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TV-Tipp: STAR TREK und die Religion

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Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung hat sich in der aktuellsten Episode ihrer Webcast-Serie „STAR TREK und die Politik“ mit dem Thema Religion befasst. Moderator Martin Thoma hinterfragte zusammen mit Theologen und Autoren die Rolle und den Einfluss der Religion in der Science-Fiction-Kultserie. Dabei zeichneten sie nach, wie sich die Konnotation der Religion im Laufe der STAR-TREK-Serie vom Negativen zum Positiven entwickelt hat.

Die Episode „STAR TREK und die Religion“ kann kostenlos auf der Webseite der Friedrich-Naumann-Stiftung angeschaut werden. Mit der Frage „Wie viel Religion steckt in ‚STAR TREK‘?“ beschäftigte sich die katholische Nachrichtenplattform Domradio im August 2021 anlässlich des hundertsten Geburtstags des „STAR TREK“-Schöpfers Gene Rodenberry.

3 Kommentare

  1. Ich habe es mir einmal angesehen. Das Problem der Diskussion ist ein falscher Erklärungsansatz für Religion. Religion wird etwas diffus beschrieben und allzu sehr macht man den Fehler zwischen Wissen und Glauben zu differenzieren. Das dies für gläubige Menschen nur ein Wortspiel ist und für ungläubige der Versuch sich vom Glauben zu distanzieren wird leider sehr deutlich. Dabei glaubt kein Gläubiger an Gott, er weiß das es ihn gibt. Das ist sehr wichtig um zu verstehen warum ein Mensch an Gott glaubt.

    • Ich halte es für sehr wichtig, zwischen Wissen, insbesondere im wissenschaftlichen Sinn, und Glauben zu differenzieren.

      Eine Vermengung oder fehlende Differenzierung sorgt nur für Probleme.

      Wissen(schaft) hat ihre strengen Regelungen und Vorgehensweisen. Und auch Denkweisen. Ich habe oft erlebt, wo Gläubige ihren Glauben mit Wissenschaft gleich setzten und Atheisten dann naturgemäß die Regelungen der Wissenschaft auf Glauben (in der Regel sehr provokant) anwendeten und den Glauben damit meinten, widerlegen zu können.

      Beides geht nicht. Weder ist Glaube Wissen noch kann Wissenschaft Glaube an sich widerlegen (wohl aber einzelne Glaubensaussagen wie Sonne dreht sich um die Erde, etc.).

      Das Problem scheint mir aus vielen Diskussionen, insbesondere mit Atheisten, ein anderes: Der Begriff ‚Glaube‘.

      Dieser Begriff hat mindestens 2 Bedeutungen. Das eine ist schlicht eine Vermutung (ich glaube, es wird morgen regnen), das andere der Wortsinn im Sinne der Religion (ich glaube an Gott), der eine innere Einstellung, einen Wertekanon und eine feste Überzeugung meint.

      Diese beiden Glaubensbedeutungen werden aber gern durcheinander geworfen. Da ist es kein Ausweg, den Glauben zum Wissen zu erklären, denn das schafft nur neue Unklarkeiten sondern deutlich zu machen, was Glaube im religiösen Sinne bedeutet, nämlich mehr als eine schlichte Vermutung.

  2. Da kann ich EinFragender zustimmen. Der Glauben ist aber im strengen Sinne kein Wissen, keine physikalische Annahme, und auch kein widerspruchsfreies Welterklärungsmodell, sondern eine Beziehung. Dieser Beziehung kann immanent sein die Glaubenserfahrung. Dabei könnte man sagen, sie finde nur im Gehirn statt, allerdings ist alles was wir sehen, fühlen, riechen, hoffen und glauben immer nur dort angesiedelt. Die Glaubenserfahrung ist eine Form der Gottesbegegnung. Es gibt Gebetserhörungen und manchmal kleine oder sogar große Wunder. Außerdem haben Menschen religiöse Träume, von denen auch die Bibel berichtet. Glaube ist ein an Sicherheit grenzendes Vertrauen, wenn sich ein Mensch ganz in die Arme Gottes wirft. Manche nennen dies einen Existenziellen Akt. Sehr selten gibt es die unmittelbare Gottesbegegnung, wie sie Saulus vor Damaskus hatte und zum Paulus wurde. Er sah ein großes Licht wie Menschen mit Nahtoderfahrung. Aber ebenso gibt es selbstverständlich auch den Christlichen Glauben ohne den Existenziellen Akt, ohne Gebetserhörung und ohne kleine und große Wunder. Ich behaupte nicht, ein solcher Glaube sei weniger gültig. Die Spannung zwischen dem Glauben mit Glaubenserfahrungen und jenem, der blind glaubt, wird reflektiert in der Begegnung des Auferstandenen mit dem ungläubigen Thomas, der Beweise fordert und erst seine Hände in Jesu Wunden legen muss. Das meint aber nicht, man dürfe nur blind glauben, sondern das Wunder und die Glaubenserfahrung darf nicht zur Voraussetzung für die Nachfolge Jesu gemacht werden. Wir vertrauen nicht auf Gebetserhörungen, sondern auf Gott. Und vor allem den Willen Gottes auch zu tun. Es gibt keinen Zuseh-Glauben. Außerdem gibt es die Erfahrung der christlichen Gemeinde bzw. Gemeinschaft. Oder dass sich die Herrlichkeit und Wirklichkeit des Schöpfers in seiner Schöpfung spiegelt. Da sind wir dann wieder bei Star-Trek: Die Größe Gottes wird auch durch die Unendlichkeit des Universums versinnbildlicht. Denn alles was existiert, sind die Gedanken Gottes. Dazu zählen auch die Billion Galaxien, ein Multiversum könnte auch unendlich in Raum und Zeit sein. So wie Gott, der immer Schöpfer war und ist, eben unendlich – aber auch in seiner Liebe zu uns. Das phantastischste dabei ist: Jesus Christus ist auch für die Erlösung dieses unendlichen Universums gestorben und für seine Neuschöpfung.

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