abwege geraten. Auch auf Erden hört man sehr selten, dass Vater und Mutter ihre Kinder in einer Sintflut brutal ertränken. Da will uns die Noah-Geschichte doch lediglich, auch mit der Strenge die für Wüstenvölker normal ist, menschliche Unterordnung bei Gott extrem erklären. Doch wir wissen so nach Jesu Tod am Kreuz, dass er ein Anti-Gewalt-Gott ist. Das Kreuz der brutalen Todesstrafe verbietet jedwede Gewalt radikal. Wenn aber Gott nunmehr überhaupt straft, dann straft er uns mit einer völlig unerwarteten Zuwendung. Nichts ist psychologisch mehr Strafe als diese nicht gerechte Liebe. Aus Berichten richtiger Bösewichte über ihre Nahtod-Erfahrung, schildern diese sehr eindrückliche und fast wie lebenslang gefühlte dramatische Lebensrückblicke, im Detail alle unliebsame Erfahrungen, durch eigene Augen oder jene der Opfer, nacherlebt. Sie richtete das eigene Gewissen und brauchten gleichen Trost wie alle, die dabei Opfer waren. Ein Gott der Liebe erzieht und wenn er bestraft, will er nur die Besserung. Katholiken glauben an eine solche soziale Rehabilitierung im Himmel, bei den Orthodoxen gibt es auch ein Wiederannäherungsprogramm an Gott. Martin Luther hat sich damit nicht befasst, aber ging auch davon aus, dass Gott uns schon immer liebte, sogar auch bereits im Mutterleib. Luthers Kampf auch durch Kasteiung für einen gerechten Gott war unnötig.