Im Juli kaufte ein Förderverein die marode St. Johann Baptist Kirche in Krefeld zum symbolischen Preis von einem Euro. Jetzt werden in der größten Kirche der Stadt wieder Gottesdienste gefeiert.
Viele Handwerker aus Krefeld renovierten die Kirche im Sommer kostenlos, berichtet der WDR. Am 1. Juli hatte Jan Lange, Vorsitzender der katholischen Kirchengemeinde in Krefeld und Mitglied im „Förderverein Johann Baptist Krefeld“, die St. Johann Baptist Kirche für einen Euro gekauft.
Der Förderverein verpflichtete sich mit dem Kauf „zur Pflege, Instandhaltung und Verwaltung der geweihten Kirche“ und trägt die damit verbundenen Kosten, heißt es in einem Artikel der Westdeutschen Zeitung. Dazu sei er auf Spenden angewiesen. Ziel sei, die Kirche zügig in einen Zustand zu versetzen, in dem eine komplette Nutzung möglich sei und langfristig Bestand habe. Jetzt können in Krefelds größter Kirche wieder Gottesdienste gefeiert werden.

Ein wunderbarer Einzelfall
Es wäre wunderbar – und im vorliegenden Falle ist es auch so – wenn es so einfach wäre. Kirchen verursachen, auch unabhängig davon ob sie gut oder schlecht frequentiert werden, einen sehr hohen finanziellen Aufwand. Wer heute das Dach einer kleineren Kirche decken muss, kommt sehr schnell auf Unsummen. Wem eine Kirche oder eine Burg geschenkt wird, muss reich sein, sonst ist er bald völlig verarmt und dann auch mittellos.
Kirchen zu verkaufen ist fast so, als versuche ein Kamel durch ein Nadeloer zu gehen. Es ist deshalb eher ein Glücksfall, was dort geschah: „Im Juli kaufte ein Förderverein die marode St. Johann Baptist Kirche in Krefeld zum symbolischen Preis von einem Euro. Jetzt werden in größter Kirche der Stadt wieder Gottesdienste gefeier“! Da darf man nur hoffen und beten, daß es genug Spenden gibt, denn Kirchen sind teuer