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Vesperkirche Stuttgart: „Ein Wunderraum für alle“

Sieben Wochen Wärme, Begegnung und Hilfe: Die Vesperkirche Stuttgart geht zu Ende – mit einem ganz besonderen Dankeschön.

Am 7. März endet mit einem Gottesdienst offiziell die 32. „Vesperkirchen-Saison“ in Stuttgart. Der Kirchenkreis Stuttgart hat bereits jetzt eine Bilanz veröffentlicht. Rund 900 Ehrenamtliche leisteten in sieben Wochen etwa 13.000 Stunden Arbeit. Zwischen 700 und 800 Essen wurden demnach täglich ausgegeben. 100.000 Tassen und 14.500 Brottüten wurden gefüllt. Neben Mahlzeiten und Begegnung bot die Vesperkirche dank zahlreicher Projektpartner auch medizinische Beratung, Fußpflege, Frisörangebote, Tierimpfungen, Seelsorge, Gottesdienste und ein Kulturprogramm.

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„Mein großer Dank gilt Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann, deren letzte Vesperkirchen-Saison dies ist. [Sie hat] die Vesperkirche Stuttgart mit Liebe und hohem persönlichen Engagement gelebt und sich unermüdlich als Fürsprecherin für Menschen eingesetzt, denen nicht zugehört wird“, sagte Stuttgarts Prälatin Gabriele Arnold. Ehrmann selbst betonte: „Freundschaften und ein guter Austausch untereinander prägten diese Vesperkirchensaison. Aber es wurde auch sichtbar, dass wir in unserer Gesellschaft, in Stuttgart, ein Armutsproblem haben. Davon betroffen sind vor allem Rentnerinnen und Rentner sowie arbeitslose Menschen.“

Auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker unterstützten die Aktion in diesem Jahr vor Ort, darunter Cem Özdemir, Manuel Hagel und Oberbürgermeister Frank Nopper.

>>> zur Homepage der Vesperkirche

Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann (Foto: Kirchenkreis Stuttgart / monika Johna)

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1 Kommentar

  1. Arme Menschen sind sozial/kulturell weitgehend ausgeschlossen

    „Aber es wurde auch sichtbar, dass wir in unserer Gesellschaft, in Stuttgart, ein Armutsproblem haben. Davon betroffen sind RentnerInnen sowie arbeitslose Menschen“ ! Hier neben den Vesperkirchen in Stuttgart, die unter dem Motto „Sieben Wochen Wärme, Begegnung und Hilfe“, nun am 7. März 2026 mit der32. Aktion beendete, auch alle Tafeln in ganz Deutschland an einem speziellen Armutsproblem leider laborieren müssen. Dass heißt, das auf Lebensmittel nur arme Menschen und Familien Anspruch haben. Aber dieses Problem besteht nicht darin, dass jemand der bei uns in Deutschland lebt, verhungerte. Diese Form von Armut besteht darin, an den allgemeinen sozialen und kulturellen Möglichkeiten in unserer doch eher reichen Gesellschaft fasts vollständig ausgeschlossen zu sein.r Wer also hier ein Tafelkunde war/ist, auch in der EKHN und dort bei der Diakonie, der konnte sich normalerweise nur den Besuch ausnahmsweise im Eissalon leisten, wenn es vom Mund absparte. Das gleiches galt beim unmöglichen Schwimmbadbesuch oder im Kino, fast jedem Konzert und gleichsam bei allen anderen kulturellen damit nicht mehr bestehenden sozialen Kontakten. Niemand aus diesem Personenkreis konnte/kann also jemals wieder ein paar Tage nur in Urlaub fahren. Er/sie sind dann iausgeschieden quasi völlig aus der Mitte der Gesellschaft. Ich habe selbst in der Pressearbeit mitgearbeitet und wir haben bei der Diakonie auch immer wieder betont, dass auch Tafeln einen Grund erhalten sollten, eher abgeschafft zu werden, wenn diese unmenschliche Armutsform nicht stattfinden muss.
    Nicht betroffen sind davon fortgesetzt Menschen vor dem Rentenalter, die auch aus dem Tafelanspruch herausfallen, wenn sie Arbeit finden, aber verrentete Menschen bleiben dann evtl. auch nur eine zeit lang Tafelkunden, oder immer, weil ihre Lage unabänderlich bleibt. Es dürfte sich nicht wurde mit langen Wartelisten bestanden und nur faktisch jeden 13. Empfänger ein wenig Lebensmittelhilfen bekamen. Auch, weil die drei Tafeln logistisch und materiell nicht mehr Menschen bedienen konnten. Die Spendengelder von zivilen Menschen oder beispielsweise hier Banken sind nötig für die damals weit mehr als 60 Ehrenamtlichen, die gespendete Lebensmittel in den Märkten abholten oder in den Tafelläden mit je einem Ausgabetag pro Person wöchentlich verteilten. GeldspenderInnen waren hier notwendig auch für den Fuhrpark und ähnliche Kosten. Materielle Tafelhilfen werden nicht auf staatliche Gelder angerechnet, weil es dort diese geschilderte strukturelle Armut gibt und dies dient dazu, dass hier in dieser Form arme Menschen wenigstens mit einem Hauch gesellschaftlichem Diskurs beteiligt werden.

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