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Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Er gilt als Brückenbauer zwischen Reformern und Konservativen.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer (64) zum Vorsitzenden gewählt. Gott im Zentrum, Friede für die Welt und Gerechtigkeit als Aufgabe – so formulierte Wilmer die Aufgabe der Kirche. Er sei dankbar für das Vertrauen seiner Amtskollegen, so der Hildesheimer Bischof. Er dankte seinem Vorgänger Georg Bätzing. Dieser habe die Bischofskonferenz in schwerer Zeit geleitet, sagte der Ordensgeistliche. Er bekannte sich auch zur Synodalität, dem Prinzip einer gemeinsamen Leitung der Kirche.

Der Hildesheimer Bischof gilt weltkirchlich als gut vernetzt – auch in Rom. Das könnte darauf hinweisen, dass er sich weniger für deutsche Sonderwege einsetzen wird, sondern eine vermittelnde Rolle einnehmen könnte. Im Hinblick auf den Vatikan gilt er als anschlussfähig. Theologisch ist er jedoch kein konservativer Gegenentwurf zu Bätzing. In seinem Bistum gibt es Frauen in Führungspositionen. Mehrmals hat er sich für eine Erneuerung der katholischen Sexualmoral eingesetzt. Die Möglichkeit zur Segnung homosexueller Paare begrüßte er.

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Der Limburger Bischof Bätzting hatte im Januar erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Bätzing stand sechs Jahre an der Spitze der Bischofskonferenz. Sein Name bleibt eng mit den Reformbemühungen der vergangenen Jahre verbunden. Der Vorsitzende fungiert als Sprecher des Bischofskollegiums und vertritt die Positionen der Bischofskonferenz nach außen.

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1 Kommentar

  1. Katholische Leitung auf fortschrittlicherem Weg

    Immerhin: Der Neuer Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer bekennt sich auch zur Synodalität der Kirche und hält ebenso eine Erneuerung der katholischen Sexualmoral für notwendig. Ich denke, dass man in der Anerkennung der Homosexualität in jeder Form nur eine
    in den Naturgesetzen mögliche Form ist von Menschen, kein Wahlverhalten Betroffener vorgegeben und wir können/dürfen als Christen hier keine Menschenrechte verletzen und da leidet auch zuallererst die praktische Nächstenliebe. Gott liebe solche Menschen nicht, verbietet sich strikt.
    Ich weiß aber als Evangelischer, dass in Fragen, die nicht direkt hier die kirchliche Wortverkündigung des Papstes betrifft, nach katholischem Kirchenrecht das eigene Gewissen jedes Menschen notfalls höher steht als das Wort und die Stellung des Papstes. Ebenso auch der Sexualmoral, insbesondere wenn die immer noch wie im Mittelalter steckt, obwohl kaum noch jemand so denkt.. Frauenrechte sollten m. E. nicht im Ansatz steckendbleibend, als Fernziel auch die Ämter betreffend. Das getrennte Abendmahl der beiden großen Noch-Volkskirchen ist eigentlich schon deshalb skandalös und durch fast nichts zu widerlegen. Immerhin ist auch das katholische Verständnis nicht so, dass es Gott biologisches Wesen ist,, daher dass der Wein trotzdem Blut wird (eher bedeutet), es ändert sich keinesfalls der Stoff. Das lutherische Verständnis hat niemals versucht in diese philosophische Verständnisfalle zu laufen, Gottes hier bei dem Wie in der Mahlgemeinschaft irgendwie festzulegen. Auch ein katholischer Priester hat mir in jungen Jahren einmal recht einfach die Gegenwart Jesu in der katholischen Eucharistie erklärt, nämlich dass Jesus dieses Sakrament nicht einfach vor 2000 Jahren eingesetzt habe, sondern er immer noch jedem einzelnen Menschen auf Erden nachgehe. Jenes Ereignis des Heils, der Tod Jesu am Kreuz, wird hier wieder auf den Altar zurückgeholt (mit meinen Worten symbolisch) Dies darf man auch so aussprechen. Offensichtlich fehlte reales Abstraktionsverständnis, denn das Göttliche ist keine Biologie, sonst wäre es wie das Antike Verständnis von Göttern, die als himmlische Menschen und in sehr menschlichen Verhaltensweisen mit Menschen umgehen, wie beim Schachspiel mit Menschen als Figuren. Vor den modernen Zeiten konnten dort das Seelisch-Psychische und Körper/Biologie nicht gedanklich als zwei Ebenen der Wirklichkeit angesehen werden, genauso wie unsere Träume, Gedanken und Gebete ja ebenso Wirklichkeit in anderer Form sind und nicht Gegenstände wie Tisch, Stuhl oder Computer. Die Frauen bei uns und wahrscheinlich weltweit hatten auch kein Verständnis der Ablehnung der Antibabypille durch Paul VI, da ging es ja keinesfalls um Abtreibung, denn nur die Verhinderung einer Schwangerschaft im biologischen Sinn beendet keinerlei werdendes Leben. Aber anscheinend hatte der Vatikan weiter gedacht und nicht ganz zu Unrecht befürchtet, auch durch zukünftige Familienplanungen hier mittels Genmanipulation könnte das Leben zur Ware werden und dem Belieben und den Bedürfnissen der Menschen angepasst werden. Nicht absurd.

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