Nadja Auermann war eines der bekanntesten Models der 1990er Jahre. In einem Podcast hat sie jetzt erzählt, warum sie sich 2020 taufen ließ.
Das frühere Topmodel Nadja Auermann hat im Podcast Lebensfragen des Bistums Mainz über ihren Weg zum christlichen Glauben gesprochen. In dem Gespräch schildert die heute 55-Jährige, wie sie trotz religionsferner Kindheit schon früh ein Gespür für Gottes Gegenwart entwickelte. Besonders prägend seien schwere Krankheiten gewesen: Nach mehreren Operationen als Kind habe sie ihr Leben als Geschenk verstanden und gesagt: „Wenn er wirklich gewollt hätte, dass ich sterbe, hätte er mir keine Ärzte zur Seite gestellt, die mein Leben retten.“
Auch während ihrer internationalen Modelkarriere habe Auermann diesen Glauben nie verloren. Sie spricht rückblickend von einem „Schutzengel“, der sie durch eine Branche voller Druck und Versuchungen begleitet habe. Der entscheidende Schritt zum Glauben sei dann später erfolgt, als sich ihre Tochter taufen lassen wollte. Durch gemeinsame Gottesdienstbesuche habe sie sich persönlich angesprochen gefühlt: „Es war, als würde Gott durch den Pfarrer mit mir sprechen.“ Eine Predigt über den Märtyrer Stephanus wurde für sie zum Wendepunkt. Sie habe erkannt: „Ja, ich glaube an Jesus. Und ich muss Zeugnis ablegen.“ Daraus sei der Wunsch entstanden, sich taufen zu lassen. Nicht alle Menschen in Auermanns Umfeld hätten diese Entscheidung begrüßt.
Heute sei das Gebet fester Bestandteil ihres Alltags, erzählt Auermann. Trotz teils kritischer Fragen habe sie ihre Heimat in der Katholischen Kirche gefunden. Den Gottesdienst besuche sie mit ihrer Familie regelmäßig. In ihrer Gemeinde habe sie stets Offenheit und Annahme erlebt.
Die Podcast-Folge mit Nadja Auermann:
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