- Werbung -

Generationswechsel: EKD-Synode wählt 25-jährige Anna-Nicole Heinrich zur Präses

Die Studentin Anna-Nicole Heinrich ist neue Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie will sich für eine „offene, missionale Kirche einsetzen.“ Ihre Wahl war eine Überraschung.

- Werbung -

Heinrich setzte sich bereits im ersten Wahlgang gegen die Marburger Grünen-Politikerin und Richterin Nadine Bernshausen (41) durch. Die Synodalen wählten sie mit 75 von 126 Stimmen zur Vorsitzenden. Mit 25 Jahren ist sie die jüngste Präses in der Geschichte der EKD-Synode. „Ich hoffe aber, dass ich nicht auf das Jungsein reduziert werde“, sagte sie. Sie war von der Bayerischen Landeskirche in die EKD-Synode gewählt worden. Gegenüber dem epd erklärte die neue Präses, sie wolle „eine offene, missionale Kirche repräsentieren, die sich hoffentlich nicht zu stark leiten lässt von politischen Positionierungen, jedoch immer wieder Bezug auf gesellschaftliche Themen nimmt“. Heinrich ist nach eigenen Aussagen nicht parteipolitisch engagiert.

Schon der vorangegangen Synode hat die Studentin als Jungsynodale angehört und an den zwölf Leitsätzen für eine Kirche der Zukunft mitgearbeitet. Zum Glauben kam sie nach eigener Aussage „eher durch Zufall als durch Verstand und Sozialisation“. Ihre Eltern gehörten keiner Kirche an. Ihren Glauben bezeichnet sie als „theologisch liberal“ aber in der Ausübung „auch charismatisch“. Im Vorjahr war sie Mitinitiatorin des EKD-Hackathons #glaubengemeinsam. Heinrich studiert Philosophie an der Universität Regensburg. Seit 2019 belegt sie die Masterstudiengänge Digital Humanities und Menschenbild und Werte. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der evangelischen Jugend in Deutschland (aej). Als Präses hat sie nun auch einen Sitz im Rat der EKD.

- Werbung -

Heinrich tritt die Nachfolge von Irmgard Schwaetzer (79) an, die das Amt seit November 2013 ausübte. Schwaetzer war von 1980 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1987 bis 1991 war sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt, anschließend bis 1994 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

Die Synode der EKD ist neben Rat und Kirchenkonferenz eines der drei Leitungsorgane der EKD. Sie besteht aus 128 Mitgliedern. Zu den Aufgaben der Synode zählen die Erarbeitung von Kundgebungen und Beschlüssen zu Fragen der Zeit sowie die Begleitung der Arbeit des Rates der EKD durch Richtlinien. Die Synode berät und beschließt aber auch den Haushalt und die Kirchengesetze. Geleitet wird die Synode vom Präsidium unter dem Vorsitz der/des Präses.

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?

NEWSLETTER

BLICKPUNKT - unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Zuletzt veröffentlicht