Der vierte Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine ist ein Tag des Gedenkens. In Berlin kamen Politiker zu einem Friedensgebet zusammen.
Zahlreiche Politikerinnen und Politiker haben sich zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine in Berlin zu einem Friedensgebet versammelt. Unter den Teilnehmern der Andacht am Dienstagmorgen in der Französischen Friedrichstadtkirche waren unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Außenminister Johann Wadephul (CDU), der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, sowie Mitglieder des Bundestagspräsidiums.
Die Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin, Anne Gidion, betonte das andauernde Leid der Ukraine: «So lange schon wird das Land verwüstet und ausgelaugt, die Stromversorgung zerstört.» Es seien «vier Jahre Verzweiflung und zugleich Mut zum Leben, Hoffnung auf Frieden, Kraft zur Verteidigung gegen die ständigen Angriffe».
Ukrainer beten, „dass Gott mit ihnen kämpft“
Die Ukrainerinnen und Ukrainer kämpften und beteten dafür, «dass Gott mit ihnen kämpft», sagte Gidion. Ohne Schutz vor Gewalt sowie Sicherung der Lebensgrundlagen gebe es keinen Frieden. Der katholische Prälat Karl Jüsten warnte vor «falschen Propheten», die die Friedenssehnsucht ausnutzten und sich von Opfern des Krieges abwendeten. Sie wollten «Frieden mit der Gewalt» machen. Dieser Frieden beruhe nicht auf Gerechtigkeit, sagte der Leiter des Katholischen Büros in Berlin.
Das Friedensgebet für das politische Berlin gibt es seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Evangelische, katholische und orthodoxe Kirchenvertreter hatten drei Tage nach den ersten Angriffen im Februar 2022 Regierung und Abgeordnete dazu eingeladen. Das erste Friedensgebet fand damals unmittelbar vor der Sondersitzung des Bundestags am 27. Februar 2022 statt, in der der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) von der «Zeitenwende» sprach und ein Sondervermögen für die Aufrüstung ankündigte. Das ökumenische Friedensgebet wird seitdem am Jahrestag des Angriffs am 24. Februar ausgerichtet.

Gebet ist die zweitgrößte Macht im Universum
Friedensgebete sind sehr wohltuendes, auch wenn PolitikerInnen dies tun, dann immerhin als gute Leitbilder und Vorbilder. Als BeterIn stellen wir uns unter eine Wirklichkeit Gottes, die alle Dinge im Universum und diesem kleinen wunderbaren Planeten umfasst. Nicht umsonst sagt uns hier die Bibel eindeutig (was kein Pantheismus ist), dass alle Dinge in Gott sind und Gott in allen Dingen. Er ist nicht nur die Summe der Naturgesetze, die seine Gedanken sind, sondern gleichsam – wie Jesus es sah -immer das personhafte Gegenüber eines allerbesten Vaters. Ein Vater, der dem Verlorenen Sohn entgegen geht. Da wird Jesus auch guter Hirte, der das Verlorene Schaf sucht, ihm keinerlei Gardinenpredigt hält, es einfach auf seine Schulter legt und liebevoll nachhause trägt. Das Verlorene Schaf sich gar nicht aufmachen und zum Vater eilen könnte. Die Dornen machen dies sinnbildlich unmöglich. Es ist ganz alleine der Geist Gottes, der unser Wollen und auch unser Vollbringen ermöglicht. Das Gebet ist auch, wenn wir ohnmächtig vor Gott stehen. Nicht in unserer Selbstüberhöhung als superfromm, sondern eher im Elend, oftmals mit Unveränderbarkeit von Realitäten. Aber durch ein Wunder kann selbst der Berg zum Propheten gehen, Petrus über das Wasser und das Camel durch sein Nadeloer. Mein Gebet ist hier Hilferuf und auch zugleich Gott zu umarmen, er tut es dann auch, selbst wenn ich dies nicht spüren könnte. Er geht immer mit uns und notfalls trägt er jeden, aber hinterlässt daher keine Spuren im Sand. Gerade das stille Gebet, wie ich es auch aus Taize kenne, ist für jeden bald wohltuend, weil solche Stille und Anbetung sogar Seele Balsam wird. Ich muss dann nichts tun und dabei nie arbeiten, aber ich lasse Gott gerne an mir arbeiten. Aber Gebet ist nur ernsthaft, wenn ich wirklich Frieden möchte, wenn ich für Klimarettung bin auch etwas beitrage und bei erbetener Abwendung von Gewalt diese nicht praktiziere. So wird die Rückseite meines Gebetes auch eine Sicht auf meine Wirklichkeit: Dass alles was mich existenziell angeht, hier zum Glauben als Gottvertrauen dazu gehört. Der für Juden heidnisch gesehene Barmherzige Samariter ging es unbedingt. etwas an, dem Hilfsbedürftigen zu helfen. Gebete sind freilich in einem geistlichen Sinne die gute Arbeit von Gottes Wirken in der Seele und oft das Wunder. Aber es gibt Realitäten gibt, die nicht zu ändern sind. Vor allem wenn Menschen oder Tyrannen Unrecht tun. Sie missbrauchen Freiheit.. Die Welt ist nur unheil, nicht weil Gott es will, sondern Menschen. Daher allergrößte Humanität nichts wert ohne Liebe. Nur zur Vollständigkeit: Das
Alte Testament ist voll mit Gewalt, aber bildet dort Realitäten ab. Zweite Schlussbemerkung: Alttestamentarisch ist Gott auch unsere beste Mutter.