Mit einer plattdeutschen Andacht hat am Freitag im Ostseebad Travemünde die 1. Verfassunggebende Synode der künftigen Nordkirche begonnen.
Plattdeutsch sei die Sprache der Hanse und des evangelischen Reformators Johannes Bugenhagen gewesen, sagte der Hamburger Journalist Uwe Michelsen, stellvertretender EKD-Ratsvorsitzender, in seiner Andacht. Auch zu den Zeiten der deutsch-deutschen Grenze sei plattdeutsch die verbindende Sprache zwischen Christen in Ost und West gewesen.
Bis Sonntag werden die 266 Synodalen der nordelbischen, mecklenburgischen und pommerschen Kirche die Verfassung der künftigen Nordkirche beraten. Nach zwei weiteren Tagungen des Kirchenparlaments im Herbst 2011 und Anfang 2012 soll die Nordkirche Pfingsten 2012 gegründet werden. Mit 2,4 Millionen evangelischen Christen wäre sie dann die fünftgrößte Landeskirche in Deutschland.
Wichtige Weichenstellungen wurden schon festgelegt. So wird Schwerin Sitz des Landesbischofs oder der Landesbischöfin sein. Die Wahl ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen. Weitere Sprengelbischöfe soll es in Schleswig, Hamburg und Greifswald geben. Das Landeskirchenamt wird seinen Sitz in Kiel und eine Außenstelle in Schwerin haben. Die bislang selbstständigen Landeskirchen Mecklenburg und Pommern sollen jeweils einer der dann 13 Kirchenkreise in der Nordkirche werden.
(Quelle: epd)
