Der frühere Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Konrad Raiser, hat dem ÖRK seine privaten Unterlagen aus über fünf Jahrzehnten übergeben. Für die Kirche hat er eine klare Botschaft.
Der frühere ÖRK-Generalsekretär Dr. Konrad Raiser hat dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) seine privaten Archive übergeben. Die Sammlung umfasst Korrespondenzen, Reden, Artikel und Vorlesungen aus den Jahren 1969 bis 2025. Mit der Übergabe will Raiser nicht nur historische Dokumente sichern, sondern ein Stück gelebter ökumenischer Geschichte bewahren, sagte Raiser in einem Interview mit dem ÖRK.
Die Unterlagen dokumentieren zentrale Entwicklungen der ökumenischen Bewegung über mehr als fünf Jahrzehnte. Sie könnten helfen, „die Prozesse des Wandels“ innerhalb der weltweiten Christenheit besser zu verstehen, so Raiser. Die digital zugänglichen Bestände der ÖRK-Archive seien dabei ein „einzigartiger Schatz für die historische Forschung“.
An Pastorinnen und Pastoren sowie Kirchenleitende richtete er den Appell, in einer von Krisen geprägten Welt „die gute Nachricht des Evangeliums und die göttliche Verheißung der Fülle des Lebens“ zu verkünden.
Der 1938 in Magdeburg geborene Raiser leitete von 1993 bis 2003 als erster Deutscher den Ökumenischen Rat der Kirchen, einen weltweiten Zusammenschluss von über 350 Kirchen aus mehr als 120 Ländern mit rund 580 Millionen Christen. Die katholische Kirche gehört nicht dazu, kooperiert aber. Raiser war seit den 1980er-Jahren Professor für Systematische Theologie in Bochum. Seine Frau Elisabeth leitete 2003 den ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin.
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