2025 haben deutlich weniger Menschen in Deutschland Geld gespendet. Der durchschnittliche Betrag pro Spende erreichte dagegen einen neuen Höchststand.
Die Deutschen haben im Jahr 2025 insgesamt 4,6 Milliarden Euro gespendet. Das sind neun Prozent weniger als im Jahr davor, wie der Deutsche Spendenrat und das Umfrageportal YouGov in ihrer „Bilanz des Helfens“ mitteilten. Der durchschnittliche Betrag pro Spende ist allerdings gestiegen: von 43 Euro (2024) auf 46 Euro (2025) – ein neuer Rekordwert. Insgesamt hätten 15,8 Millionen Menschen gespendet (2024: 16,6 Millionen), davon waren 58 Prozent über 60 Jahre alt, heißt es.
„In wirtschaftlich und gesellschaftlich unsicheren Zeiten wägen die Menschen ihre Entscheidungen sorgfältiger ab“, erklärt Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spendenrates. „Doch wenn sie helfen, dann tun sie es mit Überzeugung und mit Substanz.“
Die Adventszeit bleibt laut Spendenrat weiterhin die Zeit, in der die Menschen am meisten Geld für wohltätige Zwecke geben. Rund um Weihnachten kämen 24 Prozent der Gesamtsumme des Jahres zusammen. Eine weitere Erkenntnis: Immer mehr Menschen mittleren Alters (40 bis 49 Jahre) seien bereit, gemeinnützige Vereine finanziell zu unterstützen. Zudem wären regionale Unterschiede noch immer sehr deutlich, heißt es in der Pressemitteilung. 35 Prozent der Spenden flössen in lokale Projekte. Damit bestätige sich, dass Menschen bereit sind, mehr zu geben, wenn sie die positiven Auswirkungen ihrer Spende selbst sehen können.
Die vollständige Pressemeldung kann hier gelesen werden.
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Man sollte gezielt spenden.
Bernd hat Recht, das private Geld ist endlich und ein überlegten Umgang damit, ob und wie viel man spenden kann, wichtig.
Gerade dann ist es entscheidend, sich für etwas zu entscheiden, wo auch das Geld da ankommt, wo es hin soll.
Beim DZI-Spendensiegel wird dieser Anteil ausgewiesen.
Zur Kirchenmitgliedschaft: Wer in der Kirche ist, weil diese ihm wichtig ist, soll dort bleiben. Wer aber nur noch Kirchensteuer bezahlt, weil er meint, damit vor allem was gutes soziales zu tun, sollte sich schnell was anderes Besseres suchen. Der Anteil liegt bei Kirchen schon schön gerechnet bei ca. 10%. Bei seriösen Hilfsorganisationen liegt dieser bei mindestens 70%, In der Regel bei über 80 %. Kirchen sind eben keine Wohltätigkeitsorganisationen sondern Glaubensgemeinschaften, die genau das organisieren. Was auch okay ist, nur wird das gern etwas verschleiert, um Zahler zu halten.
Spendeneinnahmen sind immer voll weiterzugeben
Na ja, liebe Chey. Es ist schon ganz präzise so, dass wenn ich meiner Kirchengemeinde einen Betrag X spende, dann ist dieser Betrag auch präzise genau für diesen Spendenzweck in dieser Höhe abzuführen. Dies dürfte auch im allgemeinen Recht genau so formuliert sein. Aber es sitzen die Menschen in den Kirchen, die MitarbeiterInnen und die Berufschristen auf keinen Pappschachteln, sondern auf Stühlen. Dazu braucht die Kirche Geld aus Mitteln, welche die Kirche durch den Staat als Kirchensteuer erheben wird, aber Staat wird für diese Dienstleistung kirchlich entlohnt. Die Kosten der Verwaltung einer Kirche werden aus der Kirchensteuern bezahlt. Mittel der Kirchen für Träger-Einrichtungen sind nicht kostendeckend, diese müssen immer restfinanziert werden ggfls. aus der Kirchensteuer und gewünschten Spenden. Kirchen erhalten für die Unterhaltung von denkmalgeschützten Gotteshäuser auch keinen vollen Deckungsbetrag, sondern haben oft Fördervereine mit Geldmitteln, sowie sehr rare Mittel aus dem Denkmalschutz. Zufällig weiß ich noch, erhielt eine Privatklinik für ein denkmalgeschützte Neubaugebäude für 1,5 Millionen Euro dieser Neubaukosten gerade mal nur 2.000,- Euro Fördermittel des Staates. Im übrigen sind Kirchen Wohlfahrtsorganisationen, sodass alle GeberInnen ihre Zuwendungen auch von den Steuern absetzen können. Wer nicht in diesem Sinne tätig ist, kann nicht mildtätig anerkannt sein. Dies mit den 70 oder 80% Weitergabe von Spenden für ihre Arbeit kann so nicht stimmen, aber die Thematik ist vielschichtig und schwierig zu beschreiben. Die krankenhausähnlichen Einrichtungen werden für ihre Investitionen vom Staat alimentiert (Baumaßnahmen, Investitionen, Geräte usw.) und für die Behandlung und der Pflege von den Krankenkassen oder Pflegeversicherung. Wer eine Tafel unterhält, kann als Unterabteilung eines anerkannten Wohlfahrtsverbandes oder einer Kirche für Investitionskosten Spendengelder erhalten. Aber für gespendete Lebensmittel kann man auch keine Zuwendungsbescheinigung ausstellen, genauso wenig wie für gespendete Bekleidung. Mildtätig kann ebenso anerkannt sein, der hier ideelle bzw. kulturelle Werte vermittelt, Bildung, Musik betreibt, oder Beratungsstelle wäre. Alles kompliziert und selbstverständlich kann ich auch für die reine Geschäftsführung spenden, bei den Tafeln sinnvoll, weil man das ganze Jahr Ehrenamtliche auch einmal im Jahr etwas am Weihnachten belohnt. Dafür gibt es die steuerlichen Freibeträge. Aber ich muss meiner Kirche auch etwas spenden für Baumaßnahmen, die anders in der Summe nie zu finanzieren wäre, auch neue Bestuhlung oder bestimmte Projekte. Dazu gibt es auch die „Kollektenkasse“, dass heißt diese Mittel werden nicht im normalen Haushalt verwendet, sondern als Gelder der Kollektenkasse. Einer meiner Pfarrer hatte vor Jahrzehnten durch neureiche Nachbarn und sehr reiche Millionäre eine damals fast eine Million kostende Neubaukirche modernster Einrichtung mit Bauende schuldenfrei organisiert, durch sehr hohe Zuwendungen. In der Regel muss aber jemand der seine nicht sehr kleine Kirche renoviert, rund 20 Jahre Spenden einwerben, bevor er angefangen wird sie schöner zu machen. Das geht aber nur dann mit staatlichen Fördergeldern und anderen Aktionen. Kaum einer kauft eine überflüssige Kirche, weil allein die Unterhaltung keiner finanzieren kann, egal ob niemand dieses Gebäude nutzt oder mit 100 Leuten je Woche. Ein neues Dach kosten meist Millionen. Deswegen wird fast nie eine Kirche verschenkt, auch nicht zum Betrag von 1,- Euro. Neurenovierungen kosten einige Millionen, sowie Unsummen jährlich nur für die Bauunterhaltung. Noch teurer sind Burgen. Etwa die Elbphilharmonie glaube ich kostete über 200 Millionen Neubaukosten. Seit 1960 werden bei uns Evangelischen auch keine Kirchtürme mehr gebaut. Glocken werden sehr selten neu gegossen. Eine neue Orgel für eine mittelgroße Kirche kostet auch ein paar Millionen, aber sie hält mindestens 200 Jahre und ist Ewigkeiten auch spielfähig. Teurer ist nur noch viel Personal, da haben Freikirchen auch eine innere Leichtigkeit, aber auch viel weniger soziale Arbeit und Seelsorge zu bewältigen, sie brauchen keine Bürokratie und auch keinen kirchlichen Apparat, der sogar evangelisch (und auch katholisch) Gewaltenteilung mit einer eigenen Gerichtsbarkeit hat, die so immer neutral ist, weder arbeitgeber- noch mitarbeiterbezogen. Ein Pfarrer, dem der Kirchenvorstand
sein Vertrauen entzieht, dem verwaltungsseitig nicht abgeholfen werden kann, vermag bis in die letzte Instanz zu gehen und kann um sein Recht kämpfen. Es gibt auch ein kirchliches Verwaltungsrecht, was alles regeln was zivil und mit Verwaltung und Regeln zu tun hat. Bürokratie hat nicht
nur Lasten und Langfristigkeiten, ist eben auch demokratisch und ihre Räderwerk arbeitet lange und gründlich. Aber oft auch ohne jeden Erfolg.
Kirchen sind keine Wohlfahrtsorganisationen sondern religiöse Organisationen, deshalb kann man das steuerlich absetzen.
Und von der Kirchensteuer gehen sehr freundlich gerechnet lediglich 10 % für soziales.
Die 70 bis 80 % kannst du bei der DZI- Seite nachlesen.
Wie gesagt, wer Kirche will, soll dort Mitglied sein. Wer damit aber soziales unterstützen will, sollte sich schnell was anderes suchen.
Das Gute ist nur gut wenn man es tut
Spende die mit dem Motiv einer Hilfe für andere und vor allem eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ halte ich für wichtig. Aber jeder und jedem von uns ist das Hemd näher als die Hose, will also sagen wer immer weniger Geld hat, alles teurer wird, muss sich da – auch im Sinne seiner Familie – entscheiden. Ich halte es für wichtig, das zu tun was mir/uns möglich ist und nichts versuchen zu machen, was ich nicht realisieren könnte. Niemand kann die ganze Welt retten, aber wir können einzelnen Menschen immer helfen und in vielen Fällen braucht es dazu gar keiner finanziellen Mittel. Ich habe schon seit mehr als 40 Jahren eine ursprüngliche Patenschaft für Kinder in Afrika und Asien, die heute als ein Projekt mit Aufklärung, auch für die Gesundheit und Bildung bzw. Schulen arbeitet. Die dies betreiben sind ganz starke Frauen als katholische Ordensschwestern. Dort kann man mit wenigen Euros ganz viel sinnvolles tun und große Veränderung betreiben. Und Betreffende sind immer dankbar. Gutes ist nur gut, wenn man es tut. Da gute Nachrichten sich schlecht transportieren lassen, wird meist übersehen, dass wir in jedem Jahr auf diesem Planeten Dinge verbessern.
Eine Zeit lang haben wir große Reisen unternommen auch in Gegenden, wo arme Menschen leben. Da habe ich meine Heimat schätzen gelernt und auch unsere Demokratie, da wird selbst der Theaterdonner in Parlamenten wirklich harmlos und banales Theater. Bei uns geht es geordnet, chemisch rein und meist sozial zu und es liegt niemand tot auf dem Bürgersteig, nur mit einer Zeitung zugedeckt. .Aber wenn bei uns Menschen nur aus finanziellen Gründen nicht am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen können, dann hat dies ein „Geschmäckle“: Kein Theater, Kino, oder Eissalon. oder gar Konzert. Es gibt eine Form von Armut, die in der Unmöglichkeit besteht, das Normalste der Welt zu tun: In einem Lokal zu sitzen.