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Telefonseelsorge: Mehr Angstzustände und Depressionen gemeldet

2020 haben auf dem Gebiet der Rheinischen Kirche deutlich mehr Menschen die Telefonseelsorge kontaktiert als im Jahr zuvor. Vor allem Einsamkeit, Depressionen und Angstzustände wurden dabei thematisiert.

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Bei den Chat-Gesprächen habe es ein Plus von 35 Prozent gegeben (6.426), bei der E-Mail-Seelsorge gab es 28 Prozent mehr Anfragen (10.402). Dies hat die Landeskirche jetzt mitgeteilt. Außerdem habe es 227.328 Anrufe (2019: 229.318) und 1207 Vor-Ort-Gespräche gegeben (2019: 786). Das geht aus der nun veröffentlichten Statistik für 2020 hervor. „Vor allem während der Lockdowns waren die Seelsorge-Telefone stark frequentiert“, sagt Pfarrer Volker Bier, evangelischer Leiter der Telefonseelsorge Saar. Die Pandemie hätte die Sorgen und Ängste verstärkt. Einsamkeit sei das beherrschende Thema, so Bier. Vor allem junge Menschen hätten dazu Suizidgedanken geäußert. In der Gruppe der 14 bis 29-Jährigen sei dies in rund 40 Prozent der Kontaktaufnahmen der Fall gewesen.

Die Zahl der Erstgespräche per Telefon sei laut Statistik um 2,5 Prozent gestiegen, heißt es in der Mitteilung. „Insgesamt haben im vergangenen Jahr mehr als 5.600 Menschen auf dem Gebiet der rheinischen Kirche zum ersten Mal angerufen“, sagt Bier. Mehr als 60 Prozent aller Anrufenden würden schließlich mehrmals zum Hörer greifen. Und: Im Durchschnitt klingele an jeder Telefonseelsorge-Stelle täglich 31 Mal das Telefon.

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Für die 20 Telefonseelsorge-Stellen im Bereich der Rheinischen Kirche arbeiten nach Angaben der Landeskirche insgesamt 1408 Ehrenamtliche. Im Bereich Mail-Seelsorge sind 148 Mitarbeitende tätig, im Bereich Chat 63. Begleitet werden sie von 40 hauptamtlich Mitarbeitenden. 16 der 20 Standorte sind der rheinischen Kirche hauptamtlich verbunden, hinzu kommen zwei rein katholisch sowie zwei ehrenamtlich betreute Stellen.


Falls ihr selbst in einer verzweifelten Situation seid, sprecht mit Freunden und Familie darüber. Hilfe bietet die Telefonseelsorge.Sie ist rund um die Uhr anonym und kostenlos erreichbar: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Auch die Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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