Der bekannte christliche Autor Philip Yancey hat eine langjährige Affäre eingeräumt – und als Konsequenz seinen Rückzug als Autor und Sprecher angekündigt.
Der bekannte christliche Autor Philip Yancey hat in einer E-Mail an das Online-Portal Christianity Today eine achtjährige Affäre mit einer verheirateten Frau eingeräumt. „Zu meiner großen Schande gestehe ich, dass ich willentlich eine sündige Beziehung geführt habe“, schrieb der 76-Jährige. Er kündigte an, sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.
Yancey gehört zu den meistgelesenen christlichen Autoren. Seine Bücher, darunter „What’s So Amazing About Grace?“ („Gnade ist nicht nur ein Wort. Wie Gottes Güte unser Leben auf den Kopf stellt“), wurden über 15 Millionen Mal verkauft. Seit den 1970er-Jahren prägte er die evangelikale Szene als Autor und Kolumnist bei Christianity Today. In seinen Werken setzte er sich intensiv mit Fragen von Leid, Schmerz und Gottes Gnade auseinander.
„Ich habe moralisch und geistlich versagt und bringe Schande über Gott“, so Yancey. Er wolle nun seine Ehe retten und sich einer professionellen Beratung unterziehen. Seine Frau Janet, mit der er seit 55 Jahren verheiratet ist, sagte: „Ich spreche aus einem Ort der Verwüstung, aber ich werde mein Eheversprechen nicht brechen.“ Yancey war 2023 an Parkinson erkrankt und hatte zuletzt noch öffentliche Auftritte geplant, die nun abgesagt wurden.

Schon spannend, wie unterschiedlich so ein Absturz bewertet werden kann, verbinden tut uns offensichtlich das Verständnis, es ist etwas schlimmes passiert. C.S Lewis würde sagen “ das „Sittengesetz “ in unseren Gliedern lehrt uns das. Er stellt ja die Behauptung auf, diese „innere Moral“ ist eine Art Gottesbeweis. Einig sind wir uns vermutlich auch darüber, dass sein Fehlverhalten vergeben werden kann, zumal der Herr selber sagt „alle Sünde kann vergeben werden nur nicht……“. Wie Reue/Buße auszusehen hat darf man unterschiedlich sehen und führt uns in auf morastigen Boden, also lassen wir das. Der Mann hat es jedenfalls nicht leicht, sein Ruf, sein „Lebenswerk“ ist zerstört, das war ja mein Ansatz, was kann (M)ann tun um erst gar nicht in so ein Schlamassel reinzugeraten? Sünder sind wir ja allemal und fallen hin, aber es gibt eine Art „Ranking“, Nachbars Äpfel zu klauen ist nicht so verwerflich wie Nachbars Katze zu vergiften. Sind wir uns da einig?
Unsere Meinung dem Mann gegenüber ist deshalb ziemlich belanglos, seine direkte Umgebung muss damit klarkommen und was der Allmächtige dazu sagt ist entscheidend!
Ich hau zum Abschluss noch einen Nagel rein. In der Hölle wird niemand landen, der da nicht hinghört, genauso aber auch im Himmel !
Ich erinnere an Johannes 8,7 :
Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein …
Was aber weder als Freibrief zum sündigen gemeint war noch dazu, schlimme Sünder hochzujubeln. Steht dort auch.
Wie verstehst du es denn ?
Ich denke, dass man Sünde als solche benennen kann, sich allerdings dann auch auf eine Diskussion darüber einlassen sollte, weil es ja durchaus oft verschiedene Sichtweisen gibt.
Nimm doch mal deine Äußerungen in Bezug auf Missbrauch. Sollte man den Missbrauch in Kirchen und die Täter nicht benennen, weil wir ja alle Sünder sind? Genauso würde ja anfangs teilweise von Kirchenteilen argumentiert, um das ganze weiterhin unter dem Teppich zu halten und die Täter zu schützen und die Opfer weiter allein zu lassen und vor allem: Weiter zu missbrauchen.
Doch, da werfe ich dann durchaus sogar gern den ersten Stein. Denn er muss da geworfen werfen, um die Täter abzuhalten.
Was man nicht machen sollte, ist aus einer abgehobenen Sicht zu verurteilen. Wir sind alle nicht Gott. Aber wir haben von Hott durchaus eine Urteilsfähigkeit bekommen.
Letztlich ist es wie bei fast allen Dingen: Gehirn einschalten und selbstreflektiert zu schauen, ob es angebracht ist, was man macht.
Die meisten der Kommentatoren hier nehmen den Artikel lediglich zum Anlass, die Bedeutung von Vergebung hervorzuheben. Letztlich sollte es ja für Christen wohl hoffentlich ziemlich unstrittig sein, d a s s es Vergebung gibt, also dass Gott uns Menschen vergeben w i l l . – Um aber mal auf den konkreten Einzelfall hier Bezug zu nehmen, würde ich sagen, hier steht nicht genug, um sich nun ein Bild zu machen.
Immer wieder gab es Prediger in Mega-Churches und Fernsehkirchen, die aus ihrem Schuldbekenntnis noch eine Art Show gemacht haben. Und immer wieder gibt es Personen, die eher aus ganz pragmatischen Gründen von einer Sünde abgelassen haben. ohne wirklich tiefe Reue. Immerhin macht eine Parkinson-Erkrankung vieles eh unmöglich , schränkt die Mobilität ein und macht stark abhängig von anderen Menschen, d.h. wirft auf die eigene Familie zurück. Nun kann man natürlich es so deuten, dass ihn diese Krankheit führen sollte. – Was mich viel mehr beunruhigt und worüber hier bei Artikel und Kommentatoren so schnell hinweggegangen wurde: Jahrzehnte im Glauben, ca. 20 Bücher, „…In seinen Werken setzte er sich intensiv mit Fragen von Leid, Schmerz und Gottes Gnade auseinander…“ und wie Hr Chey hervorhebt: „8 Jahre sind ja kein Seitensprung. das ist bösartig gegen die eigene Frau und den Ehepartner der Geliebten“. Und verursacht eben gerade Leid und Schmerz. – Wie oben gesagt, d a s s Vergebung möglich ist, stelle ich nicht in Frage, die Vergebung ist für mich als Christ lebensentscheidend. Aber es wäre sicher hilfreich zu reflektieren, wie jemand während der 8 Jahre tickt, während er eben sowohl christlich predigt als auch bewusst Ehebruch praktiziert, d.h. eben nicht klar sich von seiner Frau trennt und eben neu heiratet usw. und welche Angebote zur Umkehr und Hinweise von Gott er in all dieser Zeit ignoriert hat.
Ich finde nur eben die Sichtweise erstaunlich, die hier benannt wird: – zack – schuldig geworden und – zack – Vergebung erhalten. Anderswo predigen gerade Konservative sonst über die Gefahr der „billigen Gnade“.
Vielen Dank für Ihre Gedanken – es rattert in meinem Kopf
Mich überfordert die Geschichte des Exodus auf allen Ebenen immer wieder zutiefst. Das Volk Gottes erlebt die gewaltigsten Wunder und Versorgung: Befreiung aus der Sklaverei, das geteilte Meer, Gottes Gegenwart in Feuer und Wolke, Manna vom Himmel – und dennoch weiß es scheinbar nichts anderes zu tun, als sich immer wieder abzuwenden und sich zurück nach Ägypten zu sehnen. Zurück in die Knechtschaft, zurück in das Vertraute, selbst wenn es zerstörerisch war.
Diese Geschichte zeigt für mich schonungslos, wie tief der Fall des Menschen reicht. Freiheit ist uns nicht selbstverständlich, und die Heiligkeit Gottes ist für den gefallenen Menschen oft kaum erträglich. Nicht weil Gott hart wäre, sondern weil sein Licht uns entlarvt. Nähe zu Gott konfrontiert uns mit uns selbst.
Genau hier setzt der Hebräerbrief so hilfreich an. Hebräer 11 verklärt diese Geschichte nicht, sondern nennt dennoch genau solche Menschen „Zeugen des Glaubens“. Nicht, weil sie konsequent oder moralisch makellos gewesen wären, sondern weil sie – oft tastend, widersprüchlich und brüchig – auf Gott vertraut haben. Der (Unser aller) Exodus ist keine Heldengeschichte des Menschen, sondern eine Gedulds- und Gnadengeschichte Gottes.
Vielleicht erklärt das auch, warum wir uns mit gefallenen Glaubensgestalten so schwertun. Wir wünschen uns Vorbilder, die standhaft sind. Gott aber scheint immer wieder Menschen zu gebrauchen, die vor allem eines gelernt haben: täglich auf Vergebung angewiesen zu sein. Nicht als billige Gnade, sondern als existenzielle Realität.
Das relativiert keine Schuld und macht Leid nicht kleiner. Aber es bewahrt uns davor, das Evangelium zu einem moralischen Leistungssystem zu machen. Wenn wir ehrlich sind, leben wir alle nicht aus unserer Konsequenz, sondern aus Gottes Geduld – Tag für Tag.
In diesem Sinn lese ich den Exodus, Hebräer 11 und auch unsere heutigen Debatten: nicht als Geschichten makelloser Menschen, sondern als Zeugnisse eines Gottes, der mit Gefallenen Geschichte schreibt.
@ Adrian: Eine gute Predigt, ich stimme mit Ihnen in diesen Grundgedanken überein.
Aber mir ging es nicht ums grundsätzliche. D a s s wir gefallene Menschen sind, dass unsere Lebenswege brüchig sind und wir angewiesen sind auf Vergebung, all dies stimmt ja und ist offensichtlich. Was ich aber meine: das Phänomen, dass die Sicht auf diese grundlegenden Wahrheiten so oft verloren geht, wenn es einen selbst betrifft.
Ich habe keine Schwierigkeiten mit der Exodus-Geschichte, vielmehr sehe ich darin sehr gut den Ist-Zustand der Menschen nach dem Fall beschrieben. Und ich stimme mit Ihnen überein, dass darin ausgedrückt wird, wie abgründig tief der Fall des Menschen reicht.
Gerade das wird von vielen Menschen oft unterschätzt, vor allem jeweils in Hinblick auf sich selbst. Mitten im Christsein, im eigenen gläubigen Bewusstsein, unbewusst gerade selbst in Sünde zu sein, sich selbst etwas vorzumachen, sich selbst schönzureden, sich selbst rauszureden und sich gleichzeitig zu sagen: ich glaube. Und genau darüber wollte ich nicht zu schnell hinweggehen, sondern etwas genauer hinsehen.
Ich bin nicht überrascht, dass jemand (das wir alle) immer wieder Fehler begehen, immer wieder fallen, ich erwarte keine perfekten Vorbilder. Aber es erschreckt mich immer wieder, wie wenig Christsein davor schützt, sich selbst etwas vorzumachen. Und oft möchte ich gerade Konservative, Evangelikale, Fundamentalisten darauf hinweisen, den Balken im eigenen Auge doch mal tiefer wahrzunehmen und sich nicht so sehr selbstsicher auf den Splitter im Augen der Anderen zu fixieren.
Jemand schreibt hier, Hr. Y. sei jetzt nicht mehr glaubwürdig. Wieso jetzt? Ich stelle mir eher die Frage, wie glaubhaft er während der 8 Jahre gewesen sein mag, wie glaubwürdig sind die Bücher aus der Zeit? Während der 8 Jahre hat er wohl Bücher geschrieben und Predigten gehalten, vielleicht darin Ehebruch als Thema gehabt, davor gewarnt usw. und dann zum Feierabend die Bürotür geschlossen, ist ins Auto gestiegen auf dem Weg zu seiner Geliebten. Hat er sich dann gesagt, er hat eine Sondergenehmigung? Oder wie bei einer Sucht: Ich komme nicht davon los? Der Glaube ansich war dann sicher noch da, eben auch der Glaube an die Vergebung usw. Aber 8 Jahre so ein Doppeleben, meine Güte, das ist eine lange Zeit. – Diese Phänomen sollte man tiefer bedenken, eben die Gefahr und die Neigung,sich selbst etwas vorzumachen mitten im Christsein. – Seine Glaubwürdigkeit allerdings kann ja vielleicht jetzt, nachdem er eine grundlegende Änderung vollzogen hat, gerade dadurch wieder steigen.
Mir war Herr Yancey kein Begriff. Bei ‚evangelikale Leitfigur‘ geht bei mir allerdings gern eine gewisse Schublade auf
Ich habe inzwischen ein klein wenig über ihn nachgelesen und er scheint eher ein angenehmer Vertreter dieser Richtung zu sein, der eigene Schwächen und Fehler thematisiert und eher nicht auf andere Gruppen verbal einprügelt. Ob das so stimmt, weiß ich nicht, aber so scheint es mir zumindest nach sehr kurzer Recherche.
Dann wären seine Schriften durchaus noch evtl. sinnvoll. Ich möchte da nicht den Stab über ihn brechen.
Mich haben hier 2 Punkte geärgert. Das man ihm nach dem Geständnis Hochachtung entgegen bringen will und wie leichtfertig hier über 8 Jahre Ehebruch mit dem Zerstören zweier Ehen hinweggesehen wird.
Ehebruch ist biblisch eine der schlimmsten Sünden, die seinerzeit mit dem Tod bedroht war (auch wenn das nach jüdischem Recht so gut wie nie vollstreckt wurde; die Geschichte mit der Ehebrecherin ist völliger Unsinn, so eine Steinigung wäre absolut illegal gewesen).
Herr Yancey ist schwer krank. Und er tut meines Erachtens das richtige, wenn er jetzt die Geliebte geheim hält, damit der evangelikale Shitstorm, der derzeit, wie man lesen kann, über ihm herein bricht, nicht auch noch das andere Paar trifft.
Vergeben aber können wir ihm nicht. Das ist Sache seiner Frau und die des Ehemanns seiner Geliebten. Und, wenn vorhanden, auch betroffene Kinder und Familie.
Adrian, Bernd und Stammtischbruder!
Ich bin seit 40 Jahren Christin und danke euch SEHR!! für eure tiefgründigen, biblischen und gut durchdachten Antworten.
Ohne Jesus als Retter und Mittelpunkt kriegt keiner von uns Menschen den graden Weg hin.
Hochachtung
Ein Mensch, der Fehler eingesteht und daher selbstkritisch ist. Dem kann ich nur mit Hochachtung begegnen.
Ist nicht dein Ernst.
Ich habe Hochdchtung vor Menschen die Gutes tun, die dich für andere einsetzen.
Solche Heuchler und Betrüger wie hier sollten einem bestenfalls egal sein.
8 Jahre sind ja kein Seitensprüng. Das ist bösartig gegen die eigene Frau und den Ehepartner der Geliebten.
Ein gekreuzigter Christengott war griechischen Philosophen skandalös
Antwort an Chey: Vergebung ist jenes, was uns das Opfer Jesu am Kreuz bedeutet: Zumindest die Vergebung Gottes, dadurch dass Jesus die Sünde der ganzen Welt auf seinen Schultern trug, ist hier geradezu die völlige Auslöschung unserer Schuld ohne allen Verdienst, die reine Gnade als unverdientes Geschenk und daher gilt das Kreuz jedenfalls für richtig glaubende Menschen (Laien sowie Theologen) wie die himmlisch-testamentarische Urkunde des Himmels in Unwiderrufbarkeit. (So wie Gerichte ihre Freisprüche niemals zurücknehmen). Unser aller Defizite gegenüber Gott wurden da (sehr sinnbildlich und überdeutlich) ans Kreuz genagelt. Jesus hatte eindeutig ebenso gefordert, jedem 70×7 zu vergeben, also praktisch ohne jede Grenze von Qualität und Quantität jeder Schuld. Vergebung ist wirklich ein endgültiger Schluss-Strich, menschlich nichts mehr aufzurechnen. Natürlich ist dies immerzu ein Ideal, aber darf gelebt und sich ihm so dann wenigstens angenähert werden. Vergebung ist, die böse Erfahrung nie zu vergessen – so wie beim Kind nach dem Anfassen einer extrem heißen Herdplatte – keiner darf dann Unrecht ausblenden, damit es niemals nachgeahmt wird. 8 Jahre Seitensprung kann somit hier vergeben werden, aber klar ist auch, dass Vergebung immer beidseitig auch eine Haltung ist. Es wird eben bei wirklicher Vergebung auch das Bösartigste vergeben. Wie etwa wie ein Papst Johannes Paul II seinem Attentäter vergab, oder Eltern in Afrika den Mord an ihrem Kind. So wie Jesus sich nicht wehrte mit kriegerischen Engeln und seine Kreuzigung gewaltsam verhinderte. Er hatte daher auch der römischen Soldateska, genauso wie der Befehlskette darunter, hier der jüdischen Obrigkeit, vergeben. Gott hatte uns am Kreuz auch also alle Bösartigkeit nicht zugerechnet, weil er kein/e Buchhalter/in unserer Defizite ist, (sondern Gott). Dies magst du furchtbar finden und so nicht glauben, liebe Chey, aber wir als Christinnen und Christen glauben so etwas fundamental. Ich bete aber auch (nicht) darum, dass meine Überzeugung hier den optimalen Härtetest erträgt. Leider ist hierzu anzumerken, dass alle Menschen Bösartiges auch öfters denken und jeder eigene Abgründe besitzt. Gläubige sollten immer aus der Vergebung leben, wenn es sein muss auch jeden Tag. Auch im übrigen gilt für das christliche Kreuz und unser Gottesbild, dass Gott die Schuld der Menschen auf Erden vergeben hat und bereits mit allen Menschen versöhnte. Wir Menschen dürften und sollten uns hier auf Erden aber ebenso auch mit Gott versöhnen, aber immerzu in Zeit und der Ewigkeit. Man kann es dogmatisch hier nicht wirklich behaupten, aber trotzdem erhoffen, dass sich so alle Menschen in ihrer Begegnung mit Gott im Tode freiwillig versöhnen. Sonst hätte Jesus niemals behauptet, er komme als Erlöser und nicht als Richter. Unsere Bibel betrachtet das Kreuz für alle Menschen als Skandal, und Skandal ist ein „Skandalon, ein gespanntes und eher das völlig unsichtbare Seil, über dass wir bewusst stolpern dürfen, damit wir umdenken. Philosophen der alten Griechen war vor 2000 Jahren der gekreuzigte Gott ein sehr großes Ärgernis. Er entsprach niemals den Erwartungen an viele Götter der Antike, die nichts weniger als die Reflexion des Verhaltens von Menschen waren. Die Götzen sind modellierbar modern: „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“! Und auch dem lieben Adrian gebe ich mit diesem Kommentar zum 9. Januar um 10:12 Uhr recht, mit dem ist vollstens übereinstimme.
Es gibt viele Christen, die das anders sehen als du
{gestrichen – MfG, das JDE-Team]
@jesus.de: Danke für die Streichung. Wenn es technisch möglich gewesen wäre, hätte ich den Post 10 Minuten später selbst gelöscht. Ich sollte nicht mit Ärger posten.
Gut, dass ihr da aufpasst.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Sünder vergeben und Hochachtung vor ihm haben.
Von Hochachtung steht auch nichts in der Bibel.
Lieber Herr Hehner,
für einmal bin ich vollkommen mit Ihnen einverstanden. Das Matthäusevangelium lenkt den Blick weg vom menschlichen Versagen hin zu Gottes Gnade. Ein Glaube so klein wie ein Senfkorn genügt (Mt. 17,20), weil nicht seine Größe rettet, sondern Gottes Barmherzigkeit.
Und wenn Petrus nach der Grenze der Vergebung fragt, sprengt Jesus jede Rechnung: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal (Mt. 18,21–22). Wo Schuld bekannt wird, öffnet Gott einen Raum, in dem Gnade größer ist als das Versagen.
Das ist die Herrlichkeit des Evangeliums: Nicht die Sünde triumphiert, sondern die Vergebung.
Vielen Dank lieber Adrian. Ich bin gar nicht so böse und Christinnen und Christen haben zumindest hoffentlich geistliche Schnittmengen.
Ehen im allgemeinen, die christlichen im Besonderen und die von geistlichen Leitern nochmals heftiger, sind angegriffen und unter Beschuss.
Ich hab gehört, dass Satanisten sich versammeln und Rituale abhalten um christliche Ehen angreifbar zu machen.
Es sei dahingestellt ob das eine Wirkung entfaltet, aber es ist doch aufschlussreich, zerstörte Ehen, beschädigte Reputationen scheinen den „Antichristen“ wichtig zu sein !
Und der Schaden, für die betroffenen Familien und auch für die „Fallower“ ist tatsächlich groß !
In christlichen Kreisen sagt man, der Teufel versucht die „herausragenden Männer“ auf der Schiene, Sex, Macht und Geld .
Jetzt hat es den nächsten erwischt und es sind vermutlich tausende von Menschen tief enttäuscht von diesem Mann, dessen Lebensthema die Gnade Gottes war. Die braucht er jetzt selbst ganz dringend, möge Gott sie ihm gewähren.
Es sei mir erlaubt noch etwas darüber nachzusinnen, was so einen Absturz verhindern könnte.
Um jahrelang ein Doppelleben zu führen gehört schon eine gewisse Skrupellosigkeit dazu, ich kann mir vorstellen, dass eine gesunde Gottesfurcht einen davor bewahren könnte. Und eine glückliche, erfüllende Ehebeziehung ! Die einem aber auch nicht in den Schoß fällt, aber mit Gottes Hilfe möglich ist. Vielleicht wäre es ratsam etwas weniger Zeit ins Bücherschreiben und in Vortragsreisen zu investieren, sondern sich etwas mehr um die Ehefrau zu kümmern. Wie auch immer, wenn die Satanisten für Zerstörung beten, sollten wir Christen für intakte Ehen beten !
Also hier jetzt die Schuld bei Satanisten zu suchen, darauf muss man erst mal kommen.
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Die Schrift macht deutlich, dass unser Kampf nicht gegen Menschen geht, sondern gegen eine geistliche Wirklichkeit. Petrus warnt eindringlich: „Seid nüchtern und wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe“ (1. Petr 5,8).
Gerade Ehen und Berufungen stehen dabei besonders unter Druck. Die biblische Antwort darauf ist Wachsamkeit, Demut und Gebet — nicht Anklage. Wenn zerstört werden soll, sind wir gerufen, für Schutz, Treue und Heilung einzustehen.
bringe Schande über Gott“, so Yancey.
Das sollte er als Biblelehrer eigentlich wissen, dass er über Gott nicht verfügt in diesem Sinne. Über Gott kann niemand Schande bringen, er ist heitig und nichts kann ihn beflecken oder ihm schaden. Gott ist souverän.
Über wen er Schande gebracht hat, ist seine eigene Familie, sein Leben und seine Gemeinde.
Aber auch hier gilt: Jeder steht und fällt seinem Herrn,
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Wenn er seine Sünde bekannt hat, so vergibt ihm der Herr.
Aber sein Amt kann er nicht mehr ausführen. Er ist nicht mehr glaubwürdig.
Und ob es tatsächlich niemand gemerkt hat??? Finde ich erstaunlich.
Durch den Propheten Hesekiel beklagt der Allmächtige, die Juden haben den Namen Gottes durch ihr Verhalten „entheiligt“.
Das ist natürlich nicht im Sinne zu verstehen, dass die Heiligkeit Gottes plötzlich futsch ist, aber „Gottes Ruf ist beschädigt“
Heute könnte man sagen, durch die Mißbrauchsskandale der Kirchen ist genau das auch geschehen, oder eben durch Abstürze von Leuten die eigentlich als Vorbilder fungieren. Oder, um uns an die eigene Nase zu fassen, auch durch unser oftmals fragwürdiges Verhalten als Christen.
Gott identifiziert sich mit seinem Volk. dass ist einerseits wunderbar, aber eben auch eine große Verantwortung !
Vergebung heißt wirklich auch Allumfänglichkeit
Liebe Bea, ich bin vollständig davon überzeugt, dass wir jeden Menschen wirklich 70x7mal vergeben sollten. Dies ist immer sehr schwierig, da wird jener Schatten extrem lang, über den man springen muss, aber Vergebung kann in einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft dann auch nur die Rehabilitierung in den Aufgaben oder Ämter sein. Sogar völlig unchristliche Menschen haben die Resozialisierung erfunden, was bedeutet, wenn eine Strafe abgebüßt ist, dann ist sie abgebüßt. Und wem ich vergebe, dem vergebe ich. Und wem Gott vergibt, dem vergibt er und dann ist immer die Sünde durchgestrichen, die beispielsweise Jesus am Kreuz für jeden Menschen bezahlt hatte. Aber das Ideal, Menschen immer vergeben (zu wollen) muss logisch auch aus Hoffnung für ihn, hier nie endgültig über niemand den Stab zu brechen. Ich halte dies zugegeben für schwierig, aber das Leben soll ja auch einen Sinn haben, der mit Inhalt und Anspruch gefüllt sein darf. Ich meine dies nicht im Sinne von Werkgerechtigkeit.
Acht Jahre Ehebruch und Heuchelei, und jetzt braucht der Profi professionelle Beratung.
Anscheinend weiß er weder, was Buße tun ist, noch ist er Glied einer Gemeinde, die die Sache mit ihm und seiner Frau vor Gott klären könnte.
Und „Schande“ hat er nicht „über Gott“ gebracht, das kann keiner, da nimmt er sich selbst immer noch viel zu wichtig.
Schande hat er über sich, seine Frau, seine Ehebrecherin und deren Ehemann gebracht
und über all jene, die in all den Jahren seine Bücher und Predigten unkritisch konsumiert haben.
Lieber Herr Wößner,
David erinnert uns daran, dass jede Sünde letztlich gegen Gott gerichtet ist (Psalm 51,4: „Gegen dich, dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen…“). Und doch ist gerade in diesem Geständnis die Größe Gottes sichtbar: Unser Herr Jesus, der die zerbrochenen Herzen liebt, reicht seine Arme selbst denen, die tief gefallen sind. Er nimmt die Last unserer Schuld auf sich, nagelt sie ans Kreuz und zeigt uns, dass Vergebung größer ist als unser Versagen.
Das Gleichnis von den Talenten (Mt. 25,14–30) warnt uns zugleich: Wer Vergebung zurückhält, schadet nicht nur anderen, sondern auch sich selbst. Herr Yancey hat seine Sünde öffentlich bekannt, um Vergebung gebeten und zieht nun die Konsequenzen für sein Leben und seinen Dienst. Inmitten dieses Geständnisses leuchtet die Hoffnung: Jesus ist größer als unser Versagen, und seine Gnade reicht weiter als unsere Schande.
Wie Herr Yancey bedarf auch ich aus meiner Vergangenheit dieser Gnade, und dabei bin ich für die Gnade und Zucht des Herrn unendlich dankbar – dass er mich hält, leitet und reinigt, selbst wenn ich gefallen bin.
Mich würde nun Ihre Perspektive interessieren: Was sollte Ihrer Meinung nach Herr Yancey jetzt tun?
Um diese Frage beantworten zu können, müsste ich den Fall genauer kennen.
Gott sieht das Herz an. Er sieht, ob die Reue echt oder auch nur wieder geschauspielert ist.
Ich wünsche Herrn Yancey, dass seine Umkehr echt ist und er Gnade findet.
Angehört hat es sich für mich aber anders …
Ich denke wirkliche Reue zeigt sich erst mit der Zeit. Denn Reue bedeutet ja eine Verhaltensänderung und Busse gegenüber denen, die man verletzt hat.