Am 1. Januar wurde erneut ein Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet – und der Täter festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft ist er für alle drei Kältebusanschläge verantwortlich.
Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Nachdem der 43-jährige Mann zuvor auf „frischer Tat ertappt“ worden war, ergab ein Alkoholtest nach der Festnahme einen Wert von 1,6 Promille. Laut Staatsanwaltschaft sei er nicht vorbestraft gewesen. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft.
Nun wird dem Tatverdächtigen vorgeworfen, auch die anderen Brandanschläge auf Kältebusse für Obdachlose begangen zu haben. Barbara Breuer, Sprecherin der Berliner Stadtmission, sprach von einer kompletten Zerstörung zweier Busse. Nach der Festnahme des Tatverdächtigen konnte der Brand des dritten Busses zwar mit Feuerlöschern gestoppt, aber eine Fahruntauglichkeit nicht verhindert werden. Bereits in der Nacht vom 27. auf den 28. Dezember war ein Kältebus vollständig ausgebrannt, ein weiterer wurde beschädigt. Damit sei die vollständige Flotte nicht mehr einsatzfähig. Der 43-jährige Mann habe sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Große Hilfsbereitschaft
Dennoch seien „lückenlos“ drei Ersatz-Busse im Einsatz gewesen, sagte Breuer. Die Stadtmission erhielt Leihbusse von der gemeinnützigen Gebewo, der Autovermietung Allround und dem Verein Zukunftssicherung Berlin. Einer der Ersatzbusse verfüge auch über eine Rollstuhl-Rampe.
Bereits nach dem ersten Brand hatte die Stadtmission eine Spendenkampagne gestartet. „Die Hilfsbereitschaft ist wirklich groß“, sagte Breuer. Allein die Deutsche Bahn habe 70.000 Euro gespendet.
Einer der abgebrannten Busse sei bereits eine Spende der Bahn und „maßangefertigt“ gewesen, mit einer Rampe, Schubfächern und Vorrichtungen für Isomatten und Schlafsäcke. Die Berliner Stadtmission bedankte sich herzlich für jegliche Form von Hilfe.

Vergebung ist ein hohes Ideal
Wenn er es wirklich gewesen ist, dann steht ihm bei seiner vermutlichen Suchtmittelabhängigkeit eine schwierige Wegstrecke bevor, sich vor Gott und den betroffenen Mitarbeiter/innen der Kältebusse zu entschuldigen. Mein Ideal besteht darin, in der Hoffnung mich diesem auch anzunähern, nie über einem Menschen endgültig den Stab zu brechen. Wie ich hoffe, dass es Gott auch nicht tut. Aber dies ist immer eine Aktion der 2-3 Seiten.