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Plakat erinnert an Luthers Bibelübersetzung

Vor 500 Jahren übersetzte Luther auf der Wartburg innerhalb von elf Wochen das Neue Testament. Ein Plakat in 50.000-facher Auflage soll daran erinnern.

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500 Jahre nach der Bibelübersetzung durch den Reformator Martin Luther (1483-1546) soll ein Plakat mit dem Titel „Ein Buch verändert die Welt“ an das historische Ereignis erinnern. Das Poster aus dem Evangelischen Medienhaus Leipzig erscheine in einer Erstauflage von 50.000 Exemplaren, sagte Geschäftsführer Sebastian Knöfel bei einer Online-Präsentation des Projektes am Donnerstag. Das Angebot richte sich an Kirchengemeinden und Schulen und soll unter anderem im Religions- und Konfirmanden-Unterricht sowie in der Erwachsenenbildung Anwendung finden.

Auf dem Din-A2-Poster befinden sich auf Vor- und Rückseite die wichtigsten Fakten zur Bibelübersetzung. Dazu gibt es Zitate von der EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich, die ihr Unverständnis einer Bibelstelle erläutert, und vom FC-Liverpool-Coach Jürgen Klopp, der Luther als Anwalt der kleinen Leute beschreibt.

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Für Claussen steht das Plakat in der «urreformatorischen» Tradition einer Flugschrift. Die Texte und Grafiken inklusive der Rückseite verweisen zudem auf entsprechende Angebote im Internet. Alles ist frisch aufgemacht und sorgt für Lesefreude, wenn etwa in einem Passus statt Luther Spidermann-Erfinder Stan Lee (1922-2018) zu Wort kommt. Auf dem Plakat ist Luther der Superheld, der in den kommenden Wochen und Monaten vielfach mit Veranstaltungen geehrt werden soll.

„Septembertestament“ prägte die deutsche Schriftsprache

Jüngste Forschungen hätten gezeigt, dass Martin Luther am 18. Dezember 1521 auf der Wartburg mit der Übertragung des Neuen Testaments vor allem aus dem Griechischen ins Deutsche begonnen habe, erläuterte der wissenschaftliche Leiter des Eisenacher Lutherhauses, Jochen Birkenmeier. Es existierten zwei Briefe mit diesem Datum aus der Hand des Reformators. Im ersten Brief kündige Luther das Vorhaben an, im zweiten vermelde er, mit der Arbeit begonnen zu haben, erläuterte der Historiker.

Der Rest ist inzwischen gut bekannte Geschichte. In nur 73 Tagen oder knapp elf Wochen vollendete Luther seine Übertragung, die zur Grundlage der Schriftsprache der Deutschen geriet. Nach seiner Abreise von der Wartburg am 1. März 1522 habe es dann deutlich länger bis zur Drucklegung des „Septembertestaments“ gedauert. Wichtigstes Ziel dabei: Verständlichkeit, erklärte der Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Stefan Rhein. Faktisch bis zu seinem Tod habe der Reformator immer wieder an der Schrift gesessen.

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Die Übersetzung wie auch das ewige Feilen Luthers am Text hätten aus Sicht des Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, ein eigenes Reformationsjubiläum verdient. Aber in Zeiten von Corona ginge das nicht, sagte Claussen. Statt langer Planungen für eine App oder ein Buch, deren Veröffentlichungen vielleicht das Virus durchkreuzt hätte, schlug er gemeinsam mit Rhein deshalb die Plakat-Variante vor.

Link: Auf der Webseite der Deutschen Bibelgesellschaft finden Sie das Plakat.

Quelleepd

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