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Wie mein Glaube vom Kopf ins Herz rutschte

Am Anfang ihres Glaubensweges sorgte Franziska Danovskis Verstand für einige Stolpersteine. Erst später konnte sie sich emotional öffnen.

Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich!

Johannes 14,1

Diese Worte aus Johannes 14 markieren den Beginn meines Glaubenslebens. In dem Text geht es um Jesu Rolle auf dem Weg des Menschen zu Gott. Einige Verse später sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6). Damit zeigt Jesus, dass er und Gott untrennbar zusammengehören – mehr noch, sie sind eins. In nur wenigen Versen fasst Jesus zusammen, wie der Glaube und Jesus selbst in Verbindung zu Gott stehen. Für mich ist seit Jahren der erste Vers prägend.

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Wenn Glaube verloren geht

Ich bin schon immer ein Kopfmensch. Ich will Dinge analysieren und begreifen. Der Glaube ist da keine Ausnahme. So ließ ich beim Aufwachsen meinen kindlichen Glauben hinter mir und begann, den zweifellosen Glauben an Gott zu hinterfragen. Als Erwachsene stehe ich nun vor der Herausforderung, diese kindliche Art des Glaubens wiederzuentdecken. Und während ich rückblickend denke, dass es gut ist, den Glauben, den man in der Wiege mitbekommen hat, zu hinterfragen und so zu festigen, bin ich im Nachdenken oft steckengeblieben.

Das bestürzte Herz

Der Bibelvers in Johannes 14 wurde mir bei meiner Konfirmation mitgegeben und sollte sich als definierend für meinen weiteren Glaubensweg herausstellen. Aufgewachsen in einem vorwiegend atheistischen Umfeld, war die Konfirmation für mich ein Schritt Richtung Gott und eine wichtige Entscheidung. Dennoch war der Weg zu Gott für mich ein rein kognitiver. Über Gebet, Fragen und Vorträge wollte ich Gottes Wesen erfahren.

Und so trug ich viele Fragen und wenig Gefühl im Herzen. Ironischerweise war ich, auch nach meiner Entscheidung für Gott, lange überzeugt, dass viele fromme Menschen naiv wären und nur mit Gefühlen, aber nicht mit dem Verstand glauben würden. Doch der Verstand bescherte mir weiterhin einige Zweifel. Heute weiß ich, dass mein Herz, das als Wohnung Gottes dienen sollte, erfüllt war von Angst. Es hatte sich zurückgezogen, die Fensterläden verschlossen und einen Stuhl unter die Türklinke geklemmt.

Trotzdem wollte Gott in diesem Haus, in mir, wohnen. Ich durfte spüren: Ist das Herz bereit, Gott ganz bei sich einziehen zu lassen, dann gilt es, Wege zu erkunden, durch die wir den Glauben sowohl kognitiv als auch emotional erleben dürfen und so verschiedene Zugänge zu Gott zu finden.

Glaube befreit!

Der Vers ermutigt mich zur Freiheit. Das zurückgezogene Herz ist aufgefordert, mutig einen Schritt nach vorn zu wagen. Es geht im Glauben nicht zuerst darum, die Existenz Gottes zu beweisen. Vielmehr sollen wir ihm den Platz geben, den er in unserem Herzen braucht, um zu wirken. Das Herz muss vor dieser Öffnung nicht zurückschrecken.

Ja, es ist furchteinflößend, Gott ganz in sein Inneres zu lassen und damit das gesamte Leben, den gesamten Körper vom Pulsschlag Gottes abhängig zu machen. Aber als Schöpfer kennt er alle schwachen Stellen, betrachtet sie mit Liebe, repariert und stützt, wo es nötig ist. Somit kann ich an eine Grundwahrheit anknüpfen: Jesus Christus ist der Weg zum Vater. Weil er die Ängste und Zweifel des menschlichen Herzens kennt. Und weil er auch weiß, wie man diese überwindet.

Franziska Danovski arbeitet als Redaktionsassistentin von Family und MOVO.



Dieser Artikel ist in dem christlichen Familienmagazin Family erschienen. Family ist eine Zeitschrift des SCM Bundes-Verlags, zu dem auch Jesus.de gehört.

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1 Kommentar

  1. Hierzu hatte ich einen Kommentar geschrieben. Wo ist er?

    Sehr geehrter Herr Reichelt, Sie können hier auch in Zukunft diskutieren. Falls Sie das wünschen, dann verzichten Sie bitte erstens darauf, permanent auf ihren Blog zu verlinken (Punkt 3 unserer Nutzungsbedingungen) und unterlassen es bitte zweitens, anderen Kommentierenden hier ständig zu unterstellen, mangelnde Erkenntnis bzw. keine Ahnung zu haben, während Sie sich selbst als „Lehrer“ und von Gott für die „gesamte Christenheit“ berufener Priester bezeichnen, der seiner Überzeugung nach ausschließlich „Fakten“ und „Wahrheit“ niederschreibt („Ich bin ein Licht in dieser Welt und unter dieser niveaulosen Christenheit!“ | „Nein, ein Lehrer lehrt keine Beliebigkeit, sondern Wahrheit. So auch ich!“ | Wenn Sie generell im Widerspruch zu meinen Ausführungen des Blogs stehen, haben Sie noch nichts erkannt und gelebt.“ etc. usw.).

    Wir werden das an dieser Stelle nicht weiter diskutieren. MfG, das JDE-Team

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