Reportage: Pastorin ohne Augenlicht (chrismon)

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Wie lässt sich als Pastorin eine Hochzeit gestalten, wenn einem das Augenlicht fehlt? Diese Frage stellte sich die Zeitschrift „chrismon“. Einen Tag lang begleitete Journalistin Wiebke Schönherr die erblindete Christina Ernst. Dabei ist ein rührendes Porträt entstanden.

Wirklich froh war die Gemeinde in Twistring anfangs nicht über die neue Bewerberin auf die Pfarrstelle. Obschon mit Einser-Abitur und abgeschlossener Promotion bestens geeignet, konnte sie eben nicht sehen. Ernst setzte sich 2015 gegen die kritischen Stimmen durch und wurde als Pastorin angestellt. Heute, drei Jahre später, ist die kleine Gemeinde mit ihrer geistlichen Hirtin überglücklich.

Die Reportage skizziert, wie sich die Erblindete ohne ihre Augen im Alltag zurechtfindet. Statt den Anzug des Bräutigams zu sehen, ertastet sie ihn eben. Stimmungen spürt sie, ganz ohne Gesichtsausdruck. Der Fokus liegt schlichtweg auf anderen Sinnen. Ganz klar zeigt die Autorin: Ein fehlender Sinn muss im Pfarramt keinen Nachteil darstellen – ganz im Gegenteil.

LINK: Der zweite Blick

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