Die Evangelische Hochschule Hessen (EHH) hat ihren Betrieb aufgenommen. Kirche und CVJM wollen damit gemeinsam ein Zeichen für werteorientierte Bildung im Sozial- und Bildungsbereich setzen.
Mit dem Start der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) bündeln die Evangelische Hochschule Darmstadt und die CVJM-Hochschule ihre Kräfte unter einem gemeinsamen Dach. Getragen wird die neue Hochschule von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sowie dem CVJM Deutschland. Mit rund 1.650 Studierenden, 14 akkreditierten Studiengängen und knapp 150 Mitarbeitenden zähle die EHH zu den großen kirchlichen Hochschulen in Deutschland, heißt es in einer Pressemitteilung.
Den Weg für die Neugründung ebneten Beschlüsse der kirchlichen Synoden im Mai 2025 sowie der Mitgliederversammlung des CVJM Deutschland. Auch das Land Hessen unterstützt das Projekt: Anfang Februar 2026 beschloss der Hessische Landtag die gesetzliche Grundlage für die neue Hochschule. Wissenschaftsminister Timon Gremmels sprach von einem wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Sozialer Arbeit, Gesundheit, Pflege und Bildung.
Zukunftsprojekt von Kirche, Jugendverband und Staat
Die Kirchen betonen, dass ihr Engagement mit der Fusion nicht endet, sondern gestärkt werden soll. Ulrike Scherf, stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, erklärt: „Mit der EHH bringen wir als Kirchen – gemeinsam mit dem CVJM – weiterhin unsere Werte aktiv in den Bildungsbereich ein.“ Auch EKKW-Bischöfin Dr. Beate Hofmann sieht in der Hochschule ein gemeinsames Zukunftsprojekt von Kirche, Jugendverband und Staat.
Der CVJM Deutschland bleibt ebenfalls in Trägerschaft und Finanzierung engagiert und will sein geistliches und pädagogisches Profil dauerhaft in die Hochschule einbringen. „Die Bildungsarbeit des CVJM mit ihrem innovativen, missionarischen, interkulturellen Herzschlag und dem Konzept des gemeinsamen Lebens und Lernens geht an der Evangelischen Hochschule weiter“, betont CVJM-Generalsekretär Hansjörg Kopp.
