Gebete im Oval Office, Bibelstunden im Pentagon – und ein Krieg, der wie ein göttlicher Auftrag verkauft wird. Ex‑Brigadegeneral Klaus Wittmann empfindet das als „fast schon blasphemisch“.
Für Brigadegeneral a.D. Klaus Wittmann ist die religiöse Rhetorik der US‑Regierung im Iran‑Krieg ein gefährlicher Missbrauch des Glaubens. „Die religiöse Überhöhung dieses Krieges in der US-Administration ist fast schon blasphemisch“, sagt er in einem Interview mit der Evangelischen Zeitung. Gebetsveranstaltungen im Oval Office und Bibelzitate als politische Legitimation erinnerten ihn an die geistliche Unterstützung, die der russische Patriarch Kyrill I. Putins Angriffskrieg gegeben habe.
Rund 10 bis 15 Millionen christliche Zionisten erwarten laut Wittmann eine „Beseitigung des gottlosen iranischen Regimes“. Andere Maga‑Evangelikale, die eigentlich gegen neue Kriege seien und Trump aufgrund seiner Verfehlungen kritisch sehen müssten, betrachteten Trump dennoch als „kleineres Übel“. Viele seien überzeugt, Trump müsse nicht fromm sein – Gott nutze ihn trotzdem. „Sie überhöhen ihn […] religiös und glauben, sein Handeln sei Teil von Gottes Plan“, so Wittmann.
Soldaten als Märtyrer
Mit Verteidigungsminister Pete Hegseth habe zudem ein christlich-konservativer Hardliner Einfluss gewonnen, der im Pentagon Bibelstunden abhält und sich als „maskuliner Christ“ inszeniere. Wittmann glaubt jedoch nicht, dass das Militär dafür besonders empfänglich sei. Es habe bereits Beschwerden gegen die religiöse Kriegsdeutung einiger Kommandeure gegeben. Wenn Hegseth beim nationalen Gebetsfrühstück verspreche, Gefallene kämen in den Himmel, erinnere das „fast an die islamische Märtyrer‑Lehre“. 1)
Christian leaders from around the U.S. have joined Donald Trump to pray in the Oval Office. In the last few minutes, the president has posted on Truth Social that he will only accept 'UNCONDITIONAL SURRENDER' from Iran.
— Sky News (@SkyNews) March 6, 2026
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Die strategisch-operativen Ziele des Krieges – zum Beispiel die Verhinderung iranischer Atomrüstung und die Beseitigung seiner weitreichenden Raketen – halte er persönlich für „plausibel und unterstützenswert angesichts der Gefahr, die vom Iran schon seit Jahrzehnten ausgeht.“ Allein aus der Luft könne man weiterreichende Ziele jedoch nicht erreichen, glaubt Wittmann – „siehe Kosovo und Gaza“. Die vage formulierten übergeordneten Ziele könnten es dem US-Präsidenten erlauben, angesichts der Zerstörung der iranischen Kriegsflotte, Luftwaffe und Raketen vom „Sieg“ zu sprechen. „Aber wie es um die eingebunkerten Atomwaffenanlagen steht, weiß keiner, und das iranische Volk ist erneut im Stich gelassen.“
Klaus Wittmann ist Brigadegeneral a. D. Von 2003 bis 2008 war er Mitglied der EKD-Synode.
>>> das komplette Interview mit Klaus Wittmann
1) US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte beim National Prayer Breakfast am 5.2. 2026 unter anderem:
„Und wie Christus, auf irdische Weise, sind unsere tapferen Krieger nicht berufen, der Welt nachzugeben. Sie müssen ihr entgegentreten. Wir wissen, dass wir einen physischen Kampf führen, aber letztendlich – verwurzelt, wie der Präsident sagte – kämpfen wir auf einem geistlichen Schlachtfeld. Wir sind nicht nur Krieger, bewaffnet mit dem Arsenal der Freiheit; wir sind letztendlich bewaffnet mit dem Arsenal des Glaubens – und das von Anfang an. So wie George Washington im Schnee von Valley Forge kniete und den Himmel um Führung und Schutz anrief, so tun es auch unsere Krieger heute. […] Der Krieger ist bereit, sein Leben niederzulegen für seine Einheit, sein Land und seinen Schöpfer. Dieser Krieger findet ewiges Leben. Sein Vermächtnis wird nicht eines des Verlustes sein, sondern der Herrlichkeit – für eine Sache, die größer ist als er selbst. Und um die Seele Amerikas zu bewahren, müssen wir nicht nur das physische Schwert weiter führen, sondern auch das Schwert der Wahrheit – furchtlos und unverhohlen in diesem Kampf.“
(Skript – Deutsch und Englisch)
US-Präsident Donald Trump sagte in seiner Rede beim Gebetsfrühstück unter anderem:
„Ich verstehe nicht, wie ein gläubiger Mensch für einen Demokraten stimmen kann. Ich verstehe es wirklich nicht […] Und sie tun etwas, um zu gewinnen. Wissen Sie, was das ist? Sie betrügen.“ […] „Das wird das letzte Jahr sein, in dem die Demokraten zu dieser Veranstaltung erscheinen, das sage ich Ihnen. […] „Sie haben die zweite Wahl manipuliert. Ich musste gewinnen, ich musste einfach gewinnen. Ich brauchte das für mein Ego. […] Diese Verrückten zu schlagen war unglaublich.“
(NJ.com bzw. Evangelical Focus – Englisch)
Marc Jost, ehemaliger Generalsekretär der Evangelischen Allianz aus der Schweiz, war beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington anwesend. Er sagte: „Trump hat das Gebetsfrühstück auf die übelste Weise für seine egoistischen Zwecke missbraucht.“

Das Regime in Teheran darf man als gottlos bezeichnen, dort zeigt der politische Islam seine Fratze: Unterdrückung der Frauen, Unterdrückung anderer Religionen, Unterdückung der Demokratiebewegung, eine schamlose Bereicherung der religiösen Kaste und die permanente Bedrohung Israels. Insofern entsetzt es mich nicht wenn angeblich 15 Millionen „christliche Zionisten“ das Ende dieses Regimes herbeisehnen. Und wenn es Trump ist der das vollzieht, soll es mir recht sein !
Viele Andere meinen zu erkennen, dass der Allmächtige einen Mann wie Trump gebraucht um seine Pläne umzusetzen, einige Kommentatoren sehen diese Möglichkeit ja biblisch belegt.
Amerika ist religiös aufgeladen, das mag uns Deutsche befremden, aber mal ehrlich, ich würde mir wünschen Gott und der Glaube würden in unserem Land wieder eine größere Rolle spielen, aber anstatt das anzustreben schießt man sich auf Trump und Co ein und das mit Schaum vor dem Mund. Trump ist ein Kotzbroken, ein Narzist und Deals scheinen ihm wichtiger zu sein als alles andere, aber es gibt vermutlich gefährlichere Zeitgenossen als ihn ! Er ist eine Provokation für die woke, linksintellektuelle, klimareligiöse Kommunity, ich finde das mit Verlaub irgendwie charmant !
@JDE- Team,
Meine Rechte als Nutzer werden verletzt.
Wo steckt Ihre Verantwortung ?
Wir bieten die Möglichkeit, hier im Rahmen unserer Hausordnung über unsere Beiträge zu diskutieren. Das klappt meistens, wenn auch nicht immer. Wer darüber hinaus diskutieren möchte, kann das in unserem Forum tun. MfG, das JDE-Team
Gott ist souverän, das ist klar. Wir verstehen Gottes Wege oft nicht unmittelbar, das ist auch klar.
Er wirkt durch Menschen und kann auch durch Menschen wirken, die selbst nicht an ihn Glauben, da gehe ich auch noch mit.
Aber der Vergleich mit dem Pharao, Nebukadnezar, Kyros passt nicht, denn diese haben nicht für sich in Anspruch genommen, zum Gott der Israeliten zu beten und im Sinne des israelitischen Gottes zu handeln, sondern eben zu ihrem eigenen Gott. Aber Trump sieht sich und seine Mitstreiter als die wahren Christen an gegenüber anderen Christen.
Ich kann auch das Anliegen nicht verstehen, warum man so dafür in die Bresche springt, das Trump ein Werkzeug Gottes sein könne. Das nimmt er doch schon für sich selbst genug in Anspruch. Wenn denn alle irgendwie Werkzeug Gottes sind, dann ja eben alle seine Vorgänger als Präsidenten genauso. Warum ihn also hervorheben. Die Diskussion stellt sich ja nur, weil er und seine Partei selbst so exklusiv behaupten, das ihr Handeln im Sinne der Bibel sei und es dadurch unangreifbar machen wollen. Das muss man nun nicht unterstützen. Im Gegenteil, das muss man in Frage stellen bzw. sogar abweisen
Denn da werden seine eigenen Ziele christlich übermalt. Er benutzt, missbraucht das Christentum, so wie Putin und Kyrill es auch tun.
„Viele seien überzeugt, Trump müsse nicht fromm sein – Gott nutze ihn trotzdem.“ Und das beurteilen diese vielen amerikanischen Christen, sicherlich eher ganz weltlich, menschlich, auf ihre eigenen Vorteile bezogen, das ist meine Überzeugung.
Sie tun so als würden sie es als geistlichen Kampf ansehen (und vielleicht denken sie das wirklich), aber dahinter sind handfeste moralische und politischen Interessen, Vorurteile, und vor allem Ängste ( vor wirtschaftlichem Abstieg, vor Fremden usw., letztlich zeigen diese Existenzängste das Ausmaß des Unglaubens inmitten dieser Christenheit)
Natürlich kann Donald Trump ein Werkzeug Gottes sein!!!
So wie zum Beispiel der ägyptische Pharao beim Auszug des Volkes Israel ein Werkzeug Gottes war!
Oder auch der babylonische König Nebukadnezar war ein Werkzeug Gottes!
Gott bringt die Geschichte der Menschheit zu seinem Ziel und gebraucht dabei auch Menschen!!! Herrscher und Untertanen!!!
Aber das heißt nicht in jedem Fall, dass man die von Gott benutzten Herrscher und anderen Menschen gut finden muss.
Schließlich werdet weiter stark im Herrn und in seiner gewaltigen Kraft.
Legt die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr den hinterhältigen Angriffen des Teufels standhalten könnt.
Denn wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalthaber, gegen die Weltherrscher, die in dieser Finsternis herrschen, gegen die bösen Geister unter dem Himmel.
(Epheser 6:10-12)
Christen müssen einen geistlichen Kampf führen und nicht einen fleischlichen bzw. physischen Kampf gegen andere Menschen!!!
Liebe Grüße
Aku
Außerdem: Das Trump (wie jeder Mensch) ein Werkzeug Gottes sein kann heißt nicht, dass er es auch ist.
Mir scheint, Du wirfst da einiges durcheinander, Aku. Zum Beispiel das altestamentarische Wirken Gottes mit dem im Neuen Testament. Auch ist z.B. Nebukadnezars Wirken gegen Gottes Volk gerichtet. Wer wie Trump Soldaten als „Gotteskrieger“ glorifiziert und Gefallene als Märtyrer preist, der hat eindeutig den Boden der neutestamentlich-biblischen Lehre unter seinen Füßen verloren.
Ich beileibe kein Pazifist und gestehe jeder Person und jedem Volk das Recht auf Selbstverteidigung zu. Das rechtfertigt aber noch lange keinen „heiligen Krieg“. Jeder Soldat, der dort fällt, ist ein bedauernswertes Opfer. Jeder Tote ist einer zu viel. Aber er ist kein Märtyerer. Das war auch schon im Alten Testament so und im Neuen Testament ist genau beschrieben, wa einen zum Märtyrer macht. Der Tod beim Überfall eines anderen Volkes gehört eindeutig nicht dazu.
Nebenbei: Der Islam geht davon aus, dass selbst die als „Märtyrer“ gefeierten Menschen letztlich nie die Gewissheit haben, dadurch ins „Paradies“ zu kommen. Ihr Gott hat nach ihrem Glauben das Recht, es sich ohne Grund anders zu überlegen…
@Andi:
Warum machst Du aus meinem Trump-kritischen Beitrag einen Trump-freundlichen?!
Willst Du mich etwa ärgern oder warum machst Du sowas?!
Für sowas habe ich keine Zeit und gehe deshalb nicht näher darauf ein.
Allerdings möchte ich – WIEDER!!! – darlegen, dass GOTT ALLE MENSCHEN und sogar mutmaßlich GOTTLOSE MENSCHEN ALS WERKZEUG GEBRAUCHEN KANN!!!
Den ägyptischen Pharao und den babylonischen König Nebukadnezar habe ich als biblische Beispiele dafür genannt.
Ein sehr bekanntes Beispiel aus der Bibel ist Judas, der Verräter des Herrn Jesus Christus!!!
Über Judas hat der Herr Jesus Christus das Folgende gesagt:
„Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird!
Es wäre besser, dass dieser Mensch nie geboren worden wäre.“ (Matthäus 26:24)
Judas war also als Verräter am Erlösungswerk Gottes beteiligt und wurde damit als Werkzeug Gottes von Gott benutzt und konnte trotzdem keine Sündenvergebung und damit ewiges Leben im Frieden mit Gott bekommen!!! (Ich glaube lieber der Bibel als einem Kommentatoren, der das in diesem Forum anders darstellt!!!)
Wenn also Gott sogar sehr gottlose Menschen als sein Werkzeug gebrauchen kann, dann kann er das auch mit Donald Trump tun!!!
Aber das heißt noch lange nicht, dass man Donald Trump gut finden muss!!!
Ich hoffe, dass das jetzt klar genug war!
Liebe Grüße
Aku
Ich verstehe, wenn eine Person in der Bibel steht, dass man auf Grund der geschilderten Geschichte, auch wenn diese Person böse ist, ihn als Werkzeug Gottes sehen kann, als Christ vielleicht sogar sehen muss.
Nun steht Trump nicht in der Bibel. Wie kann man also sicher sein, dass er ein Werkzeug Gottes ist? Und nicht z.b. ein Werkzeug des Teufels? Vielleicht ist er auch beiden egal.
Man kann das ja nicht an der Bibel prüfen.
Viel schlimmer, als Trump es in Worte fassen könnte, sind Menschen, die seiner Sprache nicht mächtig, ihren Inhalt umsetzen. Die Natur setzt sich in der Sprache fort, die sich aus ihrer Würde ergibt, ohne zu wissen, wen sie damit in das Leben beruft, das sich an ihr fortsetzt.
Was wäre, wenn jemand zum Krieg aufruft und keiner würde diesem Aufruf folgen?
Wer ist letztendlich schuldig dessen, was niemals grundlos geschieht?
Ich glaubte an Gott und ich glaube an die Berufung von Jesus durch Gott, der die Menschheit damit ihrer wahren Bedeutung für das Leben näher bringt, als sie das selbst je könnte. Durch Jesus wird verbunden, was verbunden bleiben muss, um sich in der Einheit fortsetzen zu können, die ihren Anfang und ihr Ende kennt, die sich in einem Kreislauf wiederholen, der von Gott ausgeht und in Jesus für die Menschheit beginnt.
Gott herrscht nur gewaltlos mit Liebe
Das Kreuz von Golgatha war in der Antike größtes Ärgernis und heute leider oft falsches Narrativ, „dass Macht Gewalt legitimiert“. Wer dies aber leider verneint , hätte die Botschaft von Golgatha nicht wirklich verstanden: Die „Liebe Gottes ist kein Mittel guter Gewalt“. Christsein ohne Friedensbotschaft ist wie mein Haus ohne Fundament. Denn Gottes Liebe siegt immer nur „gewaltlos“.
Gebete im Oval Office, Bibelstunden im Pentagon – und ein Krieg, der wie ein göttlicher Auftrag verkauft wird: Ex‑Brigadegeneral Klaus Wittmann empfindet dies als zurecht blasphemisch. Krieg als Notwehr könnte für mich nachvollziehbar sein. Aber dort ist das ethische Dilemma leider allgegenwärtig. Denn die Feindesliebe Jesu, oder sogar die alttestamentarische Prophetie, dass die Schwerter zu Pflugscharen, Kriege geächtet, oder nach Matthäus 24 die Tyrannen vom Thron gestoßen werden, (die ihre Völker unterdrücken), greifen hier Raum. Genauso Jesus Versuchung in der Wüste durch den Teufel, der ihm Macht durch Gewalt über alle Völker schenken wollte. Da spiegeln sich bei den Bibelautoren, die Jesu Botschaft sehr viel später aufschrieben, diese große damalige Konkurrenz weltlicher Menschen als Messias-Auftrag falsch wieder, die das Reich Gottes irdisch aufrichten und ebenso die Römer vertreiben wollten. Der Messias Gottes sollte so mit eisernem Besen kehren. Oder wie in der Französischen Revolution alle Bösen einfach töten und der Schlange den Kopf abschlagen. Gott tut das Gegenteil, er schenkt den Bösen das Leben, damit sie (und daher wir) dann umkehren. Liebe und Zärtlichkeit ist die absurde Logik des Himmels, wirklich antizyklisch gegen jede Form von Destruktion und Jesus schwimmt gegen den Strom. In irdischer Psychologie angewandt wäre völlig unverdiente Liebe zumeist absolut unerträglich, sodann schwerste Strafe, fast Anlass für Suizide. Gott wird in der Ewigkeit nicht nur die Armen, oder die Kriegsopfer und die Verhungerten trösten, sondern alle, die dort ihr Gewissen verklagt. Ich glaube an die subjektive Realität von Nahtod-Erfahrungen. Menschen erfuhren dort wie in dem Übergangsprogramm des Gehirns, wie sie Gewissen sehr bestraft.
Liebe/r Aku: Diese Form evangelikalen Glaubens in den USA will leider Ideen bekannter Weltraummärchen bedienen, der Wille unseres allmächtigen Schöpfer beinhalte seine „Dunkle Seite der Macht“. Da landet man rasant bei jener Idee, Gott werfe Feuer vom Himmel nach dem menschlichen Motto, auf jeden groben Glotz von Menschen und Mächten, gehörten der grobe Keil von Gottes Handeln. Die Botschaft von Golgatha, dass Gott sich mit uns Menschen hier versöhnte (oder Gott schon immer Liebe pur war), will das Hammer-Amboss-Denken für leider verbannen. Es bestand seit spätestens seit Sesshaftwerdung aller Menschen vor 25.000 Jahren in falscher Erkenntnis, wer nicht Amboss sein will muss sich wehren als Hammer. Wer hier nicht beherrscht sein will, muss also herrschen. Gewalt geht nur mit Gewalt zu bekämpfen. Der Teufel ist so mit dem Belzebub auszutreiben. Oder hier neuzeitlicher: Gegen Demokraten helfen nur Soldaten. Die Liebe Gottes siegte gewaltlos am Kreuz, Jesus real auferstanden und lebt. Seine Zärtlichkeit sollen wir beginnen nachzuahmen. Vor allem alle Lüge zu ignorieren, Gott selbst wäre gewaltbereit.
Außerdem war das Werkzeug Gottes gegen die Versklavung der Israeliten nicht der Pharao, sondern Moses als Normalmensch.
Neben dieser körperlichen Befreiung von der Fron schenkt Jesus uns seelische Erlösung, wenn wir uns Idealen realen Glaubens dann bescheiden annähern: Möglichst nicht zu richten, den Balken erst aus dem eigenen Augen zu ziehen und Jesus für unsere Erlösung dankbar zu sein. Gott zu danken und ihn damit zu lieben, beinhaltet aber auch, möglichst nie endgültig unseren Stab über anderen Menschen zu brechen. Weil ich hier hoffe, dass Gott es letztendlich niemals tut. Die Hölle ist insolvent, wir so erlöst.
Die Schuld ist getilgt, die hier darin bestand dass wir die Gemeinschaft mit Gott verlassen haben. Oder sie nie angetreten haben.
Jesu Bild von Gott war eindeutig jenes eines liebevollsten Vaters des Verlorenen Sohnes. Oder der das Verlorene Schaf suchte.
Lieber Aku,
ich möchte dir ausdrücklich danken: ein Kommentar, der sich an Gottes Wort orientiert und die Schrift ernst nimmt!
Herr Hehner, was Sie schreiben – dass Jesus uns „Idealen realen Glaubens bescheiden annähern“ lässt und unsere eigenen Bemühungen der Maßstab sein sollen – ist keinesfalls biblisch. Das Evangelium hängt nicht von menschlicher Moral, Gefühlen oder Bescheidenheit ab, sondern allein von Jesu Werk am Kreuz. Wer so argumentiert, verwässert das Heil und reduziert die Bibel zu einer Sammlung menschlicher Ratschläge.
Gott ist derselbe im Alten wie im Neuen Testament. Er wirkt souverän durch Menschen, auch durch unvollkommene, egoistische oder sogar widerspenstige Herrscher – Pharao, Nebukadnezar, Kyros … und dies ohne Rücksicht auf menschliche Ideale. Die Schrift macht unmissverständlich klar, dass Erlösung durch Gnade geschieht, dass Jesus Christus der alleinige Retter ist, und dass unser Kampf geistlich ist, nicht moralisch oder politisch (Epheser 6).
Aku zeigt hier beispielhaft, wie man Gottes Souveränität erkennt, den geistlichen Kampf versteht und das Evangelium treu hält, ohne es auf menschliche Maßstäbe zu reduzieren. Das ist wahre Schrifttreue, die wir dringend brauchen.
Ich finde in den Worten des Morgengebets die Macht, aus der Trump sein Gedankengut schöpft und nicht an andere verschwendet, indem er sich selbst damit verwirklicht. Das mag seiner Natur geschuldet sein, hat jedoch nichts an sich, was ich persönlich mit dem Glauben an Jesus und dessen Leben verbinden würde. Eher richtet sich dieser Akt des „letzten Krieges“ gegen eine Menschheit, die sich auf Kosten der Natur profilieren wollte, sodass sie alles zerstörte, was durch Gott wieder aufgebaut werden kann.
Trump unterscheidet sich in seinem Handeln gegenüber der Menschheit durch die Wahrheit, die sich aus seinen Worten für das Leben ergibt. Er spricht aus, was sie umsetzt, ohne sich dafür zu rechtfertigen, was schon ein Phänomen ist, das bisher noch nie zum Tragen kam. Alle Führer dieser Welt waren in ihrem Ansinnen um Macht nie so ehrlich wie Trump, der in seiner Sprache wiederholt, was sich aus ihr ergibt.
Damit deklariert sich eine neue (geistige) Grenze zwischen ihm und uns, die wir akzeptieren müssen, sodass sie bestehen bleibt, auch für die, die das heute vielleicht noch nicht verstehen. Das Patriarchat besteht nicht nur unter Menschen, es sichert das Überleben einer Natur, die sich der Herausforderung stellt, die dieses Überleben aus der Transzendenz in das Leben holt, das ihr gewachsen ist und an ihr weiter wachsen wird.
Welchen Anreiz hätte das Leben einer Menschheit zu bieten, wenn nicht den, dass es sich nicht aus ihr ergibt, sondern an ihr erwachsen werden lässt, wen Jesus mit sich bringt in dem Vater, der an ihm geboren wurde?
Das Leben wiederholt sich nicht, doch die Geburt sehr wohl, denn aus ihr schöpft, wer all seine Kinder liebt, auch wenn die es immer wieder neu entdecken müssen, sodass Mutter und Vater verkörpern was ein ewiges Zuhause für das Herz seines Lebens zu geben hat. Wir Menschen wissen so wenig über das, was in uns steckt und doch wird es uns täglich präsentiert, indem wir uns dadurch repräsentieren können. Das heißt, die Natur und damit der Lebensraum, den wir als Menschheit benötigen, um uns verwirklichen zu können, ist nichts, was wir in einem anderen Maß als der Lebenszeit erfahren können, die uns dafür gegeben wird.
Im Bewusstsein für diese Einzigartigkeit des Lebens, dass sich selbst als geboren von Gott betrachten kann, verliert kein einziges Herz den Bezug zu dem Geburtsrecht das seinem Geburtstag durch ihre Einheit widersprechen könnte. Herz, Geburtsrecht und Geburtstag sind so miteinander verbunden, dass sie sich im Leben immer wieder zusammenfinden, auch wenn wir Menschen das erst lernen mussten. Nun (er)leben wir, was ein wichtiger Schritt aus der alten Lebensphilosophie in eine neue Lebensform ist, die sich aus ihrem Bewusstsein für die Natur einsetzt, aus der ihr Geburtsrecht besteht und niemals vergeht.
Für manche:n mag das übertrieben klingen, doch ich stehe hinter dem, was ich hier und andernorts geschrieben habe und vielleicht noch schreiben werde, da ich lernen durfte, dass Gott mir gegenüber immer gerecht war, sodass Gerechtigkeit als Ziel in seinem Wort gegeben ist. Wir Menschen müssen einzig in uns finden, was ihrem Leben geschuldet ist, sodass wir ihren Wert füreinander einsetzen, indem wir voneinander lernen, wie das möglich ist.
Damit stehen wir am Anfang einer Lebenszeit in der Schüler sich mit Freude an der Lehrzeit beteiligen, deren Einsatz für die ganze Menschheit aus bedingungsloser Liebe besteht, die ihre Substanz aus dem Leben gewinnt, dessen Einheit sie bereits mit sich bringt.
Es scheint, dass nicht nur die Mullahs religiöse Fanatiker sind – Teile der Trump-Regierung scheinen das auch zu sein.
nicht „scheinen“ – sie sind es.
Ich stoere mich am (negativ konnotierten?) Klischee: „Rund 10 bis 15 Millionen christliche Zionisten erwarten …“ kennt er diese? hat er sie gezaehlt? wie kommt er darauf? 🤔
Definition: „Ein christlicher Zionist ist ein Christ, der das „Rückkehrrecht des jüdischen Volkes in sein Heimatland“ auf Grundlage der Bibel bejaht.“
Klingt jetzt nicht so aufregend?
Hr. Wittmann haette ja gerne von „israelfreundlichen Christen“ schreiben koennen, „…isten“ wird mE heutzutage fast durchweg negativ (zur Schubladisierung?) verwendet?
Faschist, Islamist, Extremist, Feminist, Kommunist, Sozialist, … Chr-ist (Chi-Roh-ist?), ooops 😮?
Naja, letztendlich eine Kurzform fuer „Anhaenger von …“. Ist vielleicht normal, jeder instrumentalisiert irgendwas fuer seine Sicht – gewaltfreie Sprache ist auf Dauer auch iwie langweilig … 😒
LG Joerg
Israelfreundlich und Zionist ist aber nicht deckungsgleich.
Pete Hegseth wird nicht nur in diesem Artikel sondern auch in diversen anderen Nachrichten als US-Verteidigungsminister bezeichnet.
Diese Bezeichnung ist falsch. Die korrekte Amtsbezeichnung ist Kriegsminister. Und das nicht ohne Grund.
Secretary of War | U.S. Department of War https://share.google/M74q3J1VbWYnj4bl8
Auch das Ministerium heißt Kriegsministerium
Der Missbrauch von Religion zu politischen Zwecken ist wahrscheinlich fast so alt wie die Religion selbst.
Im Falle von Trump zeigt es allerdings auch den moralischen Niedergang von Teilen des US-Christentums. Aber den gibt es nicht erst seit Trump.
Stimmt, das war falsch. Wurde korrigiert. MfG, das JDE-Team
“ Stimmt, das war falsch. Wurde korrigiert : “
Fehlt noch, dass Sie hinzufügen : Chef ! 🙂
“ Seit Januar 2025 ist er Verteidigungsminister im zweiten Kabinett von Donald Trump und wird von der Exekutive seit dem 5. September 2025 als Zweitbezeichnung „Kriegsminister“ (Secretary of War) genannt. “
( Laut Wikipedia.)
Es ist laut Pentagon nicht die Zweitbezeichnung, sondern die offizielle Bezeichnung. Auf der Homepage des Pentagon steht: „U.S. Department of War“ und als Bezeichnnung für Hegseth „Secretary of War“ – verknüpft mit dem Hinweis, dass das Ministerium nicht mehr Verteidigungsministerium heißt. Auf der Homepage des Weißen Hauses heißt es ebenfalls „Kriegsminister“. MfG, das JDE-Team
Machen Sie etwa Schleichwerbung für Trump und seine Kriegspropaganda ?
Wie bitte? Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Vermischung von christlichem Glauben und Politik, der Instrumentalisierung des Glaubens und der religiösen Aufladung der US-Politik. MfG, das Jesus.de-Team
Das mit der Schleichwerbung habe ich natürlich auch nicht angenommen, aber die Bereitwilligkeit zur kritiklosen Anpassung ist da.
Offensichtlich haben Sie diesbezüglich nur ein recht oberflächliches Bewusstsein.
Bitte die Nutzungsbedingungen beachten. MfG, das JDE-Team
Ich empfehle „The Kingdom, the power and the Glory“ von Tim Alberta und „The violent take it by force“ von Matthew d. Taylor.
Oder Berichte dazu von David French, Russell Moore, Peter Wehner („MAGA-Jesus versus the real Jesus“). Es ist nur noch ekelhaft, was da in USA geschieht.