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Warum essen viele Menschen freitags Fisch?

Hinter dem Fischgericht am Freitag steckt eine alte Fastentradition. Sie reicht bis in die Anfänge des Christentums zurück.

Freitag gibt es Fisch – dieser Brauch ist bis heute in Kantinen und Familien verbreitet. Das hat weder kulinarische noch gesundheitliche Gründe, sondern ist eigentlich ein Fastenritual. „Der Freitag erinnert gläubige Christen an den Karfreitag, den Sterbetag Jesu“, sagt der evangelische Theologe Wolfgang Reinbold. Seit den Anfängen des Christentums sei es üblich gewesen, jeden Freitag zu fasten, um sich in Demut und innerer Einkehr zu üben.

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„Die christlichen Fastenregeln sind allerdings andere als die, die wir heute von den Muslimen kennen, die beim Fasten tagsüber ganz auf Nahrung verzichten“, sagt der Professor für Neues Testament an der Universität Göttingen. So war bei den Christen freitags der Verzicht auf Fleisch vorgeschrieben, also von Tieren, die an Land leben. Entsprechend war Fisch von der Regel ausgenommen – und wurde zu einer beliebten Fastenspeise.

Fisch: Symbol für Jesus Christus

Zugleich etablierte sich der Fisch als ein Symbol, das für Christen eine tiefere Bedeutung hat, sagt Reinbold. „Das griechische Wort für Fisch – Ichthys – lässt sich als Kurzform des christlichen Bekenntnisses lesen: Iesous Christos Theou Yios Soter. Das heißt auf Deutsch: Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter.“ Daraus entwickelte sich später ein Symbol. „Etwa in den römischen Katakomben finden sich sehr viele Darstellungen von Fischen, oft gemeinsam mit anderen christlichen Symbolen wie Kreuz, Taube und Anker oder Abkürzungen des Namens Jesu.“

Auch durch die Bibel spielt der Fisch im Christentum eine wichtige Rolle. So waren die ersten Jünger Jesu Fischer. In allen vier Evangelien der Bibel steht die „Geschichte vom wunderbaren Fischfang“: Als die Jünger fischen gehen, bleiben erst ihre Netze leer. Dann folgen sie Jesu Anweisung und fangen mehr als je zuvor. In einer anderen Geschichte soll Jesus das Wunder vollbracht haben, Tausende Menschen mit nur fünf Broten und zwei Fischen satt zu bekommen.

Auch heute sei der Fisch noch ein beliebtes Glaubenssymbol von Christinnen und Christen, sagt Reinbold. Wer darauf achte, sehe etwa Autos, die ein Fisch-Symbol als Aufkleber auf der Heckklappe tragen.

Tipp für Vegetarier und Veganer: Zahlreiche vegetarische und vegane Alternativen zu Fisch haben das Webportal UTOPIA sowie PETA zusammengestellt.

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Quelleepd

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