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reformiert, evangelisch.de

Nonstop-Gottesdienst seit 16 Monaten – um eine Familie zu schützen

In den Niederlanden darf die Polizei während eines Gottesdienstes die Kirche nicht betreten. Seit November 2024 feiert eine Gemeinde ununterbrochen – damit eine Familie nicht abgeschoben wird.

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Tag und Nacht, ohne Unterbrechung, läuft der Gottesdienst in einer Kirche in Kampen, einer niederländischen Kleinstadt. „Pfarrerinnen und Imame, Musiker und Künstlerinnen, Gläubige und Atheisten aus dem ganzen Land“ gestalten die Feier und reichen sich bei Schichtwechsel eine brennende Kerze weiter. Mehr als 2.500 Menschen haben einander seit dem 21. November 2024 abgelöst, berichten reformiert und evangelisch.de. Sie singen, spielen Theater, tauschen sich über Bibeltexte aus und malen.

Grund für den Nonstop-Gottesdienst ist ein Kirchenasyl. Die sechsköpfige Familie Bayabant lebt seit zwölf Jahren in den Niederlanden und soll abgeschoben werden, heißt es. Es sei schädlich für die Kinder, aus ihrer Umgebung gerissen zu werden, mahnt die Kirchenasyl-Gruppe laut evangelisch.de. „Immer wieder verweisen sie auf Studien über die besondere Verletzlichkeit von Kindern im Asylverfahren. Die Untersuchungen zeigen die schlimmen Folgen für die psychische Entwicklung auf“, berichtet reformiert.

Die Familie lebt demnach in einer kleinen Wohnung neben der Kirche. Das Kirchengebäude habe sie seit 16 Monaten nicht verlassen, versorgt werde sie von Ehrenamtlichen. 20 Lehrkräfte organisieren einen Schulunterricht für die beiden Mädchen (15 und 11), der Jugendraum diene dem Vater und dem 22-jährigen Sohn als Fitnessraum. Initiiert hat das Kirchenasyl Pfarrer Kasper Jager: „Die Kirche habe Zeit schaffen wollen, bis die Politik eine Lösung finde. Juristisch seien die Möglichkeiten ausgeschöpft“, heißt es in dem Artikel von reformiert.

Link: Eine Kirche hält die Hoffnung wach (reformiert)

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