Die Jugendkirche Luca ist für viele junge Menschen in Bielefeld ein zweites Zuhause. Falls kein neues Gebäude gefunden wird, droht die Schließung.
Wie der WDR berichtet, soll die Jugendkirche Luca in Bielefeld im Herbst geschlossen werden. Das Gebäude, das der Evangelische Kirchenkreis anmietet, sei stark renovierungsbedürftig, heißt es. Vor allem der Austausch der Heizung verursache Kosten, die der Kirchenkreis nicht tragen könne. Sobald es wieder kälter werde, soll der Standort daher aufgegeben werden.
Für das Luca-Team aus mehr als 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Nachricht ein schwerer Schlag. Die Kirche gilt seit Jahren als zentraler Treffpunkt für die Jugendarbeit in Bielefeld. „Diese Kirche ist super, weil wir sie alleine nutzen können“, sagt Christina Krebs, die seit neun Jahren dabei ist. Das große selbstorganisierte „Konfi‑Festival“ mit rund 350 Teilnehmenden findet am Samstag wohl zum letzten Mal dort statt.
Während die Ehrenamtlichen die Kommunikation seitens des Kirchenkreises kritisieren, betont der Evangelische Kirchenkreis, dass die Jugendarbeit weitergeführt werden soll und die Jugendlichen in die Neuorientierung eingebunden seien. „Ihre Lebenswelt ist maßgeblich“, so Sprecher Jens Sommerkamp. Bei einem Gespräch während der WDR‑Dreharbeiten fühlten sich die Ehrenamtlichen erstmals ernsthaft gehört, heißt es. Nun soll gemeinsam ein neuer Standort in der Innenstadt gesucht werden.

Gott kann immer Wunder tun
Die Geschichte von der angedrohten und vielleicht anstehenden Schließung der Jugendkirche Luca, erinnert mich an viele Jahrzehnte zurückliegenden Enthusiasmus, als wir sogar einen kleinen evangelischen Orden gründen wollten, dem hier sogar
unsere EKHN in Darmstadt ebenso wohlwollend gegenüber stand. Sogar ein Gebäude gab es, eine ehemalige Firma mit großer Halle und viel Platz wie Untermieter, etwa unserer Sozialstation. Uns war das Gebäude auf Rentenbasis sogar versprochen. Aber es hätte schlicht eine Million damaliger DM gekostet und damit war, wie so oft auf Erden, die Luft raus aus dem stets möglichen Wunder. Bleibt zu hoffen, dass sich die Hoffnung der Lucakirche erfüllen, den Jugendlichen sei es sehr gegönnt. Vielleicht ist es dann doch eine sinnvolle Investition in jegliche Glaubenshoffnung. Es geht ja um weniger Geld als nur die 500 Milliarden Euro.